Aber ein Traum …

Autorer als andere Autoren

Archiv für das Schlagwort “Welkenbaum”

In den Bücherkellern des Vatikans (2)

<– zum 1. Teil …

Der Verleger fragte sich, ob er wirklich schon ganz wach war. Die Wohlklänge eines barocken Musikstücks füllten den nicht gerade kleinen und fensterlosen Raum. Sie wurden von den knisternden und knackenden Nebengeräuschen begleitet, wie sie die Wiedergabe einer Vinyl-Schallplatte mit sich bringt. Welkenbaum lag in der Mitte des Raums auf einer schäbigen, mit ehemals rotem Stoff bezogenen Couch und starrte an die Decke. Er nahm kaum wahr, was er dort sah. Er hatte noch einen weiten Weg von seinem Falltraum hinein in die Wirklichkeit zu gehen. Es dauerte eine gefühlte halbe Ewigkeit, bis sein Verstand endlich die Sonate wahrnahm, die sein Ohr schon lange hörte und deren Melodie seine Lippen bereits eine ganze Weile mitsummten. Es kostete ihn ein gewaltiges Maß an Konzentration, sich auf die Kaskaden der perlenden Gänge des Cembalos und das elegische Seufzen der Streicher zu konzentrieren und das Auf und Ab der Töne als eine Strickleiter zu benutzen, an der er zurück in den Wachzustand klettern konnte. Doch die überaus reine und feinstrukturierte Klarheit des Adagios, die ihm jede nahende Tonfolge im Voraus verriet und genießen ließ, bevor sie dann tatsächlich erklang, half ihm schließlich, langsam aus seiner tiefen Betäubung zu erwachen. Es war beglückend und befriedigend, sich von dieser Musik an die Hand nehmen und von ihr zurück in die Welt führen zu lassen. Aber es benötigte viel Zeit, denn sein Geist war endlos tief und fast komatös in ihm selbst begraben gelegen.

Welkenbaum kaute abgelenkt auf etwas Trockenem, Säuerlichem und Abgestandenem herum – seiner eigenen Zunge! – und gab sich ganz den himmlischen Harmonien der Musik hin. Endlich begriff er auch, was seine an die Decke gerichteten und schon lange geöffneten Augen betrachteten: Es war ein aus roten Ziegeln errichtetes Tonnengewölbe, von dessen Zentrum eine kahle Glühlampe herabhing. Ihr Licht war warm, aber nicht allzu hell. Es gelang ihr nicht, den weiten Raum vollkommen auszuleuchten. Die unverputzten und zum Großteil mit leeren Regalen verstellten Backsteinwände lagen in den Schatten. Mit Welkenbaums beginnender Wahrnehmung seiner Umgebung geschahen zwei Dinge gleichzeitig: Die Nadel des Plattenspielers gelangte zu einem Kratzer auf dem Vinyl. Dort blieb sie hängen, sprang zurück und ein halber Cembaloakkord erklang von Neuem. Und dann noch einmal und noch einmal …

Doch in Welkenbaums umnebeltem Gehirn passierte dadurch genau das Gegenteil: Er kam endlich wieder in die richtige Spur und er erwachte endgültig. Er erinnerte sich mit einem Mal deutlich an die Momente vor seinem Traumsturz in diesen Keller hinab.

Er hatte auf dem Dach des Hotels Raphael in Klammers außergewöhnlichem Buch gelesen und dabei viel zu viel Bier getrunken – im Nachhinein betrachtet, war das in der römischen Hitze keine gute Idee gewesen.

Dem Roman von Nikolaus Klammer, der vorgab, die aberwitzige Autobiografie eines sowjetischen Gulagsträflings zu sein, war eine sepiabraune Fotografie beigelegt gewesen, die Welkenbaum beim Lesen in den Schoß gerutscht war. Die Ablichtung hatte eine junge Frau mit Tropenhelm auf dem Kopf und Kleidung aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt. Die Aufnahme wirkte wie ein Publicity still aus einem uralten Tarzan-Film, das die abgebildete Schauspielerin als Autogrammkarte vervielfältigt hatte. Was den Verleger jedoch fast um den Verstand gebracht hatte: Die gut aussehende Forscherin sah haargenau wie seine Verlobte aus. Auch wenn sie auf dem Foto eine andere Frisur trug, hatte Welkenbaum sie doch sofort an ihrer unverwechselbaren Körperhaltung und an ihrem kecken Profil erkannt.

Anschließend … ja, was war dann eigentlich im Anschluss geschehen? Jemand muss ihm etwas ins Bier getan haben, ganz sicher … irgendeine KO-Droge. Diese hatte ihn dann in seinen wahnwitzigen Falltraum geschwemmt. Das war offenbar guter Stoff gewesen. Und er wusste mit einem Mal ganz genau, wer ihm das angetan hatte. Das hatten die beiden Alten getan, die ihn schon den ganzen Nachmittag über von ihrem Tisch auf der Dachterrasse des Hotels aus beobachtet hatten.

