Aber ein Traum …

Autorer als andere Autoren

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Zurück im Alltagsgeschäft und eine Zusammenfassung der ersten Geltsamer-Teile

Da finde ich mich also nach ein paar Wochen Kreta im schwülen, gewittrigen Diedorf wieder und habe Schwierigkeiten, in den Alltag zurückzufinden, denn das Jetlag ist gewaltig. Statt einer braven Erlebniserzählung über meinen Wander-, Bade- und Kultururlaub will ich hier nur ein paar schnell ausgewählte Fotos einfügen, die mehr sagen als tausend Worte:

Es war herrlich in Griechenland (wenngleich ich wohl nach diesem Urlaub meine Leberwerte untersuchen lassen muss, denn in Kreta lassen die Tavernenbetreiber einen ohne 3 – 4 „Stamplerl“ Raki nicht aus einem Lokal. Jamas!). Ich habe tatsächlich auch noch die Zeit gefunden, das kleine Wort „ENDE“ unter den handschriftlichen Entwurf meines Romans „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren: Das Gulag des Dr. Krakow“ zu setzen. Was für ein wunderbares Gefühl! Doch jetzt beginnt die harte Arbeit, denn ich will das Buch in ungefähr 6 Wochen fertiggestellt haben – schließlich will ich dann schon wieder in den Urlaub fahren. Ab Montag geht es hier ganz normal mit der nächsten Fortsetzung von „Die Wahrheit über Jürgen weiter“ weiter. In der Zwischenzeit hat übrigens hier auf dem Blog mein 15.000ster Besucher vorbeigeschaut. Ach, wenn nur jeder 10. eines meiner Bücher kaufen würde …

Außerdem hat der Geltsamer auf Wunsch von Frau Klammerle, die ein wenig vergesslich wird, einen neuen Beginn bekommen, in dem ich den Inhalt der anderen beiden Teile zusammenfasse. Da  vielleicht hier jemand noch einsteigen will, folgt nun dieser Text:

 ZWISCHEN DEN BÜCHERN

Doch halt! Ist es von mir als Autor dieses Romans nicht eine Zumutung, die Leserin (1) in den 3. Teil einer Geschichte zu schicken, deren Ende noch nicht einmal für mich selbst vollkommen absehbar ist? Obwohl mir als Schriftsteller natürlich der Inhalt am vertrautesten ist, muss ich ja auch ab und an heimlich zurückblättern, um die ausufernde und zugegeben absichtlich geheimnisvoll gehaltene Geschichte zusammenzuhalten und überblicken zu können. Um wieviel schwerer muss es da erst meiner Leserin fallen, brav den Ereignissen rund um Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren zu folgen, die sie, wenn sie endlich diesen Band in Händen hält, schon im dritten Jahr hintereinander in Atem hält, falls sie kein Neueinsteiger in die Serie ist. Ist das so oder sollten Sie, liebe Leserin, mit dem Gedächtnis eines Elefanten gesegnet sein und sich tatsächlich noch gut an die verwobenen Handlungsstränge der beiden Vorbände erinnern können, überblättern Sie bitte die folgenden Seiten, die in der Hauptsache Dienst an der Kundin sind, Geschehenes rekapitulieren und nichts Neues bringen. Beginnen Sie in diesem Fall nach der kursiven Einleitung auf der Seite 17. Für alle anderen – und auch für den Autor, der neben dem vorliegenden noch an weiteren komplexen Büchern schreibt und sich gerade ein wenig wie der sprichwörtlich von der Meute gehetzte Hase fühlt – folgt nun eine so kurz wie mögliche, aber so ausführlich wie nötige Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse, die gerade einmal knapp zwei Tage, aber schon beinahe einhundert Jahre überspannen. Dies ist einer der Haken, die der gejagte Hase schlägt und auf diese Weise versucht, dem Zuschnappen der Zähne des vordersten Hundes – meiner treuesten Leserin, die das Fehlen eines Rückblicks beklagte – zu entkommen.

