Aber ein Traum …

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Sonntag, 12.05.19 – Am Muttertag ist das Internet zu Besuch

Sonntag, 12.05.19

Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand. – Fontane

Dieser hier in Diedorf vollkommen verregnete und mehr als scheußliche Muttertag hat mir laut WordPress-Statistik auf diesem Blog bereits am Vormittag einen grotesk hohen Besucheransturm beschert, der die alte Rekordmarke vom Juni 2013(!) um Längen ausradiert hat. Da jedoch keine aktuellen Artikel aufgerufen, Kommentare geschrieben und keine Links verfolgt werden und dazu auch meine Followerzahlen insgesamt rückläufig sind, muss ich davon ausgehen, dass es sich nur um einen hartnäckigen Suchmaschinen-Bot handelt, der mich indexiert und  heute diesen steilen Berg an Zugriffen erzeugt, den ich manchmal in einem Monat kaum erklimmen kann. Dieser für mich insgesamt recht traurige Tag ist also nur ein Scheinriese; eine statistische Signifikanz, die ich aus den ansonsten eher ernüchternden Zahlen herausrechnen muss. Morgen kehrt sicher wieder Ruhe ein und meine beruhigende Grundannahme, dass ich hier in erster Linie allein und ohne Publikum für mich persönlich schreibe, bleibt unberührt. Ich muss mir also weiterhin keine Gedanken darüber machen, ob meine Notizen politisch korrekt und genderkonform sind oder jemanden triggern, beleidigen oder angreifen könnten.

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Meine Mutter ist 90 Jahre alt. Seit gut zehn Jahren „lebt“ sie in einem Pflegeheim und ist seit langer Zeit so dement, dass sie das vegetative Leben einer Zimmerpflanze führt. Sie erkennt niemanden, kann sich nicht artikulieren oder Wünsche äußern und starrt von dem Platz, an den sie von der Pflegerin gesetzt wurde, solange in die Unendlichkeit, bis sie einschläft oder weiterbewegt wird. Wenn man sie nicht füttern und ihr eine Schnabeltasse an die Lippen halten würde, wäre sie schon längst verhungert oder verdurstet. Ich weiß nicht, ob sie sich in diesem Zustand wohlfühlt; ich hoffe es, auch wenn ich es bezweifle, denn in den ersten Jahren ihres Pflegeaufenthalts war sie von einem Wahn beherrscht, der ihr unablässig die grauenvolle, zerstörte Umgebung des Berlins des 2. Weltkriegs vorspiegelte. Dies mündete in einem alles beherrschenden Fluchtinstinkt, der sie wie Rilkes Panther unermüdlich tage- und nächtelang auf den Gängen des Altersheims hin- und herwandern ließ, bis sie endlich – endlich! – zu müde dazu wurde.

Ich werde sie heute nicht besuchen, denn diese inzwischen auf die Knochen abgemagerte, katatonische Erscheinung in ihrer Bettengruft ist für mich nicht mehr meine Mutter. Sie selbst hat diesen Körper längst verlassen, stelle ich mir vor; ihre Seele – falls es so etwas überhaupt gibt -, funkelt nicht mehr hinter ihren trüben, erloschenen Augen. Es würde ihr nichts bedeuten, wenn ich heute bei ihr wäre, aber für mich würde es ein Messerstich ins Herz sein, dem ich mich nicht aussetzen will, weil diese kaum verschorfte Wunde sonst niemals heilen kann. Bin ich deshalb ein schlechter Sohn? Ich weiß es nicht. Aber ich bin heute mit meinen Gedanken bei ihr, bei dem Menschen, der sie einmal war und den ich liebe.

Meine Mutter im Januar 1993 in ihren selbstgestrickten Hausschuhen in unserer kleinen damaligen Wohnung in Augsburger Jakober Vorstadt. Im Vordergrund steht mein in seiner Kindheit stets gutgelaunter Sohn Nr. 1, der hoffentlich nicht vergessen hat, seiner Mutter heute nachmittag ein Geschenk vorbeizubringen. Schließlich hat sie in froher Erwartung zwei leckere Kuchen gebacken. Der von allen Kindern heißgeliebte „Mike-Hammer“-Hut, der meinem Ego so wohl tat, wenn ich ihn aufsetzte, existiert leider nicht mehr.

