Aber ein Traum …

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Archiv für das Schlagwort “Haustür”

Ein paar Resümees

Das war ein spannendes Wochenende im Hause Klammerle und es wurden ein paar der Fragen beantwortet, die in den letzten Tagen gewichtig im Raum standen. Ich fasse deshalb zusammen:

1. Die neue Tür.

Sie wurde – erstaunlich genug – von Männern mit osteuropäischem Akzent ohne größere Probleme in wenigen Stunden eingebaut und auch meine chipgesteuerte Katzenklappe passt makellos (naja, ein wenig schief) in die von der Firma dafür extra offen gelassene Lücke. Sollte man für den Preis auch verlangen können. Andere Leute fahren von dem Geld einen Monat in die Karibik.

Wenn ich mich mal wieder ausschließen sollte, werde ich unmöglich durch diese massive, tresorähnliche Haustür einbrechen können. Amy (die Katze) jedoch kommt problemlos durch ihre schmale Öffnung herein und wieder heraus. Sie hat fast sofort verstanden, wie die Klappe funktioniert (im Gegensatz zu Frau Klammerle) und sie nach ein paar Lockangeboten rasch angenommen; aber sie ist jetzt der Auffassung, dass ihr (der Katze, nicht Frau Klammerle) jedesmal, wenn sie ihre Klappe benutzt, ein Katzenleckerli zusteht (siehe: Konditionierung, Pawlow, Speichelfluss). Wenn Amy jedoch jedesmal ausgiebig speist, nachdem sie ihren Eingang benutzte, wird sie bald so dick sein, dass sie wie Winnie der Puh in ihm steckenbleibt.[1]

Katzenklappe

Im übrigen kratzt sie weiterhin an der Balkon- oder Terrassentür, wenn wir zuhause sind und sie herein will. Warum sollte sie sich auch selbst bemühen, wenn das Personal anwesend ist?

Mit der Katze gibt es also kein Problem, aber vielleicht mit der Briefträgerin, denn aus verschiedenen Gründen musste ich den Briefkasten von der linken Türseite abmontieren und zur rechten wieder aufbauen. Wird sie diese Klappe am neuen Ort annehmen und benutzen oder liegt die Post ab jetzt im Vorgarten? Vielleicht sollte ich sie (Die Zustellerin, nicht die Post) mit ein paar Katzenleckerli locken? Oder mit einer Wurstsemmel (siehe: Konditionierung, Pawlow, Speichelfluss)?

2. Grillen im Regen

Gestern war das Wetter den ganzen Tag unbeständig. Am Nachmittag wurde es zwar kurz warm und sonnig, aber dann zogen Schleier und gegen sechs Uhr auch dicke Wolken vor die Sonne. Der Wind blies den ganzen Tag ein recht stürmisches Lied. Wir grillten trotzdem mutig ohne Schirm und Schutz auf unserer Terrasse. Was soll ich sagen: Es begann erst leicht zu tröpfeln, dann regnete es ins Grillgut und die Teller mit Frau Klammerles leckerem Couscous-Salat[2].

Grillen

Sekunden vor dem Regen…

Endlich war der Zeitpunkt gekommen, meine Regenschirmthese zu falsifizieren (Ja, ich habe Popper gelesen) und holte den Schirm, stellte ihn auf. Was soll ich sagen? Es hörte fast sofort auf zu regnen. Aber es blieb danach kühl und windig und insgesamt war es ein eher ungemütliches Grillen. Immerhin funktioniert unser neuer Hightech-Holzkohle-Grill perfekt. Sollte man für den Preis auch verlangen können. Andere Leute fahren von dem Geld eine Woche nach Mallorca.

Damit ist bewiesen: Grillen ohne Regen ist möglich, aber nur unter einem Schirm. Das gilt wahrscheinlich auch für Grillen mit Regen…

3. Änderung am Blog

Themenwechsel. Wie vielleicht dem einen oder anderen aufgefallen sein mag, habe ich in der rechten Spalte seit kurzer Zeit meine Leseliste gesetzt. Dort sind die Bücher zu finden, die ich gerade gelesen habe[3] und eine Schulnote in Klammern, die folgendes bedeutet:

6 Punkte = „Muss man gelesen haben!“
5 Punkte = „Sollte man gelesen haben!“
4 Punkte= „Darf man gelesen haben!“
3 Punkte= „Kann man gelesen haben!“
2 Punkte= „Kann man sich sparen!“
1 Punkte= „Sollte man sich sparen!“
0 Punkte= „Muss man sich sparen!“

Ich werde auch weiterhin, wenn ich Lust und Zeit habe, in Wochenlesen ausführliche Kritiken bloggen.

