Aber ein Traum …

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„Die Verliese des elfenbeinernen Palastes“ – Jetzt im Handel!

 

Warum „irgendwas“ lesen, wenn man auch Niklolaus Klammer lesen kann?

Sonntag, 24.05.20 – Der ewige Turm

Sonntag, 24.05.20

Wann werdet ihr es begreifen, Freunde?
Ich schreibe auch, wenn mein Computer aus ist
und ich weder Notizbuch noch Bleistift in der Hand halte.

Nikolaus M. Klammer

Ein Verlagslektor würde beim Lesen des Anfangs dieses Textes die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, ihn bedenklich schütteln und in ihm den Gedanken wälzen, ob er überhaupt noch zu retten sei  – beide, der Text und der Schriftsteller(1). Aber spätestens seit dem „Mann ohne Eigenschaften“ ist es guter Ton unter uns Autoren, mit dem Wetterbericht zu beginnen. Deshalb ignoriere ich das. Also:

Gestern war so ziemlich der scheußlichste Regentag seit langer Zeit. Ein zorniges Tief aus dem Nordwesten brandete mit enormer Wucht gegen die Alpen und entließ bei seinem Vorüberziehen in deren herrlichen Vorland (in dem ich das Glück habe, leben sein zu dürfen), enorme Wassermassen. Es hinterließ Kälte und bei mir eine bemerkenswert deprimierte Stimmung. Sie hat sich trotz des sonntäglichen Sonnenscheins, in dem wieder muntere weiße Wolkenschafe ungestört von hässlichen Kondenzstreifen (2) über den bayerisch-blauen Himmel treiben, nicht verbessert. Das mag auch daran liegen, dass ich müde und unkonzentriert bin. Ich habe die halbe Nacht in meinem Schlafzimmer (Frau Klammerle hat Nachtwache) hinter einer kleinen, äußerst munteren Feldmaus hergejagt, die Amy, meine Katze fröhlich maunzend angeschleppt und dann sehr schnell aus den Augen verloren hat. Eine Weile begleitete sie noch aufmunternd meine Bemühungen, das Tier einzufangen, aber dann wurde es ihr schnell langweilig und sie suchte sich andere Vergnügungen. Jedenfalls schläft sie jetzt friedlich auf meinem Sofa (Frau Klammerle auch, allerdings im ehemaligen Zimmer von Sohn Nr. 2 unterm Dach). Die Maus ist noch immer nicht gefangen – wahrscheinlich versteckt sie sich hinter dem Kleiderschrank. Ich habe zwei Fallen aufgestellt (3) und nun warte ich. Meine Laune hat sich dadurch nicht eben gebessert.

Doch worum geht es eigentlich? Es ist das alte Lied und es ist von Rilke. Mein Vater, der vor gut einem Monat verstarb, wollte es übrigens auf seiner Todesanzeige stehen haben und ich habe ihm den Wunsch erfüllt:

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.

Da er nicht religiös war, mochte mein Vater nur die erste Strophe dieses Gedichts abgedruckt haben, doch es geht noch weiter:

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Dieser Turm, um den ich kreise – ungefähr einmal im Jahr -, das ist die Literatur (mein persönlicher Gott, wenn man so will). Er ist nicht nur uralt, sondern auch hoch und mächtig und erweist sich als vollkommen interesselos und unbeeindruckt von meinen Bemühungen, in seiner Umgebung emporzusteigen, um seine Spitze zu erreichen. Immer wieder aufs Neue komme ich an einen Punkt, an dem mich Abwinde ins Trudeln und fast zum Abstürzen bringen. Dann sacke ich ab und muss nach einer Thermik suchen, die mich langsam höher bringt. Im Moment befinde ich mich mal wieder bei solch einem Niedergang. Es hat sich viel angestaut in den letzten Monaten und es liegt als Gewicht auf meinen Schultern, das mir das Gleiten um den Turm noch schwerer macht: Die bedrückende äußere Situation, in der wir alle sind, die soziale Verarmung und Vereinsamung, die Trauer, die Brot-Arbeit. Mit meiner Gesundheit geht es bergab, ich nehme zu und bin launisch wie ein alter Straßenkater. Die Erfolglosigkeit und auch Sinnlosigkeit meiner literarischen Bemühungen (gerade habe ich ein neues Buch veröffentlicht, das niemanden zu interessieren scheint) gibt mir gerade den Rest.