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Im Rückspiegel betrachtet …

Ich weiß nicht, welchen Grund die Römer 154 v. Chr. hatten, ihren Jahresanfang vom 1. März ausgerechnet auf den 1. Januar vorzuverlegen; mitten hinein in eine Phase der amorphen Bewegungslosigkeit, Kälte und Düsternis in der Natur, in der zumindest ich mir kaum vorstellen kann, dass es irgendwann auch mal wieder Frühling oder gar einen Sommer gibt. Der nasskalte und triste Anfang von 2019 setzt da keine eigene Duftmarke. Er beginnt, wie 2018 gestern endete – abweisend, neblig und feucht schält er sich nur mühsam aus der viel zu engen und nach Schießpulver stinkenden Düsternis der Silvesternacht. Doch er ist zumindest um diese Uhrzeit, in der ich dies schreibe, geduldig, still, abwartend, der milchige, von Ascheschlieren durchzogenene Himmel so gleichmäßig und rein wie ein Malgrund. Die Palette des Morgens, den das Neue Jahr darauf entwirft,  sind ausgewaschen und bleich – wie auf einem alten Foto. Es ist, als würde es sich für 2019 im Augenblick noch nicht lohnen, für die wenigen Wachen wie mich neue, leuchtende Farben anzumischen und sie auf dem Malgrund zu verteilen.

Katze Amy übrigens, die die halbe Nacht ängstlich zusammengekauert auf den Stufen zum Keller verbrachte und zitterte, ist wieder auf der Höhe und checkt gerade ihr Revier ab. Frau Klammerle schläft den Schlaf des aufrechten Gutmenschen, die in der Nacht wieder Leben rettete. Und ich? Ich sitze vor meinem PC, trinke schwarzen Kaffee(1) und fülle Papiertaschentücher und diese weiße Seite vor mir auf dem Bildschirm mit dem Rotz der Vergangenheit, versuche heute einen anderen Ansatz als gestern Nachmittag. Ich werde mich über die Statistik an die ernüchternden Tatsachen dieses Blogs annähern. Es sind ein paar rohe Zahlen, die rosiger aussehen, als sie es in Wirklichkeit sind:

2018 war das Jahr mit den meisten Aufrufen und auch den meisten Besuchern auf „Aber ein Traum“, der seit Mai 2013 existiert. Allerdings wurde meine Seite übers Jahr immer wieder von Suchmaschinen indexiert (allein im Februar hatte ich über 500 Zugriffe aus Singapur) und tagtäglich von Bots und Spammern besucht – auch bei denen hatte ich mit 915 Kommentaren einen neuen Jahresrekord. Das Bild oben sagt also wenig über die tatsächliche Besucherzahl aus. Ich schätze aber, es waren nicht mehr als zwei oder drei pro Tag – höchstens! Aber vielleicht waren es doch mehr als in den Jahren zuvor; ich nehme es mal als kleinen Erfolg. Die Zahl der Follower ist erwartungsgemäß kaum gestiegen, mehr als die momentanen 136 sind für mich offenbar nicht drin und die Tendenz ist eher fallend. Mein Blog dümpelt also weiterhin auf niedrigem Wasserstand und wäre ich nicht so hartnäckig von der Qualität meiner Beiträge überzeugt – es waren im letzten Jahr übrigens stolze 161 Blogartikel – und würde nicht soviel Arbeit investieren, wäre er schon lange auf Grund gefahren wie so viele andere Blogs. Der Tod der Kunst ist die Interesselosigkeit der Leute – das gilt vor allem für Deutschland. Unter den 136 Followern gibt es etwa zehn, die mich hier auch tatsächlich besuchen und lesen. Seid mir deshalb besonders herzlich gegrüßt, für euch mache ich das – auch 2019! Die anderen Follower sind unsichtbare und ungreifbare Phantome, deren Gründe, mir auf meinem Weg als Autor zu folgen, vollkommen schleierhaft sind. Auf den anderen social medias, von denen man mir dringend riet, sie als Autor zu benutzen, sieht es übrigens noch düsterer aus, denn dort folgt mir kein einziger, der sich für mich und meine Literatur interessiert, sondern nur Personen, die auf sich selbst aufmerksam machen wollen und nach „Gefällt mir“ fischen: Auf meiner Facebookseite folgen mir 7, auf Twitter 31 und auf Lovelybooks 2 Personen. Wahrscheinlich werde ich diese Präsenzen im neuen Jahr dichtmachen. (Nein, ich habe kein Instragram, warum auch?)

