30.03.21 – The rites of spring

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Dienstag, 30.03.21

Liebe Leserin,

kaum sind Ende März die Uhren vorgestellt und ein paar erste warme Sonnenstrahlen haben die Spinnweben und Depressionen dieses Winters aus den unaufgeräumten Rumpelkammern in meinem Kopf vertrieben (1), dann geht mit Frau Klammerle etwas Seltsames vor. Frühjahrsmüdigkeit ist ihr ein Fremdwort. Im Gegenteil, sie explodiert dann förmlich vor Tatendrang und Energie. Das Haus muss gesäubert und vom Dachspitz ganz oben bis hinab in die staubigen Kellergewölbe grundgereinigt werden, Altes entsorgt und Neues angeschafft, hier geputzt, dort drübergewischt, da umgestellt, dieses neu eingetopft, jenes gewienert, eines weggeschmissen, mehreres umorganisiert, umgestellt oder ausgeräumt und vieles hinterfragt werden – und erst der Garten: Ojeh! Er ist noch wintermüde und nur wenige Frühjahrsblüher strecken ihre nadelfeinen Blätter und zarten Blütenkelche aus dem schweren, noch halb gefrorenen Erdreich. Aber für Frau Klammerle hat mit einem Paukenschlag das Gartenjahr begonnen und es ist bald Ostern: Jetzt muss neu gepflanzt, angesät, gekrautet, umgegraben, geplant, gedüngt und organisiert werden. Gut, dass sich die Politiker für „Brot und Spiele“ entschieden haben und die Bau- und Gartenmärkte wieder geöffnet halten. Man könnte frech behaupten, sie übe schon einmal für ihr späteres Rentnerdasein, aber so war meine liebe Frau schon immer, wenn im Frühjahr das Thermometer die 15°C-Marke überschreitet. Sie ist da wie der Roboter in Alfred Besters empfehlenswerter Kurzgeschichte „Geliebtes Fahrenheit“, der ab einer gewissen Außentemperatur durchdreht und sich wie Oedipus selbst jagt (Die dicken, schweren Hummeln, die gerade mit dumpfen Dröhnen unser Gärtlein auf der Suche nach einer geeigneten Erdhöhle durchstöbern, scheinen gerade in Frau Klammerles Hintern zuhause zu sein).

Selbstverständlich ist es in diesen Tagen auch um meine Ruhe geschehen – allerdings nicht aus freiem Antrieb, sondern aus schlechtem Gewissen und Selbsterhaltungstrieb. Mir gelingt es einfach nicht, auf der Gartenterrasse in der Sonne zu liegen und in einem Buch zu lesen (2), während um mich herum in gefährlicher Nähe ninjamäßig mit Besen, Wischmopp, Putztüchern, Staubsauger, Kärcher, Spaten und anderen Werkzeugen hantiert und herumgewuselt wird. Zumal Frau Klammerle nicht nur stumme Impulse setzt, um mich zur Mithilfe zu bewegen, sondern auch mit ihren punktgenauen „Nikolaus, möchtest du …?“-Befehlen genaue Anweisungen erteilt. So bin ich in letzter Zeit wenig zum Lesen und kaum zum Schreiben gekommen, denn es gibt ja in diesen Frühlingstagen so viel zu tun.