(1) Meine männlichen Leser sind bei dieser Anrede immer mitgemeint. Da das Lesen von Prosa heutzutage eine nahezu vollkommen weibliche Tätigkeit ist und diejenigen, die meine Romane öffnen, in überwältigender Mehrzahl Frauen sind, will ich den einen oder anderen meiner Geschlechtsgenossen, der sich wohl eher zufällig hierher verirrt hat, nicht jedes Mal gesondert ansprechen.

Und das ist vorher geschehen: Der mäßig erfolgreiche Schriftsteller Nikolaus M. Klammer, als Autor im kleinen Münchener Welkenbaum-Verlag unter Vertrag, geht eines sonnigen Morgens kurz nach Ostern mit seinem Terrier Cicero in den Altstadtgassen seiner Heimatstadt Augsburg spazieren. Klammer ist Mitte Fünfzig, verheiratet mit seiner Frau Irene und hat zwei inzwischen erwachsene und längst flügge gewordene Kinder, einen Sohn und seine Tochter Isa, die gerade ein Studiensemester in Peru absolviert. Er lebt und arbeitet in einem kleinen Eigenheim in dem Augsburger Vorort Diedorf. Der Autor ist ein ehemaliger Lehrer, ein neunmalkluger, etwas selbstgerechter und ordnungsfanatischer Mann, dessen realistische Romane allesamt ein wenig langweilige und langatmige Gesellschaftsdramen sind. Mit seinem neuesten Werk „Aber ein Traum“ kommt er nicht so recht voran und sein Lektor Jochen Engold wird bereits ungeduldig.

Klammers Überraschung ist groß, als er plötzlich im Schaufenster eines ihm unbekannten und namenlosen Buchladens und Antiquariats ein schwarzes Buch entdeckt, das laut der Angabe auf dem Cover angeblich von ihm selbst stammen soll. Es sind Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren, die Sie, liebe Leserin, nun bereits zum dritten Mal aufgeschlagen haben. Klammer betritt die Buchhandlung, die damit wirbt, jedes Buch beschaffen zu können. Er will das vermeintliche Plagiat erwerben und wird von einer jungen, schönen Frau bedient. Aber etwas Seltsames scheint in dem Laden vor sich zu gehen, denn Cicero reagiert verängstigt und der Autor hat später, als er versucht, sich an die Ereignisse im Laden zu erinnern, mit einigen Gedächtnislücken zu kämpfen.

Mit Dr. Geltsamers erinnerten Memoiren heimgekehrt, beginnt Klammer in ihnen zu lesen. Er stößt auf ein von einem Jesuitenpater namens Gaetano Marini herausgegebenes Tagebuch. Marini, der den Text mit vielen Anmerkungen begleitet, gibt vor, in den vatikanischen Archiven zu arbeiten. Das Tagebuch stammt angeblich von der brasilianischen Ärztin Elena Kuiper und ist aus den späten Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie berichtet darin vom Schicksal einer entomologischen Expedition in den Amazonasdschungel. Die Forscher stoßen am Oberlauf eines neuentdeckten und bisher unerforschten Seitenarms des gewaltigen Stroms auf einen wehrhaften Eingeborenenstamm, der offenbar nur aus Frauen zu bestehen scheint. Die Männer der Forschergruppe und der Begleitmannschaft reagieren auf diese Amazonen wie tollwütige, brünftige Tiere und es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der außer der Ärztin und dem schwer am Gelbfieber erkrankten Schweizer Professor Urs Bergner, die beide von den Eingeborenen gefangengenommen werden, nahezu alle anderen getötet werden. Nur der einheimische Träger Paco vermag zu entkommen und in den Urwald zu fliehen. Die weiteren, leider etwas lückenhaften Tagebucheinträge erzählen, wie Dr. Kuiper langsam das Vertrauen des Stammes, der sich selbst „Etraquoo“ nennt, und vor allem die Zuneigung der jungen Eingeborenen Lokwi gewinnt, deren Liebe sie bald erwidert. Von Lokwi lernt sie die Grundlagen der Etraquoo-Sprache kennen und erfährt von dem Mythos der Kraqu‘A, die in grauer Vorzeit vom Himmel gestiegen, eine Stadt namens Listakar gebaut und gegen die Frauen des Stammes Krieg geführt hätten. Einige ihrer architektonisch erstaunlichen Ruinen sind in der Ferne in dem Gebirge, in dem der namenlose Fluss entspringt, zu sehen. Der Schweizer Professor hat eine Theorie, doch leider fehlt in dem Tagebuch der Teil mit seiner Erklärung, warum es bei den Etraquoo nur Frauen zu geben scheint. Eines Tages versucht Paco, der sich bisher versteckt gegalten und sich in ein vertiertes Monstrum verwandelt hat, Lokwi zu vergewaltigen. Er wird von Elena Kuiper erschossen. Nach diesem Ereignis entscheidet sich die Ärztin, zusammen mit ihrer eingeborenen Freundin und dem kranken Professor, aus der Gefangenschaft zu entkommen. In einer dramatischen Flucht während eines Gewittersturms gelingt es den beiden Frauen und dem Schweizer, mit einem der Kähne der Expedition über den Fluss zu entkommen. Leider gehen dabei die Ruder verloren und die drei werden von der Strömung mitgerissen. Sie bedroht die Gefahr, mit ihrem Boot in einem gewaltigen Strudel, der sich in einem See unterhalb der Ruinenstadt Listakar gebildet hat, zu ertrinken.