Schaue ich auf die Aufrufe der einzelnen Beiträge, so ergibt sich erstaunliches:

Lasse ich mal die Klicks auf die Startseiten weg (Startseite, Lesen, Der Blog etc.), dann war mit 146 Aufrufen der erfolgreichste Artikel 2018:

Ein Unfall auf Madeira

Wie ist das möglich? Dieser Text vom April dieses Jahres wird fast täglich geöffnet und zwar in erster Linie von Portugal aus, das deshalb in meiner Länderstastik noch vor der Schweiz und Österreich rangiert. Auch heute wurde der „Unfall“ bereits schon einmal aufgerufen. Das liegt mit Sicherheit nicht am Inhalt, sondern an dem Titel, der erstaunlicherweise zu einem hohen Ranking auf der portugiesischen Google-Seite geführt hat und deshalb immer wieder angeklickt wird. Traditionell weit oben findet sich auch mein erfolgreichster Text im Internet, meine etwas halbgare und schon vor 20 Jahren aus dem Handgelenk geschüttelte Satire

Der Fremde – Eine Kurzgeschichte

Auch hier habe ich den Titel in Verdacht, für den Erfolg verantwortlich zu sein. „Der Fremde“, das passt in die migrationsfeindliche Stimmung im Land und ruft dazu alle auf den Plan, die kostenfrei Albert Camus lesen wollen und aus Versehen bei mir landen. Die Nummer Drei hat wieder ein Text aus 2018 eingefahren. Es ist mein streitbares Essay über

Meine Probleme mit der Lyrik.

Erstaunlich, dass es tatsächlich Menschen da draußen im Land gibt, die das interessiert. Leider ist es mir auch hier nicht gelungen, mit diesen Personen ins Gespräch zu kommen. Meine Texte werden selten bis nie kommentiert. Den 4. Platz will ich noch erwähnen, denn meinen alten Freund Hans-Dieter Heun, der diese Geschichte schrieb, wird es tierisch freun:

Auf Kur – Eine Kurzgeschichte

Diesen Text habe ich als Gastartikel hier bereits am 1. April 2014 veröffentlicht und er ist seitdem in jedem Jahr unter den Top Ten. Auch das liegt leider eher weniger an der  bemerkenswerten Heunschen Sprachgewalt, als an den Suchmaschinen und den Menschen, die sie für merkwürdige Dinge benutzen. Die kleine Geschichte ist die unanständigste, die man auf meinem Blog finden kann und enthält zuhauf die Reizwörter, die Männer eben so eingeben, wenn sie zu später Stunde im Internet surfen und Entspannung suchen. „Kurschatten“ ist z. B. einer der häufigsten Suchbegriffe, über die Leute auf meinen Blog kommen. Wobei die am meisten in Google eingetippten Wörter, die Suchende zufällig auf meine Seite brachten, „beilaufig hemds“ (???) waren. Der merkwürdigste Suchtext war folgender: „wie kann es sein wenn mit seinen mann telefoniert und mann sieht mann sie und gegen abend blau anlauft und schleim aus dem mund kommt?“ Ich glaube, beiden konnte ich nicht wirklich helfen.(2)

Doch genug von trockenen Zahlen. Ich werde jetzt einen ausgedehnten Neujahrsspaziergang machen und versuchen, meine verstopfte Nase wieder freizubekommen. Dann geht die Arbeit weiter: Dr. Geltsamer wartet ungeduldig in den Kellerverliesen des Vatikans auf mich.

Bis bald, liebe Freude! Einen wundervollen, friedlichen und harmonischen Jahresbeginn wünscht euch

Nikolaus

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(1) Ich trinke normalerweise meinen Kaffee mit viel Milch, aber die habe ich vorhin vergessen und jetzt habe ich einfach keine Lust, wieder vom Arbeitszimmer in die Küche hinunterzulaufen, denn das würde den gerade sprudelnden Fluss meiner Gedanken versiegen lassen.