urlaub2021v

Osterurlaub 2021 – Traum und Wirklichkeit

Und wir haben beide Urlaub … den wir selbstverständlich brav in Diedorf und im Weichbild von unserem Reihenmittelhaus verbringen. Wir planen nicht einmal Wanderausflüge ins verseuchte Allgäu und unsere geliebten Berge. Obwohl keiner von uns „positiv“ ist und Frau Klammerle längst durchgeimpft wurde, leben wir die vorösterlichen „Ruhetage“ gerade in selbstauferlegter, staatstragender Quarantäne. Leider sind Urlaube in Garten und auf dem Balkon nie ganz vergleichbar mit tatsächlichen in einem südlichen Ferienhaus am Meer. Auch wenn gerade das Wetter stimmt und in den nächsten Tagen sogar sommerlich werden soll: Der Alltag klebt wie Pech am Haus und – siehe oben – will gerade jetzt, wo man so viel Zeit hat, erledigt werden. Aber wir haben das klassische Brettspielen(3) neu entdeckt und können wieder unsere geniale, selbstgekochte Mittelmeerkost genießen, nachdem nun endlich die neue Küche eingebaut ist. Und gestern Abend, da saßen wir noch lange nach Sonnenuntergang vor unserem alten, kleinen Atztekenofen im Freien, testeten unseren diesjährigen Spargelwein und planten einen Radausflug, während im noch kahlen Kirschbaum unser Amselmännchen seinen Gesang anstimmte und sich Amy, die Katze, schnurrend in meinen Schoß schmiegte. Da kam für einen zeitlosen, aber allzu kurzen Moment doch so etwas wie Urlaubsstimmung auf.

Der erste Abend auf der Terrasse

Wenn ich Urlaub mache, dann versuche ich mich auch immer ein wenig mit Internet-Fasten. So auch in diesem Jahr. Ich werde bis Ende April nur sehr selten in die virtuelle Welt eintauchen und meine dortigen „Beziehungen“ pflegen. Wenn nach Ostern Frau Klammerles Frühjahrs-Quartalsfieber rapide nachlässt und wieder etwas Ruhe einkehren wird, will ich fleißig an meinen literarischen Werken basteln und feilen. Bis zum Sommer soll mit den „Bücherkellern des Vatikans“ der 4. Band von „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“ fertig werden. (4)

Ich wünsche dir bis dahin eine schöne und glückliche Zeit!Und frohe Ostern.Dein Nikolaus


(1) Gut, um ein wenig Wermut in den Frühlingscocktail zu mischen: In diesem Jahr II. der Corona-Pandemie hat des der Frühling schwer, den winterliche Trübsinn meiner Gedanken zu vertreiben. Während ich mich exakt an die Seuchenregelungen halte, meine privaten Freuden und meine sozialen Kontakte auf Null reduziert habe, mich an Ausgangs-, Kontakt- und Abstandsregeln halte, sehe ich zu, wie die große Politik eigentlich seit November den Wagen mit Schwung und Anlauf an die Wand fährt, weil die 3. Welle zufällig mit ein paar Wahlsonntagen zusammenfällt. Das macht zornig und hilflos zugleich. Nein, dieser Frühling ist in vielerlei Hinsicht ein spring of discontent.

(2) Gerade ist meine Lektüre „Herzfaden“ von Thomas Hettche. In dem Buch erzählt der Autor, der in meinem Alter ist, in manchmal allzu plakativer und manieristischer Weise, aber oft auch überraschend poetisch und tiefsinnig und damit durchaus gelungen von der Entstehungsgeschichte und den ersten Jahren der „Augsburger Puppenkiste“, die die Kindheit meiner Generation kaum überschätzbar stark beeinflusst hat. Selbstverständlich ist viel „Wahrlügen“ in dem Text, aber das ist ja nicht verkehrt. Da ich Augsburger bin und in meinem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld auch Marionettenspieler und frühere Mitarbeiter der „Puppenkiste“ sind und mitreden kann, weiß ich die manchmal vielleicht ein wenig zu aufdringliche Recherchearbeit von Hettche durchaus zu schätzen, der sich nur selten im Ton vergreift (niemand geht in Augsburg „einholen“, man „kauft ein“) und noch seltener irrt (es gibt keinen „Anna-Brunnen“).

(3) Frau Klammerle ist seit drei Monaten „Carcassone“-süchtig, seit sie dieses Spiel zu Weihnachten geschenkt bekam.

(4) Und dann spiele ich gerade wie die viele mit Animationssoftware herum und habe gerade ein Foto meiner Wenigkeit im unschuldigen Alter von 6 Jahren kurz zum Leben erweckt. Das ist ein wenig gruslig und erinnert an den „Daily Prophet“ bei Harry Potter, macht aber Spaß.

