Bock des Monats – Oktober

Aufreger, Über den Tellerrand, Bock des Monats, Glosse, Leben, Literatur, Sprache

Aufgrund der momentanen Arbeitsbelastung im Brotberuf und meiner daraus resultierenden Müdigkeit, verbringe ich meine Feierabende in der Regel damit, mit einem Buch in der Hand auf dem Sofa einzuschlafen. Es fehlen mir im Moment die Zeit und – ich gebe es zu – auch die Leidenschaft, diesen aufwendigen Blog regelmäßig mit neuen Artikeln und Texten zu aktualisieren.

Das wird wieder anders, ich verspreche es. Aber der Oktober ist für mich einfach kein Monat für geistige Höhenflüge. Und ich scheine nicht der einzige zu sein, dem es so geht.

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Der Oktober-Bock für den schiefsten Vergleich geht an das Hotel Lamm in Taufers, das mir eine Werbemail mit einem angeblichen Zitat von Henri de Toulouse-Lautrec schickte:

Der Herbst ist der Frühling des Winters.

 Ob dann der Frühling der Herbst des Winters ist? Oder der Sommer der Frühling des Herbstes? Oder vielleicht gar er Herbst der Herbst des Herbstes? Auf jeden Fall  ist es kein Wunder, dass ich und meine Katze gerade unter Frühjahrsmüdigkeit leiden…

amy11

Bock des Monats – September

Aufreger, Über den Tellerrand, Bock des Monats, Glosse, Leben, Literatur, Sprache

 „Als die beiden endlich allein waren, hing die Stille im Raum wie die Blasen im gekühlten Champagner.“

Dieser Satz  stammt aus dem Kriminalroman 99 Särge von Qiu Xiaolong und ist mein momentaner Favorit in meiner persönlichen Hitliste der schiefsten Vergleiche.

Hiermit verleihe ich dem Lektorat des Paul Zsolnay Verlag den ersten Bock des Monats:

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Im übrigen wäre ich wirklich dankbar, wenn die Verlage sich bei ausländischen Autoren endlich einigen könnten, ob sie zuerst den Vornamen oder wie in Bayern oder China selbst zuerst den Nachnamen drucken. Qiu ist der Nachname dieses trotzdem sehr lesenswerten Autors, dessen Romane und Erzählungen einen intensiven Einblick in die Denk- und Gefühlswelt Chinas vermitteln.