An dieser Stelle wird Klammers Lektüre von seiner heimkehrenden Frau unterbrochen. Solch ein Buch hat er nie geschrieben und es ist ihm ein Rätsel, warum sein Name auf dem Titelblatt steht. Und noch etwas ist merkwürdig: In den Anmerkungen des Jesuitenpaters findet sich ein Hinweis auf Klammers vor dem 2. Weltkrieg in der UdSSR verschollenen Großvater mütterlicherseits, Sebastian Kerr, dem das Expeditionstagebuch der Ärztin anscheinend um 1930 in Berlin in die Hände geriet. Der wenig später vor den Nazis ins Ausland geflüchtete Kerr war wie sein Enkel Schriftsteller und Lyriker gewesen; sein Hauptwerk war der in den Wirren seines Exils verlorengegangener Roman „Die Hyänen von Berlin“. Und genau auf dieses Buch von Kerr stößt Klammer zu seinem vollkommenen Erstaunen in Dr. Geltsamers erinnerten Memoiren, als er sie später am Abend ein weiteres Mal aufschlägt, um seine begonnene Lektüre fortzusetzen. Auf welche Weise das Expeditionstagebuch der brasilianischen Ärztin von den Seiten des schwarzen Buches verschwinden konnte und wie durch Zauberhand durch die „Hyänen von Berlin“ ersetzt werden konnte, bleibt Klammer ein Rätsel. Ein Anruf unterbricht seine Überlegungen. Es ist seine Tochter Isa. Sie ruft aus Südamerika an, um ihn zu fragen, ob ihre Freundin Mercedes ihm das Buch gegeben habe. Isa wird offensichtlich verfolgt, denn plötzlich wird ihr Anruf unterbrochen und eine Männerstimme behauptet am anderen Ende der Leitung, man hätte Isa entführt und werde sich am nächsten Tag wieder melden. Damit endet der 1. Band der fünfteiligen Trilogie, die Sie gerade lesen, liebe Leserin. Erinnern Sie sich wieder? Gut, dann machen wir gleich weiter:

Zu Beginn des 2. Bandes finden wir Nikolaus M. Klammer am frühen Morgen in seinem Wohnzimmer vor. Er hat nicht geschlafen, sondern in den „Hyänen von Berlin“ gelesen, die ihm das unheimliche schwarze Buch auf so ungewöhnliche Weise präsentiert hat. Er hat vergeblich darauf gewartet, dass die Entführer seiner Tochter wieder Kontakt mit ihm aufnehmen.