Die Chance verpasst – Postkarte DREI

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Mein lieber unbekannter Leser, liebe unbekannte Leserin!

Tja, das war’s. Seit heute kosten die E-Book-Ausgaben meiner Bücher wieder ihren alten Preis von 2,49 €. Ich wollte es nur sagen, damit später niemand enttäuscht ist. Aber eigentlich ist es vollkommen egal. Sehe ich mir die Zugriffszahlen auf meinen Blog an, spielt es überhaupt keine Rolle, was ich hier schreibe oder ankündige oder so von mir gebe. Würde ich meine Texte auf die Unterseite meines Autos (ziemlich rostig, 12 Jahre alt, 300.000 km, noch 1 Jahr TÜV. Hat jemand Interesse?) heften, würde ich mehr Leser erreichen. Ich gebe es offen zu: Meine Lustlosigkeit, diesen frustrierend erfolglosen Blog weiterzuführen, tendiert gerade gegen 0. Vielleicht ändert sich das wieder, aber irgendwie bezweifle ich es. Wenn du dich nur einmal melden würdest, liebe unbekannte Leserin, dann wäre es für mich anders. Aber du schweigst und allzu oft muss ich daran zweifeln, ob es dich überhaupt gibt.

Ich habe übrigens in meiner kleinen Sommeraktion doch einige Bücher verkaufen können – in der Hauptsache an Leute, die mir auf Instagram folgen. Dieses vielgeschmähte Selbstdarstellerportal, die sich selbst, ihr Essen oder ihre Kaffeetasse fotografieren, ist wie der laute Club neben dem Friedhof, auf dem dieser Blog und meine Twitter- und Facebook-Accounts beerdigt liegen. Auf der einen Seite braucht man als Selfpublisher offenbar soziale Medien, aber – um beim Bild zu bleiben – Instagram ist bisher der einzige Club, in den mich der Türsteher reingelassen hat und ich an der Bar ein paar (zugegebenermaßen) oberflächliche Gespräche führen kann. Das ist für mich, der ich als Autor besser ins 19. Jahrhundert gepasst hätte und gegen das Verdikt anschreibe, dass „der Roman tot“ sei, ausgesprochen paradox und verwirrend.

Noch bin ich im Urlaub. Wie du siehst, weilen Frau Klammerle und ich gerade im Spreewald, sind aber erstaunlicherweise nicht vollkommen vom Internet abgeschlossen. Das liegt am WLAN in unserer Ferienwohnung, denn einen Handyempfang gibt es hier draußen am A… der Welt nirgendwo. Allerdings auch kein Corona; was diese Gegend als Urlaubsziel gerade recht anziehend macht, obwohl es hier für einen Vegetarier die Hölle ist (Es sei denn, er ernährt sich nur von eingelegten Gurken). Du hast es schon richtig vermutet: Wir gehen hier Frau Klammerles Lieblingsfreizeitvergnügen nach, mich zu bewegen: Wir wandern, machen ausgedehnte Radtouren (Muskelkater in den Beinen), paddeln kreuz und quer durch die Spreearme (und schleppen unser Leihboot über versperrte Schleusen – Muskelkater in den Armen), besuchen die Burger Spreewald-Therme, spielen abends Mensch-ärgere-dich-nicht (Ich verliere grundsätzlich! Muskelkater im Gehirn) und trinken abgrundtief grauenvolles „Gurkenradler“, das neben schlechtem Bier tatsächlich gezuckertes Gurkenwasser enthält. Wir haben einen Ausflug nach Berlin gemacht und standen wegen den Aluhut-Idioten und Nazis, die am Wochenende den Bundestag stürmen und die Diktatur der Vollpfosten ausrufen wollten, lange im Stau. Oh, wie ich diese Arschlöcher hasse! Ich könnte kotzen, wenn ich nur an sie denke und bevor ich einem von diesem Gesocks und der AfD die Hand reiche, würde ich sie mir lieber abhacken! (Wie gesagt, es hat Vorteile, dass niemand diesen Blog liest. Ich kann schreiben, was ich will) Ruhig Blut! Ende dieser Woche brechen wir dann hier unsere Zelte ab und machen noch ein Wanderwochenende im Fichtelgebirge, das günstig auf halber Heimatroute liegt.

