17.01. Mánis Fall und die Dramen der Natur

Über den Roman, Der Autor, E-Books, Fantasy, Gedankensplitter, Heimat, Katzen, Kolumne, Leben, Literatur, Mánis Fall, Mein Dorf, meine weiteren Werke, Phantastik, Roman, Science Fiction, Video, Werkstattbericht, Wochenlese

Sonntag, 17.01.21

Liebe Leserin,

ich kann mir gut vorstellen, dass ich dir mit meiner penetranten Werbung für meine neue Internet-Präsenz

Brautschau – Zeit muss enden

inzwischen ein wenig auf die Nerven gehe. Aber ich hoffe eben, dass ich mit meiner Werbung nicht nur dich, chinesische Suchmaschinen-Bots und all die 100.000 Spammer erreiche, die mir mit nervtötender Penetranz Onlinecasinos und Pornographie anpreisen. Vielleicht gelingt es mir ja, auch jemanden anderen von hier auf meine andere Site zu locken. Denn das Angebot dort ist einfach zu gut, um es ablehnen zu können. Gerade erst gestern habe ich dort den Anfang meines neuen Romans „Mánis Fall“(1) vorveröffentlicht. Er ist der Einstieg in meinen Brautschau-Zyklus, von dem ich bereits drei dicke Bücher herausgegeben habe. Obwohl am Anfang einige der Hauptfiguren der Saga auftreten, kann „Mánis Fall“ ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da er Ereignisse schildert, die sich fast 6000 Jahre vor der Haupthandlung ereignen. Ich will den Roman, der mehr Science-Fiction als Fantasy ist, noch in diesem Jahr veröffentlichen.

Ich habe den deprimierenden Lockdown der letzten Wochen dazu genutzt, fleißig an meinen Texten zu arbeiten und auch unendlich viel Arbeit in die Brautschau-Site gesteckt. Dass ich überhaupt keine Rückmeldungen oder Kommentare bekomme und die Romane nicht gekauft und nicht gelesen werden, das lässt mich schon ein wenig verzweifeln. J.R.R. Tolkien würde N.M. Klammer lesen. Warum nicht auch du?

In der letzten Woche hat sich mal wieder ein Drama in mehreren Akten ereignet. Im Mittelpunkt stand wie in den meisten Fällen, wenn es im Klammerschen Haushalt dramatisch wird, meine Katze Amy. Als ich am Mittwochmorgen aufstand und mich mit viel Kaffee selbst in den Tag schupsen wollte, bemerkte ich, dass sie schon die ganze Nacht unbeweglich und ausdauernd vor meinem Kaminofen (2) in Lauerstellung war.

Da es regelmäßig geschieht, vermutete ich gleich, dass sich die ältere Katzendame mal wieder etwas zum Spielen und Naschen mit in die Wohnung geholt hatte, das ihr dann entkommen war und sich im Ofen verbarg. Ich entfernte also die untere Abdeckung und fand eine putzmuntere Feldmaus, die sich dort recht behaglich eingerichtet hatte. Halten Feldmäuse eigentlich keinen Winterschlaf? Leider entwischte das putzige Tierchen (Frau Klammerle sieht sie etwas differenzierter als ich) und kletterte höher ins Innenleben des Ofens, wo sie für mich unereichbar war und mir wahrscheinlich eine Nase drehte.

Also stellte ich eine Falle auf. (3) Leider entschied sich die kleine, hübsche Maus in der darauffolgenden Nacht, mein Rettungsangebot zu ignorieren und stattdessen ihre neue Umgebung zu erkunden. Amy war jedoch noch immer auf der Lauer. Es gab kurz nach Mitternacht einen kurzen Krach im Wohnzimmer, dann herrschte Ruhe. Am nächsten Morgen fand ich nur noch eine stolze Katze vor. Die Maus ist seitdem verschollen. Ich habe nicht einmal einen Rest von ihr gefunden.

Und die Lehre daraus? Tja. Lieber in einer Falle gefangen, als in Freiheit gefressen? Gehst du nicht in die Natur, dann kommt sie zu dir? Keine Ahnung. Auf jeden Fall habe ich gerade in meinem Gärtchen ein Denkmal für die beiden Helden meiner kleinen Geschichte aufgestellt.

Ach, ja! Du hast es gesehen. Es schneit. Vier Wochen zu spät, aber immerhin. Und ich kann ihn genießen, da ich momentan das Auto nicht bewegen muss. Und ja, ich habe gerade auch viel Spaß daran, Videos zu machen und zu bearbeiten. (4)

Ich wünsche dir in dieser bewegungslosen, erstarrten Zeit einen schönen und besinnlichen 8. Adventssonntag.

Bis zur nächsten Woche, dein Nikolaus.


(1) Ein wenig Nerd-Wissen, falls du neugierig bist: Máni ist in der nordischen Mythologie der Gott des Mondes. Er findet in der nordischen Dichtung und selbstverständlich auch in der Edda Erwähnung. Während Ragnarök, also am Ende aller Zeiten, wird er von dem Wolf Hatti verschlungen.

(2) Winter, Schneefall, ein bullernder Holzofen, Glühwein, ein fetter Roman, Frau Klammerles selbstgebackene Leckereien … Kann das Leben im Lockdown schöner sein?