Im ersten Kapitel der „Hyänen“ beschreibt sein Großvater Sebastian, wie er Ende Januar 1929 von Augsburg aus in Berlin eintrifft, weil er in der Hauptstadt der Weimarer Republik Bertolt Brecht treffen will, von dem sich der junge Mann Unterstützung bei seiner Karriere als noch unbekannter Autor erhofft. Schließlich stammt der berühmte Brecht ebenfalls aus der Fuggerstadt und teilt auch sonst einige weitere biografische Details mit ihm. Er fährt zuerst in den Berliner Vorort Tegel, wo er sich auf Vermittlung seines Vaters fürs Erste im Haushalt des reichen Ingenieurs Eduard Gere einquartieren will. Doch der Empfang durch das Hausmädchen Karla ist kühl und abweisend. Es scheint ein dunkler Schatten über der jüdischen Familie zu schweben. Die Dame des Hauses ist an einem Nervenleiden erkrankt, das sie in ein abgedunkeltes Zimmer zwingt, der Hausherr alles andere als über den Besuch des Sohns seines alten Kriegskameraden erfreut. Allein Greta, die Tochter, und ihr Bruder Gregor empfangen Sebastian freundlich und laden ihn ein, mit ihnen gemeinsam das Berliner Nachtleben zu besichtigen. Schon bald manifestiert sich die Bedrohung und die barsche Karla wird von einem unheimlichen Eindringling überfallen. Nur das beherzte Eingreifen von Sebastian kann Schlimmeres verhindern. Er jagt den Einbrecher, dessen Augen merkwürdig leuchten, in die Flucht. Der Mann lässt dabei einen ziegelsteinförmigen Gegenstand zurück. Wie sich herausstellt, ist es eine Maschine mit unbekannter Funktion, auf der ein Pentagramm mit einem Kugelkreuz darin eingraviert ist. Später entdeckt Sebastian das ungewöhnliche Symbol auch auf einem Plakat eines Berliner Nachtlokals namens „Haricot Doré“, auf dem das Pentagramm auf dem Anhänger der Halskette der dort am Abend auftretenden Schönheitstänzerin Lokwi zu finden ist.

Auch Nikolaus Klammer kennt das eigentümliche Pentagramm. Er hat es auf einer Abbildung in einem Sachbuch über Geheimgesellschaften von einem gewissen Roman Gaitania gesehen, das ihm sein Verleger Karl-Heinz Welkenbaum als Rezensionsexemplar zugesendet hat. Klammer wird klar, dass es sich bei Gaitania und dem Jesuiten Gaetano Marini um ein und dieselbe Person handelt. Er unterbricht seine Lektüre und versucht näheres von seinem Verleger über den Pater zu erfahren, doch Welkenbaum und seine Lebensgefährtin Verena Salva sind über ein verlängertes Wochenende nach Rom verreist. Da sich die Entführer seiner Tochter Isa noch immer nicht gemeldet haben, entscheidet sich Klammer, von sich aus etwas zu unternehmen und nicht mehr länger zu warten. Er fährt nach Augsburg, weil er die Buchhandlung aufsuchen will, in der er Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren erworben hat. Doch das Antiquariat ist über Nacht verschwunden. In den leeren und scheinbar schon lange verlassenen Geschäftsräumen, in denen er keine Spuren mehr von einer Buchhandlung findet, stößt er nur auf ein paar Hinweise, die auf Italien hindeuten; unter anderem auf einen Abriss aus einer Zeitung, auf dem eine Fotografie zu sehen ist, auf der Pater Marini mit den anderen Mitgliedern der Vatikanischen Glaubenskongregation, also der ehemaligen Inquisition, zu erkennen ist. Klammer flieht aus dem leeren Laden, in dem eine seltsame Atmosphäre herrscht, als wären in ihm die physikalischen Gesetze von Zeit und Raum durcheinandergeraten. Wieder zuhause angekommen, stellt der Autor fest, dass sich die Entführer, die vielleicht nur blufften, noch immer nicht gemeldet haben. Dafür hat Isa wieder angerufen, wie er von seiner Frau erfährt. Seine Tochter hat ihm eine verschlüsselte Botschaft hinterlassen, die ihn auffordert, die Vicolo della Volpe in Rom aufzusuchen, eine kleine Gasse, in der sich erstaunlicherweise auch das Hotel Raphael befindet, in der Welkenbaum mit seiner jungen Freundin abgestiegen ist. Klammer reist noch in der darauffolgenden Nacht mit der Bahn nach Rom. Im Zug liest er weiter in dem Roman seines Großvaters.

