Aber ein Traum …

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Montag, 01.07.19 – Jandl im Gwandl

Montag, 01. Juli 19
Ich schleppe inzwischen buchstäblich einen
Kasten Bier weniger auf den Berg.

 

*

fauler haufen!

werdenfalls

Ja ronemechs:
wandlig sam verdrohnt,
zwitschelnd par oletanen.

Nie rone melde nex:
pasin ot begrihnt,
gendelnd wer ubilanen.
werdenfalls.

jojo.

*

Manus feste primusquisatoris, aus Zorn geSchmidtet.

Die Mietglieds-Zahlen(den) des for-literat-futur-ums lösen sich wie ein Count-Daunen / in den Pfählen zu Grau-Sammen / gepresst / bettween den Saitenhieben eines dieter-kühnen-dicken Buches das eilends Eises schmelzende in der Sonnen/Wolken/Stein auf.

Und lös ich der texte konserven-vatikan-tiefe Kotz-Mahler-Moral in sauren gestählzten wortlegobauküsten / auch dich nähm ich nicht herr-lich aus/ mein klammernder affe/ mein hoffendmönch medarus / ballsackchagrinkopie le(i)der du/ wunderts micht nichten.

Ess geht kein hahne manisch voran / kain Whisky-Ovid abelt/ kein tträumer griff on/ und gar fraulicht nicht zefürpartyna. Ooch beiden Poetten muß ich lestern / m(u/a)rxst jones und engelts zappaultduster. Und Kyra schwejkt dazu.

Die Königs-Leare daraus ist / hier führen Narren Blinde in züchten Rosenberge/ la(h)ma-tier-ende Gäule spuken Wiedergekäutes / Wo bleibt das versprocheneue?

Verdamenundherrnochmal gilt: Wähnt ihr wirkendlich die Liter-auf-Ruhr in Täuschland verneuern? Düsen ist nun Ldnajs ?Auf-auf? Ruf: Heerfrauschafftän/Strengt euch mehr an!

Isglarerjetz? … und: Kritik / so … da schau her. ja … sagense mal. ach … sagense besser nichts.

Dieser von ein paar lyrischen Versuchen eingerahmte Text  aus dem Jahre 2002 ist mir gerade wieder in die Hände gefallen. Er ist von Jandl und Arno Schmidt beeinflusst, aber ich habe nicht mehr den Hauch einer Ahnung, was ich eigentlich mit ihm aussagen wollte. Dennoch gefällt er mir, wenn er auch keine große Literatur ist, so will er mir doch zu den Gedankensplittern passen. Zum Glück bin ich längst von diesem Irrweg abgekommen, denn Bachmann-Breis-verdächtig, ist das alles nicht.

In diesem Sinne:

Für Ernst

daJnl im lWdane
Jdanl im Wdlane
Jadln im Wadlne
Janld im Wandle
Jandl im Wandel
der Jandl im Gwandl

*

Ach, ja, der Bachmann-Preis 2019. Dann will ich auch mal einen klugen Kommentar abgeben. Der wurde wohl wieder weniger wegen der Qualität, als vielmehr aufgrund der Alliteration vergeben: Birgit Birnbachers Bachmann-Breis. Schade, dass die Bachmann nicht Beate hieß. Ich gratuliere trotzdem ehrlich und nur in normalem Rahmen neidisch. Das ist Literatur von und für Buchhändlerinnen.

*

Und was die Hitze angeht, damit ich auch mitgeredet habe:

Schön, dass meine Söhne vergessen haben, ihre Ventilatoren mitzunehmen, als sie ausgezogen sind.

 

Wochenlese 03. Juni – 09. Juni 2013

werdenfalls
Ja ronemechs: wandlig sam verdrohnt, zwitschelnd par oletanen. Nie rone melde nex: pasin ot begrihnt, gendelnd wer ubilanen. werdenfalls. jojo.
ldnaj, werdenfalls

In dieser Woche habe ich einfach weitergelesen.

Palma2Felix J. Palma
Die Landkarte des Himmels

Manche Literatur gleicht einer Tafel Milka-Schokolade. Sie erfüllt exakt die Erwartungen und schmeckt doch immer gleich. Eine Tafel ist wie die andere – ein Buch ist wie das andere. ‚Die Landkarte des Himmels‘ ist geringfügig dicker als ‚Die Landkarte der Zeit‘, aber sonst ist es ‚the same procedure‘. Wer also mit einer langweiligen Milka-Schokolade glücklich ist, sollte auch den 2. Band lesen. Seine Erwartungen werden genau erfüllt, leider mit gehörigem Abnutzungseffekt.
Wieder stehen H. G. Wells und der „Zeitreisende“ Murray im Mittelpunkt des Geschehens, das sich diesmal um eine Invasion vom Mars dreht. Erneut erwartet den Leser ein intelligentes Spiel um Sein und Schein, das sich diesmal aber mehr dem Genre Horror verpflichtet fühlt und unter anderen Oscar Wilde, Lovecraft und Poe in den Cocktail mixt; Edgar A. Poet tritt sogar in einer prominenten Rolle auf.
Ob ich mich
beim zweifelsfrei demnächst erscheinenden 3. Band wieder auf diese etwas retardierende Geisterbahnfahrt über 800 Seiten  einlasse, glaube ich nicht, zumal jeder Band für sich abgeschlossen ist.

Kindler, 2013
(Hugendubel-Remitte)

buch

helix

Quarantäne
John Vornholt

Der mir völlig unbekannte Autor hat die undankbare Aufgabe, den 4. von 6 Bänden des Star-Trek-Zyklus ‚Doppelhelix‘ (peinliche Lektüren, hatten wir schon) fortzusetzen, einigermaßen anständig über die Bühne gebracht, obwohl er neben dem langweiligen Band 3 den eigentlich überflüssigsten Roman des Zyklus geschrieben hat.
Im Mittelpunkt steht Tom Riker, eine bei einem Transporterunfall entstandene identische Kopie des bekannten Commander Will Riker, seines Zeichens 1. Offizier der Enterprise-D. (TNG: Riker:2=?)
. Der Maquis, vertreten u. a. durch Chakotay und B’Elanna Torres, darf ebenfalls mitmischen. Die im Mittelpunkt des Buches stehende Gewissensfrage, ob Tom sich den Rebellen des Maquis anschließen soll und überhaupt die Quarantäne überleben kann, wurde bereits mit der DS9-Folge ‚Defiant‘ beantwortet, die später spielt. Die Handlung ist also für den Trekkie eher uninteressant, ein klassischer Lückenfüller.

cross-cult, 2012

buch

jandl1

Am 09. Juni 2000 starb mit Ernst Jandl einer der besten deuschsprachigen Dichter und Lyriker der 2. Hälfte des 20 Jhds.; vielleicht war er der einzige, dessen Werk Volkstümlichkeit erreichte. (Lechts und Rings).

„du wundern mein schön deutsch sprach? sein sprach von goethen mir heilig sein. das sein ein sprach…“

Ernst Jandl, Die Humanisten

…und da ich schon mit einer Hommage an ihn begonnen habe, ende ich auch mit einer:

Für Ernst
daJnl im lWdane
Jdanl im Wdlane
Jadln im Wadlne
Janld im Wandle
Jandl im Wandel

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