»Herrgott! Zefix!«, rief der Verleger aus und wollte von dem muffigen Sofa aufspringen, das wohl schon seit dem Biedermeier hier unten in dem dunklen Kellerraum vor sich hin moderte und entsprechend scharf nach feuchtem Schimmel und anderem Unaussprechlichem roch. Wie er dabei auf recht schmerzhafte Weise feststellen musste, konnte sein linker Arm diese Bewegung nicht mitmachen. Das Handgelenk war durch massive Handschellen mit einem der Löwenfüße des alten Liegemöbels verbunden. Welkenbaum landete deshalb äußerst unsanft neben dem Sofa. ›Chaiselongue wäre wohl die exaktere Bezeichnung‹, fiel ihm ein. Er knallte ungebremst auf die kalten Fliesen Seine Schulter tat höllisch weh. Er nieste in den zentimeterdicken Staub, der den Boden bedeckte und jammerte kurz auf, hielt sich mit der freien Hand die schmerzende Stelle.

Anschließend steigerte er sich in einen bemerkenswerten Wutanfall hinein, der jeden, der ihn kannte, verblüfft hätte; galt er doch als ruhiger, besonnener, geradezu phlegmatischer Mann. Er spuckte, wütete und tobte – und diese gotteslästerliche Schimpfkanonade wurde heiter von der ewig wiederholten Tonfolge der kaputten Schallplatte untermalt. Zum Glück war der bayerische Dialekt so reich wie kaum eine andere Sprache auf der Welt mit zum Anlass passenden Kraftausdrücken gesegnet. Ohne eine Pause bei seinem schier unerschöpflichen Fluss an Verbalinjurien zu machen, kniete sich Welkenbaum hin. Er versuchte, das Sofa ein wenig hochzuheben, um seine Handfessel unter dem Fuß hindurch zu fädeln. Aber das scheußliche Möbelstück gehörte anscheinend zum Inventar und war zumindest für ihn mit bloßen Händen unlösbar mit dem Boden verschraubt. Dadurch wurde seine Wut noch größer.

»Sakrisches Drecksding, verrecktes! Hurasakrament!«, brüllte er, bis die Wände wackelten. Verzweifelt rüttelte er an dem Sofa. Es war nicht auszumachen, ob er den Plattenspieler, das Sofa, seine Handschelle oder alles zusammen meinte, aber endlich bewirkte sein Fluchen eine Reaktion. Die nervtötende Tonfolge endete mit dem dissonanten Knirschen, das entsteht, wenn man mit der Nadel des Plattenspielers über das Vinyl kratzt. Danach öffnete sich die Tür zu diesem Loch, in dem er gefangen gehalten wurde. Seine beiden Entführer traten zu ihm herein. Wie er schon vermutet hatte, waren es tatsächlich die beiden Alten vom Raphael. Ein zweites und viel helleres Deckenlicht wurde eingeschaltet. Nun konnte Weltenbaum, der seine Brillen vermisste, mehr von dem großen, fensterlosen Ort erkennen, in dem man ihn festhielt. Es schien sich um das Kellergewölbe eines alten Archivs zu handeln. Große, bis an an die Decke reichende Holzregale, die offenbar alle leer waren, bedeckten drei Seiten des Raums. In dessen Mitte hockte Welkenbaum an das Sofa gefesselt auf dem lange nicht mehr gereinigten Boden. Er suchte nach etwas, mit dem er um sich schmeißen konnte.

Nur die Frontseite des Raums, an der die Tür war, sah anders aus. Hier standen ein alter und wertvoll aussehender Sekretär und ein barocker, vergoldeter Stuhl an der Ziegelwand. Über diesem Arbeitsplatz hing ein großes, dunkles Ölgemälde, das einen Geistlichen zeigte. Anhand der Kleidung vermutete Welkenbaum, dass es sich um einen Kardinal aus dem 19. Jahrhundert handelte, der mit finsterem Blick unter zusammengezogenen Augenbrauen missbilligend und voller Abscheu auf den Verleger herabsah, als wäre er über dessen Schimpfwörterflut ebenso empört wie die Entführer.

„Reißen Sie sich zusammen und hören Sie endlich auf, so entsetzlich zu fluchen!“, sagte der alte Mann und seine verwitterte Begleiterin vollendete: „Das ist ungehörig! Sie sind an einem heiligen Ort.“

[Zum 3. Teil …]

Die drei bisher erschienen Bände der Geltsamer-Trilogie. In jeder gutsortierten Buchhandlung und selbstverständlich überall als E-Book erhältlich.