Sebastian Kerr berichtet darin, wie er immer weiter in die Rätsel der Geres verstrickt wird. Zwischen Greta und Karla gehen seltsame und intime Dinge vor, die er sich nicht erklären kann, und die Dame des Hauses teilt ihm vertraulich mit, die Geres seien eine Familie von „Pagen“, deren Aufgabe es seit Jahrhunderten sei, eine bestimmte Personengruppe zu schützen. Das Erkennungszeichen der Pagen sei das Pentagramm mit dem Kreuz. Ihre bösen Gegenspieler wären ein Geheimbund, der sich die „Hyänen“ nenne und sehr mächtig sei. Mehr kann Sebastian nicht in Erfahrung bringen, da ihn Greta und Gregor mit in die Berliner Innenstadt nehmen. Spät in der Nacht landen sie schließlich im „Haricot Doré“, wo Sebastian einen Auftritt von Lokwi miterlebt. Er verliebt sich Hals über Kopf in das Dschungelmädchen. Er wird nach der Vorführung von einer schwangeren Frau angesprochen, die sich als Elena Kuiper zu erkennen gibt und sich mit Lokwi in der Homosexuellenbar von den Hyänen versteckt. Sie übergibt dem jungen Autor ihr Tagebuch und einen Anhänger, den er niemals ablegen solle. Bevor die Ärztin jedoch ihre Geschichte erzählen kann, beginnt im „Haricot Doré“ eine Polizeirazzia. Die Geschwister, Elena, Sebastian und auch Lokwi entkommen knapp dem Zugriff der Gendarmen, werden jedoch hinter dem Lokal von dem Einbrecher vom Vormittag und von einem korrupten Polizisten gestellt. Die bewaffneten Männer verlangen die Herausgabe des Tagebuchs der Ärztin. Die Situation eskaliert in einem Kampf und einer wilden Verfolgungsjagd, die durch einen plötzlichen Unfall endet, als kein geringerer als Bertolt Brecht, der mit seiner Frau in seinem Auto zufällig das dämonische Mitglied der Hyänen überfährt, das ihm vor den Kühlergrill läuft. Es stellt sich dabei heraus, dass dieser unheimliche Mann ein künstlicher Mensch, ein Roboter, ist. Auch Karla, die Hausangestellte der Geres ist übrigens ein Maschinenwesen, das allerdings aufseiten der Pagen steht. Das Buch verbleibt in Sebastians Händen; gemeinsam mit Brecht flieht die Gruppe.

Obwohl der Roman seines Großvaters an dieser Stelle noch nicht zuende ist, wird Nikolaus Klammer vom Schlaf übermannt und schlummert bis zum nächsten Morgen, als sein Zug schon beinahe Rom erreicht hat. Neben ihm sitzt nun ein Italiener, der sich als Avvocato Fabio Ienalli und als ein Bewunderer des Schriftstellers vorstellt. Klammer ist misstrauisch und versucht in Rom, ihn abzuschütteln. Tatsächlich taucht der angebliche Avvocato am Nachmittag des gleichen Tages wieder auf, als Klammer die Vicolo della Volpe aufsucht und dort in einem der Häuser die aus Augsburg verschwundene Buchhandlung entdeckt. Er will sie gerade betreten, als Ienalli ihn mit einem Messer bedroht und von dem Autor Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren fordert. Doch das Buch ist inzwischen nicht mehr in Nikolaus Klammers Besitz …

Habe ich dich soweit wieder auf den Stand der Dinge gebracht, liebe Leserin? Ist die Erinnerung wieder da? Gut, dann wollen wir den armen Karl-Heinz Welkenbaum nicht länger unter der römischen Sonne schwitzen und ihn endlich in die gut gekühlten Räumlichkeiten des Hotels Raphael gehen lassen.