___________________

[1] Im Mosteiro de Alcobaça in Portugal gibt es zwischen Küche und Refektorium eine besonders schmale Tür, die verhindert, dass zu dicke Mönche einen Nachschlag aus der Küche holen können. Die funktioniert auch ohne Chip.

Klostertür

[2] Das Rezept rückt Frau Klammerle leider nicht raus; aber Limettensaft und unser halbes Kräuterbeet sind drin. Und Minze, ganz wichtig! Schade für den Leser; denn ihr Couscoussalat ist wirklich ein arkadisch duftender Traum von Marokko und Urlaub, der dem Gaumen schmeichelt! (siehe: Konditionierung, Pawlow, Speichelfluss)

[3] Selbstverständlich nicht alle Bücher, sondern nur die, für deren Lektüre ich mich nicht schäme. Die „unwürdigen“ Lektüren wären mal ein eigenes Thema.

Meine eigene Dummheit (Rewind) oder: Wie schnell doch so ein Jahr vergeht…

Da mir heute endlich die Handwerker mit einer neuen Tür ins Haus gefallen sind (kaum drei Monate darauf gewartet…) und gerade mit viel Lärm und metallisch beißendem Gestank das alte Aluminiummonstrum aus seinem Rahmen fräsen, fehlt mir heute die Muse (Muße?) und Ruhe, einen neuen Artikel zu schreiben. Deshalb gibt es heute Aufgewärmtes, einen „Freitagsaufreger“ vom 07. Juni des letzten Jahres, in dem ich erläuterte, wie es dazu kam, dass ich eine neue Haustüre benötigte, weil ich die alte in einem Akt von unfreiwilligem Vandalismus irreparabel beschädigte und meine Katze endlich einen eigenen Eingang braucht. Im Moment stellt sie sich noch jammernd und kratzend vor eine Tür, wenn sie rein und raus will und das soll anders werden.

Amy (die Katze) trägt inzwischen einen in den Nacken implantierten Chip, der einen Code aussendet, der sie für PETA und die NSA überall auffindbar macht und mit dessen Funkwellen sich die Katzenklappe automatisch für sie öffnet.  Wie das Ganze funktioniert, habe ich nicht vollkommen verstanden; es ist eine moderne Form des all inclusive-Armbändchens. Es soll nämlich nur Amy (und die diversen Mitbringsel, die sie dabei hat) ins Haus an ihr Futter und ihren bequemen Schlafplatz lassen und nicht irgendeine andere Katze, von denen in der Gegend einige herumspazieren. Auch Marder und Waschbären sollen draußenbleiben.

Jetzt muss Amy nur noch kapieren, dass sie durch die schmale Klappe ins Haus kann. Wahrscheinlich werde ich in den nächsten Tagen meine Freizeit vor der Öffnung gekauert verbringen und mit der heißgeliebten Katzen-Bifiwurst wedeln, um sie zu locken. Denn ich will demnächst mit Frau Klammerle in den wohlverdienten Urlaub fahren und dann soll Amy allein ein- und ausgehen können und mutig das Haus bewachen.

Amy7

Wird diese Katze clever genug sein, die Sache mit der Klappe zu verstehen?

Wir werden sehen und ich werde demnächst hier darüber berichten. Meine alte Tür wird übrigens in mein privates DOOR-ART-Museum im Keller kommen, in dem ich schon diverse Schranktüren, eine alte gußeiserne Ofentür, eine kaputte Küchen-, und eine überflüssige Wohnzimmertür exponiere. Es ist zwar etwas eng, aber diverse alte Stühle und anderer Sperrmüll sorgen dort für Gemütlichkeit.

Aber nun zum Freitagsaufreger:

*

Meine eigene Dummheit.

Sie ist manchmal grenzenlos. Ich will nicht viele Beweise anführen, um diese These zu verifizieren, denn ich möchte heute für diesen Artikel nicht die Proust-Medaille für ausschweifendes Erzählen erhalten. Fremdschämen und Schadenfreude sind nur als Fast-Food bekömmlich. Außerdem ist mir das alles wirklich peinlich und ich will niemanden mit sattsam Bekanntem belästigen – denn jeder kennt die Dummheit aus eigener Anschauung.