In den Bücherkellern des Vatikans (1)

 Nikolaus Klammer

Dr. Geltsamers
erinnerte Memoiren
„Eine phantastische Trilogie“
in 5 Büchern

4. Buch:
In den Bücherkellern des Vatikans

Zwischen den Zeilen

Welkenbaum fiel. Er stürzte nun schon seit einer Ewigkeit in gleichmäßiger, ruhiger Geschwindigkeit einen rotgeziegelten Brunnenschacht senkrecht hinab in eine schier grundlose Tiefe. Sein Zeitgefühl hatte er dabei längst verloren. Aber inzwischen musste er sicherlich schon Stunden in dieser aberwitzigen Situation verbracht haben, von der er nicht wusste, wie er in sie hinein geraten war. Er hatte sich längst an seinen Sturz gewöhnt und er erschien ihm nicht mehr absonderlich. Obwohl er sich vor dem Ende seines endlosen Falls fürchtete, den er doch unmöglich überleben konnte, und die Angst vor dem Zerschmettern auf dem Boden des Schachts wie ein Stachel im Hintergrund seiner Gedanken steckte, genoss er den Augenblick. Es war ein beglückendes Gefühl, frei wie ein Vogel zu sein und nur den Luftwiderstand um sich zu spüren. Er umschloss ihn sanft und begleitete ihn wie eine warme Decke den Abgrund hinunter.

Bereits seit vielen Jahren fühlte sich der Verleger in seinem aufgeschwemmten, unsportlichen und mit dem Altern schwächer und für Beschwerden anfälliger werdenden Körper immer unwohler. Er hatte sich von ihm entfremdet. Seine weltliche Hülle führte ein eigenes, amöbenhaftes Leben, das seinem Geist, der sich in dem fetten Leib wie ein Gefangener in einem viel zu kleinen Verlies vorkam, nicht gefiel und den er eigentlich verabscheute. Unaufhörlich bereitete ihm sein Körper Probleme: Da zwickte, dort drückte etwas, quälte, beengte und schränkte ihn ein. Häufig litt er unter Atemnot, stechendem Schmerz in den Hüften und an Krämpfen in den Schenkeln. Dazu kam eine stumpfe Taubheit in den Fingern und den Zehen. Sein täglicher und unverantwortlich hoher Alkoholkonsum, von dem er als einziger in seiner näheren Umgebung der Auffassung war, er hätte keine Probleme mit ihm, half ihm besser durch diese Beschwerden als jede Medizin. Trotzdem ließ er sie sich großzügig von seinen Hausärzten verschreiben und schluckte brav die Wässerchen, Pillen und Tabletten, obwohl er ihre Wirkungen nicht zu spüren glaubte. Er war sich freilich bewusst, dass die abendliche Flasche Rotwein und der „Betthupferl“-Whisky wahrscheinlich einen Großteil seiner Unbilden erst verursachten. Schließlich waren die morgendlichen Konsequenzen seiner regelmäßigen Besäufnisse – Übelkeit, Herzrasen und stumpfes Kopfweh -, oft grausamer als die Schmerzen des Vorabends, die seine Sauferei betäuben sollte. Doch daran etwas zu ändern, hatte er längst nicht mehr in der Hand. Das war ein Teufelskreis, dem er nicht mehr entrinnen konnte.

›Ab 50 beginnt jeder Morgen mit einer neuen Wunde‹, erinnerte sich Welkenbaum an eine Bemerkung seines Vaters Oswald an dessen 90. Geburtstag, ›und jede Stunde beschert dir ein weiteres Leid. 90‹, dachte er, ›so alt werde ich bestimmt nicht.‹

Doch all dies war nun wie weggeblasener Staub von den Regalen seiner Erinnerung und seine Seele und der verflixte Körper fühlten sich zum ersten Mal seit langer, langer Zeit im gemeinsamen Sturz miteinander versöhnt. Wenn Welkenbaum an seine Krankheiten dachte, dann hatte er das Gefühl, als wären sie jemand anderem in einem anderen Leben geschehen. Sie waren für ihn wie etwas, das er vor längerer Zeit in einem weinerlichen Buch von Nikolaus Klammer oder von Daniel Kehlmann gelesen hatte – insgesamt doch eher unerfreuliche, selbstmitleidige und unerfreulich larmoyante Lektüren, bei denen er Erleichterung empfand, wenn er sie beenden konnte.