Und hier noch der Link zu dem Anfang vom 3. Teil:

Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – Das Gulag des Dr. Krakow

Neuerscheinungen 2018

In der nächsten Woche kehrt hier der Alltag wieder zurück. Ich werde in leichtverdaulichen, wöchentlich erscheinenden Häppchen (1) die Vorveröffentlichung der Romane, die ich in diesem Jahr veröffentlichen will, fortsetzen. Für mich sind diese noch unredigierten und nicht korrigierten „Beta-Versionen“ meiner Texte aus zwei Gründen wichtig: Zum einen zwingt mich der strenge Wochenrhythmus, konzentriert an den Werken weiterzuarbeiten, zm anderen merze ich auf diese Weise sehr viele Flüchtigkeitsfehler aus und erstelle ganz nebenzu die Druckversion für die Veröffentlichung. Ich weiß, dass diese „Fortsetzungsromane“ in diesem allzu flüchtigen und vergesslichen Medium kaum oder gar nicht gelesen werden, aber der Blog hat längst den Anspruch verloren, Leser mit netten, unterhaltenden Geschichten aus meinem Alltag und meinen Weisheiten über die Literatur und die Welt im Allgemeinen anzulocken. (2)

Der Blog „Aber ein Traum“ dient mir inzwischen als erweiterter Schreibtisch; als Fortsetzung meiner Autorenarbeit mit anderen Mitteln: Zuerst ist da selbstverständlich die Fantasie, dann die erste handschriftliche Textversion in einem Notizbuch, anschließend die Libre-Office-Datei (3), der die „Vorveröffentlichung“ auf diesem Blog folgt, eine weitere Überarbeitung und oft auch Erweiterung und Neustrukturierung des Textes und schließlich das Buch, das ich als Selfpublisher drucken, lektorieren und dann auf die literarisch interessierte Welt loslasse. Fehler finden sich dann immer noch zur Genüge, so dass ich z. B. beim 1. Geltsamer-Band: Die Frau, die der Dschungel verschluckte bereits bei der 7. überarbeiteten Auflage bin. Jeder Text wandert also aus meinem Geist zuerst ins Analoge, gelangt anschließend ins Digitale und kehrt schließlich ins Analoge zurück.

Und so sieht mein Plan aus:

Montag

Mein Schlüsselroman Die Wahrheit über Jürgen (260 Seiten) über das Augsburger Kunst- und Kulturleben in den 90er Jahren.
Er wird in seiner endgültigen Fassung Ende März, Anfang April d. J. veröffentlicht.

Mittwoch

Ab dem 10. Januar beginne ich mit der Vorveröffentlichung des 3. Teils meiner Geltsamer-Trilogie in 5 Bänden.
Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – Teil 3: Das Gulag des Dmitrj Alexandrowitsch Krakow

Der fertige Roman (250 Seiten) soll im September 2018 erscheinen

Freitag

Freitags schließlich setze ich das Prequel zu meiner Fantasy-Trilogie Brautschau fort:
Der Weg, der in den Tag führt

Lange angekündigt und verschoben, weil sich diese Geschichte – 600 Seiten –  nicht in dem ursprünglich geplanten Umfang fertigstellen ließ, werde ich sie veraussichtlich erst im ersten Halbjahr veröffentlichen.

Ich werde oft gefragt, wie ich das alles zeitlich hinbringe und meine ehrliche Antwort ist: Das weiß ich auch nicht. Trotzdem hat es im letzten Jahr geklappt und ich hoffe, dass mir meine ehrgeizigen Pläne auch 2018 gelingen. Falls mich jemand auf meinem „Weg, der in den Tag führt“ unterstützen will, findet er/sie in der rechten Bildleiste die Links zu meinen Büchern. Mit jedem verkauften Buch fällt es mir leichter, meine Arbeit zu machen. Ich freue mich selbstverständlich über jeden, auch kritischen Kommentar.

Danke!

__________

(1) Jeweils montags, mittwochs und freitags wird pünktlich um 08:30 Uhr ein etwa 1200 Wörter langer  Abschnitt – das sind 8 Buchseiten – aus meinen zur Veröffentlichung anstehenden Werken erscheinen.

(2) Der Sammelband Noch einmal davon gekommen (230 Seiten, illustriert) mit den überarbeiteten und teilweise stark erweiterten Glossen und Artikeln aus den letzten fünf Jahren dieses Blogs verkauft sich trotz überschwänglicher Kritiken der wenigen Leser überhaupt nicht. Das will offenbar niemand von mir lesen.