Und da ist auch noch diese Maus! Ich bräuchte dringend Abstand und Urlaub, doch der ist ja gecancelt. Statt über Pfingsten wie ursprünglich geplant ins Burgund zu fahren und die Abtei Cluny zu besichtigen, gibt es – falls Herr Söder es uns gestattet – Tagesausflüge ins Ammergau und ins Kloster Ettal. (4) Deprimierend, nicht wahr? Ich weiß, vielen geht es ähnlich oder sie sind noch schlechter dran. Aber einmal im Jahr, wenn ich meine Runde um den uralten Turm gedreht habe, dann darf ich auch jammern. Schließlich gehört das Selbstmitleid schon immer zu meinen stärksten Gefühlen.

Aber genug jetzt. Leben ist mehr. Hier noch ein Bild von einer Hummel, die sich auf einer Schnittlauchblüte in Frau Klammerles Kräutergarten niedergelassen hat und dort „Pollenklößchen“ formt.(5) Das ist der Zopf, mit dem ich mich selbst aus dem Sumpf meines Selbstmitleids ziehen kann. So flauschig …

 


(1) Zum Glück wird nie ein Verlagslektor (oder meinetwegen auch eine Verlagslektorin) einen meiner Texte in die Finger bekommen. Dieser Beruf ist eh wie „Torfstecher“ oder „Stenotypistin“ nahezu ausgestorben.

(2) So entsetzlich diese Pandemie ist, die gefühlt nun schon zwei Jahrhunderte währt: „Corona“ nimmt viel, aber sie gibt auch zurück.

(3) Selbstverständlich sind das Lebendfallen. Ich bin Tierfreund und Vegetarier. Der beste Köder ist übrigens Marzipan, wie ich festgestellt habe. Freilich ist keines im Haus, deshalb habe ich Popcorn und Schokolade in die Fallen. Keine Ahnung, ob Feldmäuse das mögen. Kommt Zeit, kommt Maus. Im Winter haben wir 3 Wochen gebraucht, bis wir eine gefangen hatten, die sich unter dem Kühlschrank versteckt hielt und sich an unseren Lebensmittelvorräten bediente. Meine Schwiegertochter in spe hat sie „Piepsi“ getauft.

(4) Geheimtipp: In der dortigen Schaukäserei kann man den besten Käsekuchen der Welt essen. Ungelogen!

(5) Ja, ich wurde auch durch die „Biene Maja“-Zeichentrickfilme sozialisiert. Willi war immer mein Lieblingscharakter.

NEU – »Die Verliese des elfenbeinernen Palastes« – NEU

DIE VERLIESE DES
ELFENBEINERNEN PALASTES
*
Der Weg, der in den Tag führt – Buch ZWEI
Jetzt überall im Online Buchhandel
als Taschenbuch oder günstiges E-Book erhältlich!

»Herrin der Nacht, du Allessehende und Allerbarmende. Höre mich.
Sechs Männer waren es, die meine Schwester töteten.
Heute Nacht werden sie für die Untat büßen,
die sie vor 20 Jahren begangen haben.
Keiner von ihnen wird seinem Schicksal entkommen!« 

Die Saga um die Suche nach der verlorenen Stadt Pardais geht endlich weiter.

Der Regno der Lamargue wurde auf dem Gastmahl des Großvezirs der Wüstenstadt Karukora vergiftet. Während sich das fröhliche Fest in eine blutige Schlacht verwandelt, nutzen ein paar Diebe die Gunst der Stunde. Sie wollen aus dem Thronsaal des Namenlosen Herrschers von Karukora eine Landarte stehlen. Sie soll einen Weg aufzeigen, der durch die »Ebenen des Ewigen Krieges« hinein das sagenhafte Pardais führt.

Der Diebstahl gelingt, aber die Häscher des »Unterwerfers« sind ihnen auf der Spur. Es beginnt ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit. Selin, Juel und ihre Gefährten müssen durch die Verliese des elfenbeinernen Palastes in die Tote Wüste flüchten und überall lauern tödliche Fallen und Gefahren auf sie.

DIE VERLIESE DES
ELFENBEINERNEN PALASTES

Neue Abenteuer in den »Überlebenden Landen«
Buch 2 der Trilogie
»Der Weg, der in den Tag führt«

Und hier noch zwei neue, recht schmeichelhafte Besprechungen des 1. Buches der Trilogie »Karukora«. Von beiden Rezensenten erhielt ich 5 Sterne:

Kürzlich fiel mir Karukora – Der Weg, der in den Tag führt (Teil1) von Nikolaus Klammer in die Hände und dazu möchte ich folgendes anmerken:

Im Mittelpunkt stehen der Geschichtenerzähler Alis und sein Neffe Selin, die durch eine List in den Palast des namenlosen Herrschers gelangen, wo sie sich während eines rauschendes Festes einer alten Schatzkarte bemächtigen wollen. Vezir Omer plant zeitgleich einen Putsch, doch dann kommt alles anders …