Wie gesagt: Er wusste weder, wie lange dieser Zustand des unablässigen Fallens schon andauerte, noch, wieviel Zeit ihm das Schicksal noch gewährte. Doch augenblicklich stürzte er in gleichmäßigem Tempo in eine bodenlose Tiefe und er war glücklich. Dabei konnte er sich auch beim besten Willen nicht erinnern, wie er in diese Situation gekommen war. War er über den Rand eines römischen Brunnenschachts, der hinab in die Katakomben unter der Via delle Sette Chiese führte, gestolpert oder von jemandem von hinten gestoßen worden? Er wusste es nicht. Und wie tief mochte dieser kreisrunde Ziegelschlauch noch sein, dessen Ränder er berühren könnte, wenn er seine Arme nur noch ein wenig weiter ausstreckte? Er glaubte, jetzt schon einen halben Tag hinabzufallen. Wie schnell wurde noch einmal der Körper eines Fallschirmspringers? 200 Kilometer in der Stunde oder mehr? Ging das nun so weiter bis zum Erdmittelpunkt – so ein Sturz würde etwa dreißig Stunden dauern –, oder gar darüber hinaus? Und was geschah dann? Welkenbaum entschloss sich, nicht weiter in seinem Gedächtnis nach den Physikkenntnissen seiner Jugend zu suchen, sondern diesen besonderen Moment ohne Schmerzen und Kummer zu genießen, so lange er eben dauerte.

›Sorgen und Schmerzen sind kein Frosch, die hüpfen nicht über Nacht davon.‹ Das war auch ein Spruch seines Vaters; der war ein wandelnder Büchmann gewesen.

Dies war doch schon immer Welkenbaums Problem gewesen: Er war niemals vollkommen entspannt. In den unruhigen, nächtlichen Schlaf quälte er sich nur mit Bromazepam-Tabletten und altem Glenlivet und versuchte er ruhig zu sitzen, begannen seine Beine in rastloser Bewegung zu zittern und seine Füße schliefen ein. Nun jedoch war alles gut und das Leben schön. Warum konnte er diesen Moment einfach nicht mehr genießen? Aber die Frage, was mit ihm geschehen war, nagte plötzlich an Welkenbaum. Sie stach als akuter, nadelfeiner Schmerz knapp über der Nasenwurzel in seinen Verstand und störte das vollkommene Glück, das er eben noch empfunden hatte. Gleichzeitig hatte sich auch in seiner Umgebung, in jenem monotonen, endlosen Brunnenschacht, in den er fiel, etwas verändert. Auch wenn der Verleger noch nicht begriff, was anders war.

Oder war dies überhaupt kein Sturz, den er da erlebte? Vielleicht saß er ja einer optischen Täuschung auf und glitt stattdessen empor, nach oben, dem Himmel entgegen, wie ein mit Helium gefüllter Luftballon. Das würde sich, fiel ihm auf, genauso anfühlen. Vielleicht war der gemauerte Schlund ja kein Schacht, sondern ein gewaltiger Kamin! Vielleicht lag er gerade im Sterben und dieser Fall oder Aufstieg oder was auch immer war seine persönliche Nahtod-Erfahrung. Aber wurde nicht immer etwas von einem hellen Licht gefaselt, dem man entgegenflog? Wenn er sich nur erinnern könnte!

Welkenbaum konzentrierte sich auf seine rechte Hand, durch deren gespreizte Finger er den Fallwind fühlte und wollte sie drehen, um dadurch die Richtung festzustellen, in der er unterwegs war. Es misslang ihm vollkommen; er hatte keine Kontrolle über seine Muskeln.

›Wahrscheinlich ist das alles nur ein luszider Traum und ich schlafe morgens unruhig kurz vor dem Erwachen in meinem Bett‹, kam ihm beruhigend in den Sinn und seine Kopfschmerzen wurden dabei stärker. ›Ach, wie langweilig. Träume will ich weder erleben, noch sie von jemandem erzählt bekommen. Das ist doch öde. Es gehört zu den sieben Todsünden eines Autors, von einem Traum zu berichten oder mit ihnen gar einen neuen Roman zu beginnen. Das geht schon dreimal nicht. Niemand will das lesen. Und ich will jetzt aufwachen! Auf der Stelle!‹ Er öffnete die Augen.