Ich folge hier einem Themenvorschlag von Frau Klammerle, ich solle doch mal über meine geistigen Unzulänglichkeiten schreiben.

Nehmen wir daher nur einmal die letzten Tage. Vorgestern entschloss ich mich unter konsequenter Umgehung des Gehirns spontan, alle Regeln des örtlichen GUV zu missachten und schnell mal mit der Standbohrmaschine ein Loch in einen Metallstreifen zu bohren, ohne diesen im Maschinenschraubstock vorher gesichert zu haben – tausendmal gemacht: Nie ist etwas passiert. Selbstverständlich wurde mir das Metall diesmal aus der Hand gerissen, rotierte mit 1650 rpm wie ein Hubschrauberrotor um den Bohrer. Seither kann ich nur noch mit den Fingern der rechten Hand tippen, da von den linken ein paar entscheidende Teile weggesäbelt wurden (Ich verzichte auf eine Illustration).

Gestern Vormittag nun ging ich frohgemut aus dem Haus – Pflaster kaufen und in die Arbeit fahren – und zog die Tür hinter mir zu. Sie ahnen es schon: Ich hatte mich selbst ausgesperrt. Der Sohn war in der mündlichen Prüfung, die Frau in der Arbeit, ein Handy besitze ich aus Prinzip nicht und ein dringender Termin wartete ungeduldig. Deshalb bin ich bei mir selbst eingebrochen. Ich versuchte es zumindest. Die Zahl der Einbruchsdiebstähle ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen, 140.000 Brüche im Jahr, aber wann ist schon ein Einbrecher in der Nähe, wenn man mal einen braucht?

Nach einer schweißtreibenden Weile (ja, der Sommer ist zurückgekehrt) gelang es mir, das Blech am alten Briefkastenschlitz mit Hilfe eines Besenstiels ein stückweit wegzubiegen, damit ich durch dessen Öffnung nach innen langen konnte. Was erzähle ich noch: Der Schlitz war zu klein, die Finger steckten fest – natürlich (ja, natürlich) die der linken Hand, deren Wunden wieder aufplatzten und in die Wohnung bluteten. Inzwischen standen auch schon zwei besorgte Nachbarn parat und hatten gute Ratschläge; in meiner Wohngegend macht man nie etwas unbeaufsichtigt. Deshalb wird hier auch wahrscheinlich auch so selten eingebrochen.

Dann öffnete die Nachbarin von Nebenan ihre  Tür, beunruhigt wegen des Lärms bei mir. Als ich ihr meine Lage schilderte, fragte sie erstaunt, warum ich nicht meinen Hausschlüssel benutzen wolle, den ihr Frau Klammerle für solche Fälle zum Aufbewahren überreicht habe.

Genug!

Unsere alte, hässliche Alu-Türe, die Winters innen eine Eisschicht bildet und sich im Sommer so verzieht, dass man sie mit einem Ruck aufstemmen muss, schließt nach meinem dilettantischen Heist-Movie noch immer hervorragend, aber sie ist leicht lädiert und ich muss mich mit dem Gedanken anfreunden, sie demnächst durch eine neue Tür zu ersetzen; am Besten gleich eine mit Katzenklappe, damit Amy ihr halblebendiges Spielzeug mit in die Wohnung nehmen kann.

Dabei ist mir aber die Idee zu einer neuen Kunstrichtung gekommen:

DOOR-ART!

Man braucht außer dem Medium (der Tür) nur noch einen stabilen Besenstiel, eine vom Nachbarn entliehene Kombizange und eine angstfreie, schmerzresistente Künstlerseele und kann interessante Kunstwerke mit einer Botschaft gestalten (paint it bloody red, Türen, die trennen, ein- und ausgrenzen, Knockin‘ on Klammers door, die Grenzen überwinden, das Nord-Süd-Gefälle, der Mann als Irrtum der Natur, doorway to heaven usw., usf. Mir schwirrt der Kopf vor Ideen!) – und das Ganze an der eigenen Haustüre. DOOR-ART! Die Kunst kehrt heim.

doorart

Der Freitagsaufreger (III): Meine eigene Dummheit

 Meine eigene Dummheit.

