Aber ein Traum …

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Lost in Stream

Liebe unbekannte Leserin!

Ich habe es getan. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine zwanzigminütige Livestream-Lesung veranstaltet! Ich habe am Sonntagnachmittag auf Instagram über mein Smartphone direkt aus meinem Wohnzimmer gesendet und dabei aus meinem neu erschienenen Roman „Aber ein Traum“ vorgelesen.

Ich hatte dabei mindestens einen Zuhörer – allerdings einen analogen, denn Frau Klammerle war mit im Raum (Jemand musste ja auf den Startknopf drücken). Ob mir draußen in der schönen, weiten Internetwelt jemand zuhörte, weiß ich nicht. Aber ich wage es doch zu bezweifeln. Doch deshalb habe ich aber nicht gelesen. Ich habe ja auch nicht weiter Werbung dafür gemacht, sondern mich relativ spontan hingesetzt und gelesen. Ich wollte einfach mit meinen Möglichkeiten experimentieren, mein „Publikum“ trotz dummen Coronazeiten zu erreichen. Wenn ich es nun nüchtern betrachte, war es ein durchaus gelungener Test. Ich komme weit weniger peinlich rüber, als ich befürchtete. Trotzdem war mir nach den 20 Minuten ordentlich heiß … Aber das sind vielleicht nur die Wechseljahre.

Ich würde für dich – die du verständlicherweise den Medien von Mark Zuckerber abhold bist – gerne das IGTV-Video von meiner Lesung einstellen, aber das lässt mein WordPresskonto leider nicht zu. Deshalb gibt es hier nur ein Standbild von dem weltbewegenden Filmchen. Es gibt aber ganz gut die Stimmung wieder, die ich während der Aktion empfand, die schon ein wenig mit Selbstbefriedigung eingefärbt war. Zumindest aber kann ich hier den Link einfügen, der auf Instagram zu dem Video von meiner Lesung führt:

Lesung vom 22.11.2020 – „Aber ein Traum“

Trotz aller Skepsis habe ich mich entschieden, das Ganze zu einer regelmäßigen Aktion werden zu lassen, denn irgendwie hat es mir auch Spaß gemacht. In den vier Quarantäne-Adventssonntagen, die im Dezember folgen, werde ich versuchen, ein kleines Licht anzuzünden und meine Weihnachtsgeschichte „Karl-Heinz, der Weihnachtshund“ in einem Live-Stream vorzulesen. Ich hoffe, dass ich dir damit eine kleine Freude machen kann. Los geht es am

Sonntag, 1. Advent, 29.11.2020, 16:30 Uhr
Live-Lesung auf Instagram

>>zu meinem Konto<<

 

 

Mein neues Buch – „Aber ein Traum“

Das Geheimnis der Eulenvilla

»Für manche von uns sind Zeit und Raum ein sich überkreuzendes Flechtwerk von Wegen, das sie immer wieder an den gleichen Ausgangspunkt zurück­bringt, Ambakoum. Die Eulenvilla ist solch ein Ort.«

Das Leben aber ist ein Traum, ein Traum in einem Traum.

Die Zwillinge Alban und Ruben Waldescher werden bei ihrer Geburt voneinander getrennt. Sie wachsen in verschiedenen Welten auf – in unterschiedlichen Universen. Es gelingt ihnen, Kontakt miteinander aufzunehmen und sie beginnen, zwischen ihren Leben hin- und herzuwechseln. Damit lösen sie eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen aus, die die Existenz der verwandten Welten bedroht. Eine Schlüsselfigur im Ringen der verfeindeten Brüder ist der ahnungslose Jonas Habakuk, der von Alban und Ruben in einen tödlichen Strudel aus Zeit und Raum gerissen wird.

Wird es ihm gelingen, die Leben der Menschen zu retten, die er liebt? Und welche Rolle spielt dabei die geheimnisvolle Eulenvilla?

Das Geheimnis der Eulenvilla
320 Seiten
10,99 € als Taschenbuch und
2,49 € als Ebook

Neuerscheinung!

Die Chance verpasst – Postkarte DREI


Mein lieber unbekannter Leser, liebe unbekannte Leserin!

Tja, das war’s. Seit heute kosten die E-Book-Ausgaben meiner Bücher wieder ihren alten Preis von 2,49 €. Ich wollte es nur sagen, damit später niemand enttäuscht ist. Aber eigentlich ist es vollkommen egal. Sehe ich mir die Zugriffszahlen auf meinen Blog an, spielt es überhaupt keine Rolle, was ich hier schreibe oder ankündige oder so von mir gebe. Würde ich meine Texte auf die Unterseite meines Autos (ziemlich rostig, 12 Jahre alt, 300.000 km, noch 1 Jahr TÜV. Hat jemand Interesse?) heften, würde ich mehr Leser erreichen. Ich gebe es offen zu: Meine Lustlosigkeit, diesen frustrierend erfolglosen Blog weiterzuführen, tendiert gerade gegen 0. Vielleicht ändert sich das wieder, aber irgendwie bezweifle ich es. Wenn du dich nur einmal melden würdest, liebe unbekannte Leserin, dann wäre es für mich anders. Aber du schweigst und allzu oft muss ich daran zweifeln, ob es dich überhaupt gibt.