Welkenbaum konnte die Ziegelwand und aus den Augenwinkeln seinen fetten, fallenden Körper sehen. Er trug übrigens einen leichten, sommerlichen Leinenanzug und unter dem Sakko, dessen kurze Schöße fröhlich im Wind flatterten, ein hellblaues, von Bierflecken besudeltes Hemd. Dies erschien ihm aus irgendeinem vergessenen Grund ein wichtiges Indiz zu sein. Trotzdem fragte er sich, ob er seine Augen tatsächlich geöffnet hatte oder es sich nur einbildete. Wenn er träumte, dann konnten diese Sinneseindrücke auch von seinem Geist an die Innenseite seiner geschlossenen Lider projiziert worden sein. Aber wenn er diese auseinander zwang, würde er unzweifelhaft erwachen. Er fokussierte seinen ganzen Willen und versuchte krampfhaft, seine Augen nicht erneut in den Traum, sondern jetzt in die Wirklichkeit hinein zu öffnen. Der Schmerz, den diese Anstrengung verursachte, jagte wie eine alles überwältigende Hafenwelle vom Kopf ausgehend durch seinen gesamten Körper und erschütterte ihn. Er schnappte entsetzt nach Luft und konnte seinen unruhigen, eiligen Herzschlag an der Halsschlagader pulsieren fühlen. In diesem Moment sah er wie in einer Vision ein Gesicht vor sich auftauchen, dessen kleine, von unzähligen Krähenfüßen eingefasste Knopfaugen ihn gleichzeitig spöttisch und auch besorgt und abschätzend anblickten. Nein, er irrte sich, nicht ein verwittertes Antlitz war es, sondern es waren zwei, die – weil Welkenbaum vielleicht schielte – halb ineinander übergingen und ein Monstrum aus drei Augen, zwei Nasen und einem endlos breiten, verkniffenen Mund bildeten. Die Lippen bewegten sich, gelbe, braunfleckige Zähne wurden sichtbar, aber der Verleger konnte die Worte nicht verstehen, die der Zwitter flüsterte. Die beiden verschmolzenen Uralten waren sich sehr ähnlich. Es waren ein Mann und eine Frau. Sie hatten überaus faltige, ledrige, beinahe haarlose Köpfe, mumienhaft und starr. Was war das? Wer war das? Hatten etwa diese beiden Monstren ihn in den Brunnen gestoßen?

Welkenbaum konzentrierte sich von Neuem. Er zählte langsam bis drei. Anschließend versuchte er ein weiteres Mal, das Gespinst, das sich inzwischen in einen Albtraum verwandelt hatte, zu verlassen, indem er seine Augen aufschlug. Verzweifelt zog er seine Stirn in Falten. Und dann gelang es ihm – überraschend schnell und einfach. Er starrte an die graue Betondecke eines schlecht ausgeleuchteten Kellerraums.

[Zum 2. Teil …]

Die drei bisher erschienen Bände der Geltsamer-Trilogie. In jeder gutsortierten Buchhandlung und selbstverständlich überall als E-Book erhältlich.

Ein fiktives Interview mit Karl-Heinz Welkenbaum (Teil 1)

Der Vollständigkeit halber gibt es heute einen Text, der es in den 3. Teil von „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“ nicht geschafft hat, aber vielleicht meine Leser als kleiner Appetitanreger interessiert. Es ist ein Interview, das Verena Salva mit ihrem Freund und Verleger Karl-Heinz Welkenbaum geführt hat, bevor die beiden nach Rom verreisten.

 

Wie versprochen veröffentliche ich heute den Beginn meines Interviews mit dem Verleger Karl-Heinz Welkenbaum. Er nahm sich viel Zeit für mich und beantwortete ausführlich meine Fragen. Deshalb ist das äußerst interessante Gespräch mit ihm so umfangreich ausgefallen, dass ich es hier auf zwei Abschnitte aufgeteilt habe, die ich in den nächsten Wochen bloggen werde. Der erste Abschnitt dreht sich um das Verlagsgeschäft allgemein und um das Veröffentlichen von Lyrik in der heutigen Zeit.

Welkenbaum, ein sportlicher und sehr jugendlich wirkender Mittfünfziger, hat mich in seinem Arbeitszimmer in seiner Villa am Dorfrand des niederbayerischen Badeortes Bad Griesbach empfangen. Auf seinem aufgeräumten Schreibtisch stehen eine alte elektrische Schreibmaschine, auf der er noch immer die meiste seiner Korrespondenz tippt, ein Tischtaschenrechner und ein Telefon. An der Seite liegt ein Stapel Manuskripte. Hinter seinem Stuhl erhebt sich ein Regal, in dem ausschließlich Werke stehen, die er in seiner fünfundzwanzigjährigen Verlagsgeschichte veröffentlicht hat. Der einzige Schmuck im Raum sind eine große Yukkapalme und ein expressionistisches Gemälde von Lothar Buchheim, mit dem Welkenbaum vor dessen Tod befreundet war.

Der Verleger ist ein Phantom. Es gibt nur wenige Fotografien von ihm und er legt Wert auf die erstaunliche Tatsache, dass weder sein Name noch eine Abbildung von ihm im Internet oder anderen Medien auftaucht. Er will vollkommen hinter seinem Lebenswerk, dem nach seinem Vater benannten Welkenbaum-Verlag, verschwinden. Obwohl er auch Interviews und gesellschaftliche Anlässe meidet, empfängt er mich freundlich und ist bereit, auch über intimere und persönlichere Dinge zu reden. Welkenbaum spricht übrigens spontan druckreif und es gelingt ihm mühelos, auch komplizierte Sätze perfekt zu Ende zu bringen. Ich wollte, dies träfe auch auf meine mehr schlecht als recht gestammelten Fragen zu. Ich habe deshalb nur weniges und dies auch nur auf seinen Wunsch hin redigieren müssen.