Dann erwartet mich wieder mein Brotjob, für den obiges Foto eine gute gute Metapher ist. Ich bin irgendwie der Falsche am falschen Ort und niemand holt mich hier raus! Die Aufnahme entstand freilich nicht im Spreewald, sondern im August 2019, jener unbeschwerteren Zeit, als wir unseren Sommerurlaub am Iseosee in der Lombardei verbrachten. Ich denke mit einer Mischung aus Trauer und Sehnsucht daran. Trauer, wenn ich bedenke, was der Gegend während der Pandemie an Leid geschah und Sehnsucht, weil ich mich so sehr danach sehne, wieder nach Italien fahren zu können. Dort gehöre ich hin: In die Hitze eines toskanischen Nachmittags, in den Schatten unter einem silberblättrigen Olivenbaums, während ein leichter Wind vom Meer heraufweht und den Geruch von Salz, Thymian und Wacholder mitbringt. Vor mir auf dem Tisch, an dem ich an meiner Schreibmaschine an meinem Roman „Aber ein Traum“ (Wird Ende dieses Monats veröffentlicht!) tippe, stehen ein Glas herber, tanninreicher Rotwein, Weißbrot und ein paar Brocken gereifter Pecorino aus Pienza. Frau Klammerle sonnt sich hinten am Pool unseres Feriendomizils. Kein Muskelkater: Es ist viel zu warm, um zu radeln oder zu denken. Vielleicht bleiben wir auch für immer.

Ach, ja …

Zum letzten Mal Grüße aus dem Urlaub,

Dein Nikolaus

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Meine 12 E-Books ersetzen eine ganze Bibliothek und sind eine enorme Gewichtsersparnis.

Grüße aus dem Urlaub,

Euer Nikolaus

 

PS. Ich lasse mir gerade einen Urlaubsbart wachsen. Erschreckend, wie weiß er ist. Frau Klammerle lästert den ganzen Tag.

Sommerangebot: Alle E-Books für 99 Cent!

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Alle Jahre wieder: Der Sonnenhut blüht und der Blog ruht

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Der Sonnenhut vor dem Haus blüht. Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen ist die Pflanze, die nun bis in den Oktober hinein unermüdlich blühen wird, eine Schönheit, die meinen Vorgarten veredelt. Aber ihre üppige Blüte läutet gleichzeitig den Spätsommer in meiner Gartenwelt ein. Die Tage werden bald spürbar kürzer, die Nächte kühl. Die bienenfleißigen Diedorfer Bäuerlein haben bereits ihr Getreide eingefahren und graben die Stoppelfelder um. Nebelbänke hängen am Abend über der Schmutter und die Spinnen flechten ihre von Tautropfen funkelnden Netze zwischen den Büschen, von denen manche bereits ihre Blätter verlieren. Bald gibt es wieder Federweißen und Zwiebelkuchen zu kaufen. Gefühlt hat dieser Sommer gerade erst gestern begonnen und nun naht bereits der Herbst dieses paradoxerweise auch endlosen Jahres 2020.

Je länger dieser etwas unbeständige und merkwürdige, aber auch der Pandemie zum Trotz wunderschöne Sommer andauert, umso weniger Lust verspüre ich, mich in mein stickiges Autoren-Kämmerchen zurückzuziehen und für meinen Blog Glossen und Artikel zu schreiben und auf Facebook und Instagram zu posten (1). Ich habe den Eindruck, dass du, mein lieber Freund und Follower, kaum mehr Freude daran hast, meine wirren Kopfgeburten zu lesen, denn im Sommer sind wir ja doch mehr (schwitzender) Körper als Geist. Literatur und Nachdenklichkeit passen besser in den Herbst und zu den langen, dunklen Winterabenden.