Ich habe übrigens in meiner kleinen Sommeraktion doch einige Bücher verkaufen können – in der Hauptsache an Leute, die mir auf Instagram folgen. Dieses vielgeschmähte Selbstdarstellerportal, die sich selbst, ihr Essen oder ihre Kaffeetasse fotografieren, ist wie der laute Club neben dem Friedhof, auf dem dieser Blog und meine Twitter- und Facebook-Accounts beerdigt liegen. Auf der einen Seite braucht man als Selfpublisher offenbar soziale Medien, aber – um beim Bild zu bleiben – Instagram ist bisher der einzige Club, in den mich der Türsteher reingelassen hat und ich an der Bar ein paar (zugegebenermaßen) oberflächliche Gespräche führen kann. Das ist für mich, der ich als Autor besser ins 19. Jahrhundert gepasst hätte und gegen das Verdikt anschreibe, dass „der Roman tot“ sei, ausgesprochen paradox und verwirrend.

Noch bin ich im Urlaub. Wie du siehst, weilen Frau Klammerle und ich gerade im Spreewald, sind aber erstaunlicherweise nicht vollkommen vom Internet abgeschlossen. Das liegt am WLAN in unserer Ferienwohnung, denn einen Handyempfang gibt es hier draußen am A… der Welt nirgendwo. Allerdings auch kein Corona; was diese Gegend als Urlaubsziel gerade recht anziehend macht, obwohl es hier für einen Vegetarier die Hölle ist (Es sei denn, er ernährt sich nur von eingelegten Gurken). Du hast es schon richtig vermutet: Wir gehen hier Frau Klammerles Lieblingsfreizeitvergnügen nach, mich zu bewegen: Wir wandern, machen ausgedehnte Radtouren (Muskelkater in den Beinen), paddeln kreuz und quer durch die Spreearme (und schleppen unser Leihboot über versperrte Schleusen – Muskelkater in den Armen), besuchen die Burger Spreewald-Therme, spielen abends Mensch-ärgere-dich-nicht (Ich verliere grundsätzlich! Muskelkater im Gehirn) und trinken abgrundtief grauenvolles „Gurkenradler“, das neben schlechtem Bier tatsächlich gezuckertes Gurkenwasser enthält. Wir haben einen Ausflug nach Berlin gemacht und standen wegen den Aluhut-Idioten und Nazis, die am Wochenende den Bundestag stürmen und die Diktatur der Vollpfosten ausrufen wollten, lange im Stau. Oh, wie ich diese Arschlöcher hasse! Ich könnte kotzen, wenn ich nur an sie denke und bevor ich einem von diesem Gesocks und der AfD die Hand reiche, würde ich sie mir lieber abhacken! (Wie gesagt, es hat Vorteile, dass niemand diesen Blog liest. Ich kann schreiben, was ich will) Ruhig Blut! Ende dieser Woche brechen wir dann hier unsere Zelte ab und machen noch ein Wanderwochenende im Fichtelgebirge, das günstig auf halber Heimatroute liegt.

Dann erwartet mich wieder mein Brotjob, für den obiges Foto eine gute gute Metapher ist. Ich bin irgendwie der Falsche am falschen Ort und niemand holt mich hier raus! Die Aufnahme entstand freilich nicht im Spreewald, sondern im August 2019, jener unbeschwerteren Zeit, als wir unseren Sommerurlaub am Iseosee in der Lombardei verbrachten. Ich denke mit einer Mischung aus Trauer und Sehnsucht daran. Trauer, wenn ich bedenke, was der Gegend während der Pandemie an Leid geschah und Sehnsucht, weil ich mich so sehr danach sehne, wieder nach Italien fahren zu können. Dort gehöre ich hin: In die Hitze eines toskanischen Nachmittags, in den Schatten unter einem silberblättrigen Olivenbaums, während ein leichter Wind vom Meer heraufweht und den Geruch von Salz, Thymian und Wacholder mitbringt. Vor mir auf dem Tisch, an dem ich an meiner Schreibmaschine an meinem Roman „Aber ein Traum“ (Wird Ende dieses Monats veröffentlicht!) tippe, stehen ein Glas herber, tanninreicher Rotwein, Weißbrot und ein paar Brocken gereifter Pecorino aus Pienza. Frau Klammerle sonnt sich hinten am Pool unseres Feriendomizils. Kein Muskelkater: Es ist viel zu warm, um zu radeln oder zu denken. Vielleicht bleiben wir auch für immer.

Ach, ja …

Zum letzten Mal Grüße aus dem Urlaub,

Dein Nikolaus

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Meine 12 E-Books ersetzen eine ganze Bibliothek und sind eine enorme Gewichtsersparnis.

Grüße aus dem Urlaub,

Euer Nikolaus

 

PS. Ich lasse mir gerade einen Urlaubsbart wachsen. Erschreckend, wie weiß er ist. Frau Klammerle lästert den ganzen Tag.

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