Die Hände von Karl-Heinz Welkenbaum, der die Öffentlichkeit scheut und nicht wünschte, dass ich eine Portraitaufnahme von ihm mache.

*

Rosmarinkatze. Herr Welkenbaum. Ich danke Ihnen, dass Sie die Zeit gefunden haben und sich für meinen neuen Blog „Die Rosmarinkatze“ zu einem Interview bereit gefunden haben. Ich weiß aus unserem Vorgespräch, Sie betrachten diese moderne Art, den Leser mit Hilfe der neuen Medien Literatur zu vermitteln, sehr skeptisch.

Welkenbaum. Das ist richtig. Ich persönlich glaube, dass das Internet und seine Publikationsformen zumindest der Lyrik, wie Sie sie vermitteln, meine liebe Verena, und auch der Belletristik im Allgemeinen ein natürlicher Feind sind. Kunstvolle und gelungene Literatur benötigt den aufmerksamen, konzentrierten Leser. Das oberflächliche Überfliegen eines Textes auf dem Bildschirm ist eine bloße und dabei noch von vielerlei Reizen abgelenkte reine Informationsaufnahme, die jede Poesie und Stimmung abtötet. Auch aus diesem Grund ist der Welkenbaum-Verlag bis auf einen kleinen, aber feinen E-Book-Shop nicht in den sogenannten Neuen Medien vertreten. Ich produziere Bücher und keine Datenpakete aus Nullen und Einsen. Aber selbstverständlich freue ich mich, wenn ich eine meiner Autorinnen – und, wie ich bemerken darf – nicht die schlechteste unter ihnen -, bei ihrer Arbeit unterstützen kann.

Rosmarinkatze. Dann glauben Sie, ein rein analoger Verlag wie der Ihre kann auf dem heutigen Markt bestehen?

Welkenbaum. Gottseidank gibt es noch viele Leser, die mit meinen Auffassungen d’accord gehen und niemals einen literarischen Text auf einem Tablet oder einem Smartphone lesen würden. Dazu kommt, dass ich nur Bücher publiziere, von denen ich selbst überzeugt bin und ich habe mit der Hilfe meiner Mitarbeiter den Verlag so breit aufgestellt, dass er ein weites und auch interessantes Spektrum abdeckt, das sich, wenn ich einmal ein etwas abgegriffenes Bild verwenden darf, an den Gourmet und Feinschmecker und nicht an den Fastfood-Konsumenten richtet. Zum Glück sind solche Menschen auch noch in der heutigen Zeit zu finden.

Rosmarinkatze. Was dürfen wir denn im nächsten Lesesommer vom Welkenbaum-Verlag erwarten?

Welkenbaum. Ich will aus den ungefähr fünfundzwanzig Publikationen der nächsten Monate mal nur ein paar wenige herausgreifen; auch wenn ich dadurch eine ganz persönliche und keineswegs maßgebliche Festlegung treffe, der man mit guten Grund widersprechen könnte und übrigens von den Mitarbeitern meiner Marketing-Abteilung vollkommen anders betrachtet wird. In der Reihe „Fit mit Hagen Reuther“ wird ein neues unserer beliebten Diät-Kochbücher erscheinen, im Juli dann sind wir mit den „Prekären Geheimnissen“ am Start; einem Sachbuchprojekt unseres Autors Roman Gaitania, in das er zehn Jahre Arbeit investiert hat. Es ist ein einzigartiges Kompendium der hermetischen „Geheimwissenschaften“ und der mit ihnen verbundenen geheimen Gesellschaften und Vereinigungen vom Beginn der Neuzeit im 16. Jahrhundert bis zum heutigen Tag. Im Bereich Belletristik dürfen wir zwei Romane von den Hochkarätern unter den Verlagsautoren erwarten; nämlich „Blicke über den Zaun“ von Gernot Ott und „Nutzlose Menschen“ von Nikolaus Klammer. Und schließlich – last but not least – wird auch noch eine neue Stimme unter den deutschsprachigen Lyrikerinnen ihre Premiere im Welkenbaum-Verlag feiern: Verena Salva mit ihrer wunderschönen „Rosmarinkatze“.

Rosmarinkatze. Auch wenn ich es mir selbstverständlich wünsche: Kann denn ein Gedichtband heutzutage noch einen Leserkreis erreichen?

