Kleine Veränderungen
Eine Kurzgeschichte

Lesung August 2021

AKTUELL


  • Beste Tage …

    In den beiden letzten, sehr anstrengenden Wochen hockte ich gefühlt 7 Tage, 24 Stunden unbequem an meinem schlecht belüfteten, dunklen und muffigen Arbeitsplatz. Wenn ich jedoch  meinen Blick vom Monitor wendete und zum Fenster blickte, dann erblickte ich dort draußen hinter der staubigen, von gelben Blütenpollen und Saharastaub verschmutzen Scheibe über den Dächern den Sommer. Ich hörte zum ersten Mal seit Monaten wieder den langezogenen, hohen, Schrei der Schwalben. Sie jagen ganz oben im fernsten Blau und streifen fast den Dunst, der sich durch die Hitze gebildet hat. Dann tat ich wieder so, als würde ich etwas tun und hoffte, dass mir mein Arbeitgeber nicht auf die Schliche kommt.

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  • 19.05.22 – Ein kleines Jubiläum

    „ABER EIN TRAUM“ feierte Anfang Mai sein 9jähriges Bestehen. Ich habe seitdem 1475 Beiträge, Videos und über 1 GB Bilder hochgeladen. Hier kann man fast meine gesamte Literatur (Romane, Kurzgeschichten, Erzählungen – sogar Gedichte) finden und dazu hunderte Essays, Glossen, Rezensionen, Tagebucheinträge und vieles, vieles mehr. Zwischenseitlich hatte der Blog fast 200 Follower, heute sind es nur noch 5.

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  • Die Amsel Cruella, Bücher und das lange Warten …

    Nach 2 Jahren coronabedingter Pause fand am Sonntag wieder der Diedorfer Maimarkt statt. Und damit auch der Buch-Flohmarkt der Gemeindebücherei, wo für einen Euro pro Exemplar ihre ausgemusterten Bücher erwerbar sind. Es wird von bösartigen Zungen behauptet, dass ich dort zielsicher immer bei den dicksten Bänden zugreife, obwohl meine Bücherregale aus allen Nähten platzen und ich sie dringend abspecken müsste. Ach ja, ich müsste dringend einhundert oder zweihundert Bücher zur Bücherabgabestelle im Wertstoffhof bringen, wo rührige Senioren sie sortieren. Allerdings bringe ich dann wieder fünzig neue von dort mit Nachhause. Deshalb sieht es Frau Klammerle äußerst ungern, wenn ich sie zum Wertstoffhof begleite.

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  • Das Meer, Montalbano und die Leuchtturmwärter – Kurzkritiken

    Ich weiß nicht, warum ich dem Meer eben einen weiblichen Genus gegeben habe. Das war eine unbewusste Handlung. Aber jetzt, wenn ich darüber nachdenke, bemerke ich, dass es so passt. „Die Meer“ – „la mer“, so müsste es eigentlich wie im Französischen heißen. Denn für mich hat die See eine weibliche Seele, auch wenn sie mitleidlos und herrisch wie eine mörderische Furie toben kann. Das mare nostrum ist mein ewiger Sehnsuchtsort, zu dem es mich immer wieder hinzieht.

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  • 23. April 22 – Leinwandhochzeit

    35 Jahre liegen zwischen diesen Fotos – ein halbes Leben. Die untere Aufnahme zeigt Frau Klammerle und mich am Tag unserer Hochzeit am 23. April 1987, da waren wir 24 und 23 Jahre alt. Sind die beiden älteren Herrschaften auf der aktuellen Aufnahme vom März 2022 noch die selben? Die gleichen sind wir sicher nicht.

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  • Darüber könnte ich ein Buch schreiben …

    Verdammt! Das Hotel hatte uns zu lauter alten Leuten gesetzt! Links von mir saßen zwei leicht angegorene Damen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum trotz aller Konservierungskunst weit überschritten war. Sie flirteten angestrengt und ausdauernd mit dem gelifteten Kellner, der sie erfreut und schmierig umgockelte. Rechts hatte eine alle übertönende Vierergruppe rüstiger Münchener Platz genommen; zwei befreundete Pärchen, die sich lautstark in ihrem Hochstadtbayerisch ausgerechnet über – oh Gott! – die Schule unterhielten und sich dabei gierig über öltriefende Bratwürste, Rippchen und speckige Kotelett-Scheiben hermachten. Schmatzend und an Knochen nach den letzten Fleischfasern saugend diskutierten sie über unfähige Schulleiter, renitente, debile Schüler und deren noch renitentere und noch debilere Eltern.

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