(2) Ich sollte vielleicht mal das Experiment machen und ein paar nicht jugendfreie Wörter als Schlagwörter oder Titel benutzen. „Geile Möpse“ statt „Im Rückspiegel betrachtet …“ würde die Zugriffe auf meinen Blog mit Sicherheit durch die Decke gehen lassen. Allerdings käme niemand, der sich für meine Literatur interessiert.

 

 

Ich will das wissen: 130 Phantome

Die Statistik von WordPress behauptet einfach,(1) es würden 131 Leute meinem Blog „Aber ein Traum“ folgen. Das ist eigentlich eine tolle Zahl, aber mindestens 120 dieser „Follower“ schauen hier niemals vorbei, kommentieren nicht und drücken auch nicht nebenbei den „Gefällt mir“-Knopf. Sie sind nicht mal stumme Connaisseure, sondern schlicht nicht existent. Nun, ich vermute mal, dass die Hälfte der 131 „Follower“ ähnlich wie bei Facebook computergenerierte Bots sind oder Personen, die ihren eigenen Blog längst aufgegeben haben und damit nur als „Karteileichen“  meine Statistik aufhübschen. Von den restlichen „Followern“ werden wohl 50 bis 60 mir nach dem Twitter-Prinzip folgen, um für sich selbst zu werben; in der Hoffnung, dass ich es auch mit ihnen mache und dann auf ihrer Seite Kommentare und „Gefällt mir“ verteile – als wäre die Bloggerei ein Basar, auf dem man Gefälligkeiten handelt. Was ich hier schreibe, ist ihnen mit ziemlicher Sicherheit vollkommen egal. Ich könnte an dieser Stelle auch Katzenbilder posten oder Strickanleitungen oder Pornografie. Wahrscheinlich hätte ich dann noch mehr Phantom-Follower.

Selbstverständlich tappe ich mit meinen Vermutungen vollkommen im Dunkeln und würde gerne wissen, ob meine Mutmaßungen über die Zombies in meiner Followerliste ins Schwarze treffen. Jedoch … die, die ich fragen will, werden auch das hier nicht lesen, weil sie meine Seite niemals besuchen. Die Schlange beißt sich letzlich in den Schwanz; dieses Rätsel werde ich nicht lösen können.

Tatsächlich wäre ich die Pseudofollower gerne los, aber ich weiß nicht wie. Habt ihr ein paar Vorschläge?

Auf jeden Fall poste ich jetzt noch ein Bild von meiner Katze. Wer auf ein paar Nackte gehofft hat, den muss ich leider enttäuschen.(2)

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(1) Ich weiß nicht, ob die WordPress-Statistiken alle mit der neuen EU-weiten DSGVO konform sind und ich habe auch keine Lust, mich mit diesem Mist auseinanderzusetzen.

(2) Und stricken kann ich auch nicht.

Die drei beliebtesten Blogbeiträge

2017 ist nun doch vorbei und es war im Privaten und im Rückblick betrachtet weder mein bestes noch mein schlechtestes Jahr. Ich habe zum ersten Mal in meinem Autorenleben einige von meinen Büchern als sog. Selfpublisher veröffentlicht, von denen sich zumindest die Bände der Geltsamer-Reihe ab und an verkaufen lassen (in der nächsten Woche beginne ich übrigens mit dem Vorabdruck des 3. Bands: „Das Gulag des Dmitri Alexandrowitsch Krakow“) und habe von den Lesern auch einige ordentliche Kritiken bekommen.

So sieht die Kritik-Sterne-Ausbeute momentan bei Amazon aus.