Welkenbaum. In keiner literarischen Sparte wird von so vielen Laien und Hobbydichtern so viel stümperhafter Ausschuss und Müll produziert wie in der Lyrik. Blättert man durch die Veröffentlichungen sogenannter self-publisher und literarischer Foren im Internet, steht die Produktion von Gedichten unangefochten an erster Stelle. Dahinter rangieren weit abgeschlagen die Lebensratgeber und die persönlichen Schicksalsgeschichten. Es scheint mir so, dass fast jeder – weil er in der Schule das Schreiben gelernt hat -, der Meinung ist, er könne deshalb dichten und sich mit Rilke und Durs Grünbein messen. So lange dies für den eigenen Gebrauch und die Schreibtischschublade geschieht, ist das auch vollkommen in Ordnung. Aber warum muss man seine Reim-Ergüsse auch noch unbedingt veröffentlichen? Unter dieser Flut gehen die wenigen guten lyrischen Texte – und die gibt es auch heute noch -, sang- und klanglos und ungelesen unter. Doch zum Glück gibt es sie noch, die Connaisseure, die ein gelungenes Gedicht zu schätzen wissen und diese will ich mit der „Rosmarinkatze“ erreichen. Es wäre ein Jammer, wenn diese neue Stimme nicht gehört würde.

Rosmarinkatze. Wie kann man denn mit Lyrik Geld verdienen?

Welkenbaum. Klare Antwort: Überhaupt nicht. Die Produktionskosten sind für einen Gedichtband höher als für alle anderen Bücher und die Erlöse, die sich mit ihnen erreichen lassen, sind marginal. Aber hier spricht der Kaufmann und nicht der leidenschaftliche Verleger in mir. Lyrik ist immer ein finanzielles Verlustgeschäft. Die Gewinne hole ich an anderer Stelle herein: Bei der Prosa. Selbstverständlich nur bei der, die spannend ist und Frauenthemen behandelt. Denn das Lesen ist heutzutage fest in weiblicher Hand. Auch Sachbücher, sofern sie psychologische Hilfe, Diättipps oder Lebensberatung anbieten, verkaufen sich ordentlich.

Es wird Zeit, die Hofberichterstattung zu beenden und den Verleger mit ein paar Fragen zu kitzeln, die ein wenig tiefer in sein Gemüt blicken lassen. Bei aller Eloquenz, mit der er über für ihn unangenehme Fragen hinweg geht, sollen doch auch ein paar Lücken in der Selbstinszenierung auftauchen, die Welkenbaum als Menschen mit Fehlern und Schwächen sichtbar machen. Zuerst werde ich ihn daher ein wenig über seine Beziehungen und dann über seinen Alltag ausfragen.

Karl-Heinz Welkenbaums Schreibtisch. Da er keine Gleitsichtbrillen tragen möchte, hat er überall in seiner Wohnung in Griffweite Brillen liegen. Insgesamt sind es sicherlich um die zwanzig Lesebrillen und einige für die Ferne.

*

Rosmarinkatze. Herr Welkenbaum. In welcher Beziehung stehen Sie zu ihren Autoren?

Welkenbaum. Da gibt es keine allgemeine Antwort. Ich bin auf jeden Fall niemand, der ihnen bei allen Schreib-, Lebens- und sonstigen Krisen mit väterlichem Rat zur Seite steht. Dieses Gejammere auf hohem Niveau vermeide ich so gut wie möglich. Dafür habe ich meinen Lektor, Dr. Jochen Philipp Engold, der mit einer gerade zu legendären Geduld ausgestattet ist und die meisten Probleme ohne meine Unterstützung bewältigen kann. Er kann so sanft mit ihnen umgehen wie ein Erzieher in Kindergarten – was er im Grunde auch irgendwie ist. Schriftsteller sind wie Kinder, die aus dem Hort eine hässliche Bastelarbeit oder eine geschmierte Wachsmalkreidenzeichnung heimbringen und nichts anderes als ein überschwängliches Lob erwarten. Aber es ist immer wieder interessant, wie es Jochen gelingt, durch ein paar wenige Eingriffe und Umstellungen aus diesen Scheußlichkeiten ein Meisterwerk zu formen und die Autoren glauben zu lassen, dass alles ihr eigenes Genie ist.

Rosmarinkatze. Ist es wahr, dass die meisten Autoren trinken?

Welkenbaum. (lacht) Das ist wohl ein wenig übertrieben. Allerdings steckt zumindest bei den Belletristikern auch ein Körnchen Wahrheit darin. Schreiben ist doch wahrscheinlich nach Leuchtturmwächter der einsamste Job der Welt und alle familiären und freundschaftlichen Beziehungen leiden darunter – falls es dem in aller Regel egozentrischen, oft auch soziopathischen Schriftsteller überhaupt gelingen sollte, irgendeine feste Beziehungen einzugehen. Da hilft der Alkohol oft ganz gut. Die meisten haben sich jedoch so weit unter Kontrolle, dass sie erst nach einem erfüllten Arbeitstag zur Flasche greifen, um die sinnlose Leere ihres Daseins und die Stunden fern von dem bedrohlichen, leeren Blatt abzumildern. Die sind alle kleine Hemingways. Sie leiden wie Thomas Mann unter der eingebildeten Kluft zwischen Leben und Kunst. Ach, ja … Aber das war jetzt auch ein wenig polemisch und ich mag meine Autoren wirklich.