(3) Ich finde WORD umständlich, überladen und unübersichtlich, es ist eine furchtbare Textverarbeitung. Deshalb arbeite ich seit Jahren mit der kostenlosen Open-Office-Alternative LibreOffice. Die hat zwar auch ihre Macken, ist für mich als Autor aber eindeutig das bessere Programm.

Mein neues Buch steht im Regal

Heute ist endlich mein Exemplar von „Dr. Geltsamers erinnerte Memorien – Teil 2: Die Hyänen von Berlin“ aus der Druckerei gekommen. Ich finde, es ist gut geworden. Es macht Spaß, sich mit den eigenen Büchern ein Regal zu füllen. Noch einmal zur Erinnerung:

Die Jagd nach dem geheimnisvollen Buch der Bücher geht weiter!

Während der Schriftsteller Nikolaus Klammer verzweifelt versucht, seine verschwundene und vielleicht auch von finsteren Mächten entführte Tochter Isa zu finden und endlich in Rom eine Spur von ihr zu entdecken glaubt, hat sich das schwarze Buch erneut verändert, das man ihm  in einer von einem Tag auf den anderen verschwundenen Buchhandlung unter mysteriösen Umständen zugespielt hat.

Diesmal erzählt ihm das Buch die Geschichte von Sebastian Kerr, des Großvaters des Autors, der in den letzten Tagen der Weimarer Republik im vergnügungssüchtigen und brandgefährlichen Berlin der gegen eine Geheimorganisation kämpfen muss, die offenbar auch in der Gegenwart Klammer und seine Familie bedroht. Es sind die „Hyänen von Berlin“.

Wird Klammer die unglaubliche Verschwörung um die im Dschungel des Amazonas verschollene Ärztin Elena Kuiper und ihre eingeborene Freundin Lokwi aufdecken können? Und was hat es mit diesem merkwürdigen Pentagramm-Symbol auf sich, dem er überall begegnet?

Auch im zweiten Teil seiner „Trilogie in 5 Teilen“ gelingt es dem Autor, ein überaus spannendes und auch humorvolle Garn zu spinnen, das nahtlos an den ersten Teil anschließt und den Leser viele Stunden zu fesseln vermag.

TEIL 2
DIE HYÄNEN VON BERLIN
230 Seiten, illustriert
ISBN: 978 3 745 01918 6
überall als Taschenbuch und als günstiges E-Book erhältlich

 

 

Die Geschichte geht weiter: „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – TEIL 2“

Was bin ich doch für ein fleißiges Kerlchen!

Die Jagd nach dem geheimnisvollen Buch der Bücher geht weiter!

Während der Schriftsteller Nikolaus Klammer verzweifelt versucht, seine verschwundene und vielleicht auch von finsteren Mächten entführte Tochter Isa zu finden und endlich in Rom eine Spur von ihr zu entdecken glaubt, hat sich das schwarze Buch erneut verändert, das man ihm  in einer von einem Tag auf den anderen verschwundenen Buchhandlung unter mysteriösen Umständen zugespielt hat.

Diesmal erzählt ihm das Buch die Geschichte von Sebastian Kerr, des Großvaters des Autors, der in den letzten Tagen der Weimarer Republik im vergnügungssüchtigen und brandgefährlichen Berlin der gegen eine Geheimorganisation kämpfen muss, die offenbar auch in der Gegenwart Klammer und seine Familie bedroht. Es sind die „Hyänen von Berlin“.

Wird Klammer die unglaubliche Verschwörung um die im Dschungel des Amazonas verschollene Ärztin Elena Kuiper und ihre eingeborene Freundin Lokwi aufdecken können? Und was hat es mit diesem merkwürdigen Pentagramm-Symbol auf sich, dem er überall begegnet?

Auch im zweiten Teil seiner „Trilogie in 5 Teilen“ gelingt es dem Autor, ein überaus spannendes und auch humorvolle Garn zu spinnen, das nahtlos an den ersten Teil anschließt und den Leser viele Stunden zu fesseln vermag.

In dieser Woche ist mein neues Buch erschienen:

TEIL 2
DIE HYÄNEN VON BERLIN
230 Seiten, illustriert
ISBN: 978 3 745 01918 6
überall als Taschenbuch und als günstiges E-Book erhältlich

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