Dieser Blog hier hatte mit 2200 Besuchern etwa 15 % weniger Zugriffe als im letzten Jahr, insgesamt waren es seit dem Mai 2013, dem Gründungstag des Blogs, 13.500 Aufrufe. Mir folgen hier 123 Blogger – von 99 % dieser Follower höre ich allerdings nie etwas. Insgesamt kann man nicht behaupten, dass der Blog erfolgreich sei, aber das ist ja auch nicht der Grund, aus dem ich ihn führe. Nebenbei: Ich gestalte noch einen 2. Blog, nämlich rosmarinkatze.wordpress.com, der zum Gesamtkonzept der Geltsamer-Romane gehört und vorgeblich von einer der Hauptpersonen dieser „Trilogie in 5 Bänden“ geführt wird; dieser Blog hatte seit seiner Gründung im Mai 2017 insgesamt 160 Aufrufe, aber über 600 (!) Spamkommentare; also ungefähr 3 pro Tag. Wenn das kein Erfolg ist! Ich vermute, diese Spam-Schwemme in Monty-Python’schem Ausmaß liegt wahrscheinlich darin begründet, dass ich dort vorgebe, die blonde und etwas naive Dichterin Verena Salva zu sein und die vorwiegende Farbe des Blogs rosa ist.

Die im Jahr 2017 am häufigsten aufgerufenen Texte auf meinem Blog sind:

1. Der Fremde – Kurzgeschichte https://klammerle.wordpress.com/2013/07/01/der-fremde-kurzgeschichte/

2. Rache – Kurzgeschichte https://klammerle.wordpress.com/2013/11/04/rache-kurzgeschichte/

3. Minnedichtung – Essay https://klammerle.wordpress.com/2013/07/04/minnedichtung-ein-essay-i/

danach folgt nur leicht abgeschlagen:

4. Der Oktopus – Ein Capriccio https://klammerle.wordpress.com/2013/06/05/der-oktopus-ein-capriccio-a-la-heun/

Warum es ausgerechnet diese Texte sind, die hier die Rangliste anführen, weiß ich nicht. Meine persönliche Bestenliste sähe vollkommen anders aus. Interessant ist, dass alle diese Texte aus dem Jahr 2013 sind – warum auch immer …

Nun, vielleicht findet an diesem milchweißen Neujahrstag ja jemand die Ruhe, diese Geschichten zu lesen (sie sind alle nicht sehr lang) und mir zu erklären, was sie so herausragend macht.

Bis bald auf diesem Blog,

Euer Nikolaus

Hinein ins 5. Jahr – Ein Blogjubiläum und ein paar Zahlen.

So vergeht die Zeit …

Als ich vor genau 4 Jahren mit einem kurzen Text über E. A. Poe diesen literarischen Blog „Aber ein Traum“ startete, geschah dies aus aus einer Augenblickslaune und eher zufällig. Doch bald wurde es mir zur tagtäglichen Angewohnheit, in ihm über meine Literatur und mein Leben zu schreiben, hier meine Texte zu veröffentlichen und eine Art von Tagebuch zu führen.

Bis zum heutigen Tag habe ich Woche für Woche für Woche insgesamt weit über 1.000 Beiträge für ihn erstellt und 800 Fotos hochgeladen. Der Blog wurde 12.000 mal aufgerufen, die Artikel bekamen gut 1.000 „Gefällt mir“ und wurden knapp 300 mal kommentiert (dazu kommen übrigens noch einmal weit über 500 Spam-Kommentare). Im Moment folgen dem Blog 117 andere Blogger, von denen allerdings höchstens 5 hier mehr oder weniger regelmäßig vorbeischauen. Im Durchschnitt bekommt der Blog am Tag 8 Besuche (etwa die Hälfte davon sind Suchmaschinen, Bots und Spammer), die Tendenz ist langsam fallend. Trotzdem bin ich ein wenig stolz auf meinen Blog.

Zusammengefasst: Ich habe weiterhin Spaß an der Sache, aber das Internet ist kein Ort, in dem ich Leser oder Freunde finde oder gar literarischen Erfolg, auch wenn zwei meiner Bücher inzwischen als E-Book oder On Demand zu kaufen sind. (→ z. B. hier)

Trotzdem mache ich weiter: Mein nächstes Projekt wird ein Band mit den besten Glossen sein, die in den letzten vier Jahren für „Aber ein Traum“ entstanden. Im Herbst werden dann die beiden Romane, die ich hier seit längerer Zeit wöchentlich in Portionen von etwa 8 – 10 Seiten vorveröffentliche, in den Buchhandel kommen: Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren, Teil 2, und Der Weg, der in den Tag führt, das märchenhafte Prequel zu Meister Siebenhardts Geheimnis, an dessen Fortsetzung ich gerade arbeite.

 Projekte

Also, hinein ins 5. Jahr!

Euer Nikolaus

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