Rosmarinkatze. Das ist jedoch kein nettes Bild, das Sie da von ihnen zeichnen. Schließlich leben Sie ja auch von diesen „Soziopathen“. Ich habe gehört, dass Sie selbst ein begeisterter Freund von schottischem Single-Malt-Whisky sind und Ihre Beziehungen zu Frauen – nun ja -, kompliziert seien.

Welkenbaum. Ich bin auch ein großer Bewunderer von Hemingway. Vergessen Sie seine Romane. Aber wenn Sie ein paar seiner Reportagen oder Kurzgeschichten gelesen haben, dann werfen Sie die Hälfte der zeitgenössischen Bücher in den Müll; vor allem die unserer deutschen Autoren. Einen jungen, deutschen Hemingway, den würde ich gerne verlegen; das wird jedoch ein feuchter Traum bleiben. Was meine zwei Ehen und meine … Freundschaften betrifft, auf die Sie wahrscheinlich anspielen und meinen allabendlichen Alkoholkonsum -, nun, ich bin kein Wüstling oder Säufer, sondern, ich sagte es schon, ein Connaisseur. Ich genieße die vielfältigen Möglichkeiten, die mir das Leben bietet und die Gesellschaft und Konversation mit einer schönen Frau wie Sie es sind, meine Liebe. Wenn ich dann noch ein Glas Aberlour A’Bunadh Batch No. 50 in der Hand halte und seine Aromen nach Sherry, Orange und Haselnuss genieße, dann habe ich den Eindruck, dass die Welt besser ist, als sie uns das Fernsehbild ins Haus liefert. Aber ich weiß. In unserer ach so politisch korrekten Gesellschaft, in der ich mich manchmal wie ein Barockmensch fühle, der versehentlich in die Wells’sche Zeitmaschine geklettert ist und nun vierhundert Jahre zu spät existieren muss, bin ich ein Fossil, eine aussterbende Art. Honi soit qui mal y pense.

Rosmarinkatze. Ein Barockmensch zu sein, das kann man sich doch heute nur noch erlauben, wenn man es sich auch leisten kann. Sind Sie reich, Herr Welkenbaum?

Welkenbaum. (überlegt lange) Manche würden mich so nennen. Mit meinem Verlag verdiene ich kein Geld. Wie ich vorhin erzählte, verweigere ich mich den Neuen Medien, der Feuilleton ignoriert meine Autoren, weil ich die Kritiker nicht besteche und die Verkäufe decken gerade mal so unsere Honorar- und Produktionskosten. Die Löhne meiner Angestellten bezahle ich aus meinem eigenen Portefeuille. Der Welkenbaum-Verlag war einer der ersten Verlage, die nach dem 2. Weltkrieg von der amerikanischen Militärregierung eine Lizenz bekamen. Mein Vater Oswald Welkenbaum war mit dem großen Kurt Desch befreundet. Aber schon in den Fünfzigern und Sechzigern hatte er nur einen geringen wirtschaftlichen Erfolg, da mein alter Herr es versäumte, ins Taschenbuch-Geschäft einzusteigen, das er ähnlich misstrauisch beäugte wie ich als sein Nachfolger die E-Books. Die Väter genießen die Trauben und den Söhnen werden die Zähne stumpf, heißt es in der Bibel. Ich bin ihm im Laufe der Jahre vielleicht ähnlicher geworden, als ich dachte. Auch wenn er nie einen Lagavulin, sondern immer nur Racke Rauchzart trank. (kichert) Mein Vater leistete sich den Verlag auch nur als Hobby. Er war ein vermögender Mann und ich bin einer aus der Erbengeneration, den die Linke so verachtet, obwohl ich in den stürmischen Achtzigern einige ihrer bedeutendsten Autoren verlegt habe. Also gut. Sagen wir, ich bin reich; obwohl der größte Teil meines Vermögens in den Händen meiner beiden Ehefrauen ist. Die übrigens recht vreschwenderisch mit ihm umgehen.

Aber wollen wir nicht lieber über Literatur reden? „Die Welt der Kunst und Fantasie ist die wahre, the rest is a nightmare,“, wie Arno Schmidt mal gesagt hat, der übrigens nicht nur seltsam bescheuerte, aber ungeheuer liebenswerte Bücher schrieb, sondern – sondern, so wie Sie, Verena, – auch hübsche Fotografien machte.

In der nächsten Woche spreche ich mit Karl-Heinz Welkenbaum über die Ignoranz der Kritik, über den Lyriker Heinz August Dressler, Welkenbaums Niederbayerisches Domizil und die Menschen dort. Und wir reden über mein Buch „Die Rosmarinkatze“.

Das erste Buch mit meinen Gedichten wird Mitte nächsten Jahres im renommierten Münchener Welkenbaum-Verlag erscheinen. Ich bin schon ganz aufgeregt … 

 

 

Beitragsnavigation