Mach es wie Amy.

Deshalb ist es für mich wie in jedem Jahr höchste Zeit, mich ein, zwei Monate im Internet ein wenig rar zu machen.  Denn das Erblühen meiner Echinacea Ende Juli ist noch ein anderer Markierungspunkt. Ich werde mir meinen alljährlichen Sommerurlaub gönnen. Wie in jedem Jahr sind für mich auch heuer die Monate August und September eine Zeit der Ruhe und Besinnung, bedeuten mir Entschleunigung und Erholung (und eine Phase des mönchischen Abnehmens; denn als personifizierter Jojo-Effekt habe ich mal wieder ein paar Kilo zuviel auf den Rippen). Frau Klammerle und ich werden ausgiebig Urlaub machen(2), wir renovieren unseren heruntergekommenen Balkon und ich werden den ersten Entwurf meines neuen Romans „Mánis Fall“ zuende führen (zumindest habe ich das vor). Und ich werde auf unserer Gartenterrasse mit einem Glas Wein in der Hand sitzen, mich ein wenig über die Mücken ärgern und in die Abendstille hinein träumend dabei zusehen, wie sich die Welt auch ohne mich drehen kann. Wenn du dich zu mir setzen möchtest, dann komm doch einfach vorbei! Meine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken aber werde ich fast vollständig einstellen und ein analoges Leben führen. Du musst dir Nikolaus Klammer in den nächsten Monaten als einen glücklichen Menschen denken. Es kommt nun für meine Familie und mich die schönste Zeit des Jahres. Um es mal wieder mit Green Day zu sagen: Wake me up when september ends, dann lesen wir uns – hoffentlich gesund – wieder. Ich wünsche dir, du kannst diese Monate ebenso genießen wie wir.

Um dir den Entzug vom täglichen Klammer-Posting zu erleichtern: Es ist ebenfalls meine Tradition geworden, dass ich meine E-Books den ganzen August über verbilligt anbiete. Sie kosten ab nächster Woche in allen Shops im Internet oder beim Buchhändler deines Vertrauens nur noch 99 Cent! Das ist doch mal wirklich ein Angebot, das man einfach nicht ablehnen kann! Also, falls du noch Lücken in deiner Nikolaus-Klammer-Sammlung hast: Jetzt kannst du sie schließen. Einmal einen Eiscafé beim Italiener genießen, ist teurer und die Lektüre meiner Bücher ist genauso lecker und hält dabei länger vor.

Wenn du mich also wirklich vermisst: Meine Bücher sind eine ideale und unterhaltsame Sommerlektüre, egal, ob du sie auf dem Balkon, am Strand, auf einer Berghütte oder in einem Café liest. Ich würde mich freuen.

Meine zwölf E-Books sind vom 01. bis zum 31. August 2020 bei allen Buchhändlern zum Sonderpreis von 0,99 € erhältlich.

Habe eine schöne Zeit,

Dein Nikolaus


(1) Wenn du mir dort folgen möchtest: Nikolaus M. Klammer auf Facebook oder Niklas Klammer auf Instagram

(2) Ich glaube zwar, dass inzwischen jedes Südtiroler Hotel mir eine Werbe-Email gesendet hat, aber wie viele andere bleiben auch wir in diesem Jahr lieber in den heimatlichen Grenzen. Zuerst werden wir im Berchtesgadener Land Bergwandern gehen – sofern das Wetter es erlaubt – und später dann zwei Wochen in Burg im Spreewald paddeln, radfahren und „unser Leben chillen“. Zwischendrin erkunden wir unsere Bayerische Heimat und treiben uns zwischen Schwäbischer Alp und Fichtelgebirge herum.