(3) Selbstverständlich eine Lebendfalle. Ich bin ja Vegetarier und kein Unmensch. Ich habe in dem Ding schon mehrere Mäuse gefangen (der beste Köder ist Marzipan oder, wie sind ja in Bayern, altbackene Brezelbrocken). Wir hatten Anfang letzten Jahres für drei Wochen eine Maus hinter dem Kühlschrank, die mir die Vorgängerfalle zuverlässig leerfraß, sich aber nie fangen ließ. Ich vermutete zuerst, das Tier sei sehr clever. Aber in Wirklichkeit war die Falle defekt. Die neue hatte ich keine zwei Stunden aufgebaut, als ich die Maus schon gefangen hatte und sie auf dem nächsten Acker aussetzen konnte.

(4) Ich weiß, ich bin lästig mit meiner Werbung. Aber bei der Gelegenheit möchte ich dich noch einmal auf meinen Youtube-Kanal aufmerksam machen, auf dem ich aus meinen Romanen lese.

Dienstag, 02.07.19 – Amy omnipräsent …

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Amivorher

Amy – 15:27:12 Uhr

Amydanach

Amy 15:27:28 Uhr

Wie jeder gelehrte Feleologe (Katzentheologe) weiß, sind Omnipräsenz, Allgegenwart oder Ubiquität Fachbegriffe, die die allumfassende Präsenz einer Katze an mehreren Orten gleichzeitig kennzeichnen. Hier ist der Beweis: Zwischen diesen beiden Schnappschüssen liegen tatsächlich nur etwa 15 Sekunden, in denen ich schnell mein Arbeitszimmer verließ und damit meinen Bürostuhl preisgab, um mir ein Glas Wasser zu holen. Amy saß in dem Moment in einem anderen Zimmer auf einem ihr recht unbequemen Stuhl. Als ich nach Augenblicken zurückkam, lag sie wohl schon seit Stunden in vollkommenem Tiefschlaf in meinem Sessel.

Ich nehme an, Katzen haben die Möglichkeit, parallele Welten zu betreten und dadurch relative Zeitparadoxe in der unseren zu erzeugen, gleichzeitig da und nicht da zu sein (siehe auch bei Schrödinger) und einen Tag auf Wochen auszudehnen. Die gewonnene Zeit nutzen sie zum Schlafen.

Auf jeden Fall musste nun ich für den kurzen Rest des Nachmittags mit dem harten Holzstuhl vorlieb nehmen …

Klammer schweigt

Alltägliches, Der Autor, Fotografie, Garten, Katzen, Leben, Literatur, Werkstattbericht

Liebe Freunde meiner Literatur,

der und dem einen oder anderen unter euch mag es vielleicht aufgefallen sein (vielleicht auch nicht), dass ich in dieser Woche geschwiegen habe und keine Blogbeiträge und Fortsetzungen meiner Romanserien veröffentlicht habe. Das liegt nicht an fehlenden Wörtern und Worten, sondern schlicht an den Erfordernissen meines Brotberufs, der mich im Augenblick sehr stark in Beschlag nimmt. Mir fehlt einfach die Zeit, hier zu schreiben.

Aber ich verspreche Besserung. Demnächst geht es hier weiter.

Was das alles mit dem Foto von meiner gähnenden Katze Amy zu tun hat, weiß ich auch nicht. Aber mir gefällt die Aufnahme, die ich gestern Abend in der schwülen Hitze meiner kleinen Terrasse schoss. Sie passt perfekt zu meiner momentanen Stimmung zwischen endender Frühjahrsmüdigkeit und leichter Überarbeitung.

Bis demnächst,

Euer Nikolaus

Yoga mit Amy

Alltägliches, Katzen, Leben

Lektion 2:
(Kontemplationsübung)

Wir finden in der Vorweihnachtshektik unseren inneren Ruhepunkt.

amy12

Das Sofakissen

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Mein Neffe behauptet, ich würde ständig Fotos von meiner Katze bloggen. Das ist nicht wahr! Dies ist die erste Aufnahme von ihr seit dem 15. August. Und wem es auf die Nerven geht, in meinem doch eigentlich literarischen Blog immer wieder Bilder von Amy zu sehen, dem sei hier gesagt: Dies ist meine private Spielwiese. Und ich liebe Katzen. Sie sind die Krone der Schöpfung. Warum ich nur Fotos von Amy im Ruhezustand poste, die ja doch in manchen Nächten drei halbtote Mäuse durch die neue Katzenklappe ins Haus trägt, ist einfach der Trägheit meiner Kamera zu verdanken. Bevor sie auslöst, ist die Katze schon wieder weg und ich habe mal wieder nur eine Zimmerecke geknipst.

Frau Klammerle ist übrigens im Gegensatz zu mir begeisterte Anhängerin des ayurvedischen Yogas und verknotet sich regelmäßig mittwochs bei ihrem Guru Hartmut, einem dürren Anthroposophen, der auch malt und musiziert und Theater spielt (kurz: am Hungertuch nagt). Sie tut es also auch für den guten Zweck. Ich persönlich zweifle übrigens am Sinn und Nutzen dieser weltanschaulich doch recht zweifelhaften Körperverrenkungen und hocke lieber bequem mit einem Buch in der Hand und einem Glas Rotwein in Reichweite auf meinem Sofa – wenn mir die Katze genug Platz lässt. Das ist für mich genug Meditation und Zen-Buddhismus.

Triffst du Buddha, töte ihn.