Sie ist manchmal grenzenlos. Ich brauche nicht viele Beweise um meine These zu verifizieren, denn ich möchte heute für diesen Artikel nicht die Proust-Medaille für ausschweifendes Erzählen. Fremdschämen und Schadenfreude sind nur als Fast-Food bekömmlich. Außerdem ist mir das alles wirklich peinlich und ich will niemanden mit sattsam Bekanntem belästigen – denn jeder kennt die Dummheit aus eigener Anschauung.

Ich folge hier einem Themenvorschlag von Frau Klammerle, ich solle doch mal über meine geistigen Unzulänglichkeiten schreiben.

Nehmen wir daher nur einmal die letzten Tage. Vorgestern entschloss ich mich unter konsequenter Umgehung des Gehirns spontan, alle Regeln des örtlichen GUV zu missachten und schnell mal mit der Standbohrmaschine ein Loch in einen Metallstreifen zu bohren, ohne diesen im Maschinenschraubstock vorher gesichert zu haben – tausendmal gemacht: Nie ist etwas passiert. Selbstverständlich wurde mir das Metall aus der Hand gerissen, rotierte mit 1650 rpm wie ein Hubschrauberrotor um den Bohrer. Seither kann ich nur noch mit den Fingern der rechten Hand tippen, da von den linken ein paar entscheidende Teile weggesäbelt wurden (Ich verzichte auf eine Illustration).

Gestern Vormittag nun ging ich frohgemut aus dem Haus – Pflaster kaufen und in die Arbeit fahren – und zog die Tür hinter mir zu. Sie ahnen es schon: Ich hatte mich selbst ausgesperrt. Der Sohn war in der mündlichen Prüfung, die Frau in der Arbeit, ein Handy besitze aus Prinzip nicht und ein dringender Termin wartete unduldsam. Deshalb bin ich bei mir selbst eingebrochen. Ich versuchte es zumindest. Die Zahl der Einbruchsdiebstähle ist in Deutschland in den letzten Jahren stark angestiegen, 140.000 Brüche im Jahr, aber wann ist schon ein Einbrecher in der Nähe, wenn man mal einen braucht?

Nach einer schweißtreibenden Weile (ja, der Sommer ist zurückgekehrt) gelang es mir, das Blech am alten Briefkastenschlitz mit Hilfe eines Besenstiels ein stückweit wegzubiegen, damit ich durch dessen Öffnung nach innen langen konnte. Was erzähle ich noch: Der Schlitz war zu klein, die Finger steckten fest – natürlich (ja, natürlich) die der linken Hand, deren Wunden wieder aufplatzten und in die Wohnung bluteten. Inzwischen standen auch schon zwei besorgte Nachbarn parat und hatten gute Ratschläge; in meiner Wohngegend macht man nie etwas unbeaufsichtigt. Deshalb wird hier auch wahrscheinlich selten eingebrochen.

Auch die Nachbarin von Nebenan öffnete die Tür, beunruhigt wegen des Lärms bei mir. Als ich ihr meine Lage schilderte, fragte sie erstaunt, warum ich nicht meinen Hausschlüssel benutzen wolle, den ihr Frau Klammerle für solche Fälle zum Aufbewahren überreicht hatte.

Genug!

Unsere alte, hässliche Alu-Türe, die winters innen eine Eisschicht bildet und sich im Sommer so verzieht, dass man sie aufstemmen muss, schließt nach meinem dilettantischen Heist-Movie noch immer hervorragend, aber sie ist leicht lädiert und ich muss mich mit dem Gedanken anfreunden, sie demnächst durch eine neue Tür zu ersetzen; am besten gleich eine mit Katzenklappe, damit Amy ihr halblebendiges Spielzeug mit in die Wohnung nehmen kann.

Dabei ist mir aber die Idee zu einer neuen Kunstrichtung gekommen:

DOOR-ART!

Man braucht außer dem Medium (der Tür) nur noch einen stabilen Besenstiel, eine vom Nachbarn entliehene Kombizange und eine angstfreie, schmerzresistente Künstlerseele und kann interessante Kunstwerke mit einer Botschaft gestalten (paint it bloody red, Türen, die trennen, ein- und ausgrenzen, Knockin‘ on klammers door, die Grenzen überwinden, das Nord-Süd-Gefälle, der Mann als Irrtum der Natur, doorway to heaven usw., usf. Mir schwirrt der Kopf vor Ideen!) – und das Ganze an der eigenen Haustüre. DOOR-ART! Die Kunst kehrt heim.

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