Nikolaus Klammer steigt ein mit einem spannenden Prolog, der den Leser neugierig macht. Dann beginnt die 379 Seiten umfassende Geschichte, die zunächst als Märchen aus 1000 und einer Nacht daherkommt. Nicht zuletzt durch die sehr detailreiche Beschreibung eines orientalischen Marktes mit all seinen Menschen, Tieren, Gerüchen und Eindrücken. Ebenso werden Gebräuche, Sprachen, Siegel, Gesetze, Rituale und Namen erläutert bzw. beschrieben, ja sogar erklärt, wie man eine Sehschwäche mit Hilfe eines Quarz-Ringes ausgleichen kann. Solche Informationen, egal ob erfunden oder irgendwo abgeleitet, verleihen Geschichten stets eine gewisse Authentizität. Dazu kommen genre-typische Vergleiche wie z.B. „Worte wie einen Teppich zu knüpfen“ oder „Dein Angebot ist bitter wie der Auswurf einer Niga-Echse“. Und nicht zuletzt sind es Titel, Namen und der Palast mit seinen Märchenerzählern und Bauchtänzerinnen, die den Leser Glauben machen, er befinde sich irgendwo im Orient, vielleicht in der Zeit der Umayyaden, so um 700 nach Christus.

Aber spätestens, als die aus den 1950er Jahren stammenden Zeichentrickfiguren „Road Runner“ und „Coyote“ in einem Kaleidoskop auftauchen, zweifelt man an dem Zeitalter, in dem sich unsere Helden befinden. Und tatsächlich, wie schon der Klappentext verrät, befinden wir uns rund 6000 Jahre in der Zukunft. Offensichtlich haben zu irgendeinem Zeitpunkt die Maschinen über die Menschen gesiegt. Erstere befinden sich noch immer im Krieg, während letztere wieder in einer nicht ganz unbekannten vergangenen Welt leben. Informationen darüber, wie es soweit kam, erhält der Leser durch die Geschichten der Märchenerzähler. Und so wird der Leser im letzten Drittel des Buches vom Orient in ein Fantasy-Abenteuer entführt, in dem Computer, Cybertechnik und Androiden auftauchen.

Nikolaus Klammer präsentiert uns hier eine spannende und in sich runde Geschichte, die Laune macht und gleichzeitig fesselt, sodass es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen, bevor die letzte Seite erreicht ist, wo man überrascht feststellen muss. Es ist noch nicht vorbei!

Sabine Schmitt

Dieses Buch hat mich echt begeistert. Ein unerschöpfliches Meer an phantasivollen Geschichten wird zu einem bunten Märchenteppich wie aus „Tausend und eine Nacht“ gekonnt und sprachlich elegant verknüpft. Ein echter Tipp für alle, die sich gerne in das Reich der Phantasie entführen lassen wollen, um neue Welten, beeindruckende Charaktere und spannende Abenteuer zu entdecken. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.

Toni Garber (Autor der Lifelinegames)

 

Das Abenteuer geht weiter!

Also ich, ich würde es lesen …

 

Und hier noch ein Ausschnitt aus der Landkarte zum Buch (bei einem Fantasyroman unverzichtbar!), mit deren Hilfe man sich in ferne Märchenwelten träumen kann:

 

Auch der Beginn der

spannenden Geschichte
ist überall im Buchhandel erhältlich:

Karukora
»Der Weg, der in den Tag führt«
Band 1

Als Taschenbuch oder günstiges E-Book,
380 Seiten, illustriert

Ist sie unsterblich?

Das sind Fotos von Verena Salva, der meine Leser in meinen geheimnisvollen Geltsamer-Romanen begegnen können. Zwischen den beiden Aufnahmen der jungen Dame liegen über 80 Jahre (!). Merkwürdig … wie kann es sein, dass diese Frau schon 100 Jahre alt ist? Hat sie im Amazonasdschungel die Quelle der ewigen Jugend gefunden, nach der Konquistador Juan Ponce de León vergeblich forschte?

Verena Salva hat übrigens auch einen Blog, in dem sie Fotos, Interviews und Gedichte veröffentlicht. Vielleicht gibt sie ja dort die Antwort preis:

rosmarinkatze.wordpress.com

Oder du liest einfach meine spannenden 3 Romane

Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren

Band 1: Die Frau, die der Dschungel verschluckte
Band 2: Die Hyänen von Berlin
Band 3: Das Gulag des Dmitri Alexandrowitsch Krakow,

die du preiswert in jeder gutsortierten Buchhandlung und selbstverständlich auch in den Internetbookstores in der gebundenen Ausgabe oder als E-Book erwerben kannst.

Band 4: In den Bücherkellern des Vatikans

ist bereits in Arbeit.

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