Aber ein Traum …

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„Das Rote Haus“ – Eine Rezension von Andreas Milanowski

Heute hat der sympathische Kölner Autor Andreas Milanowski, den ich auf Instagram kennengelernt habe, bei Amazon eine Rezension meiner „jugendgefährdenden“ Kurzgeschichtensammlung „Das Rote Haus“ veröffentlicht. Es ist die längste Rezension, die ich je bekommen habe; länger als manche Story, die sich in meinem Band findet. Danke schön!

Übrigens scheint es nun auch bei Büchern bei Amazon möglich zu sein, sie anonym nur mit Sternen zu bewerten, ohne eine kurze Kritik dazu zu schreiben. Dies nennt man dort eine „globale Bewertung“. Obwohl ich beim „Roten Haus“ davon profitiert habe und bei zwei Rezensionen dreimal 5 Sterne erhielt, halte ich dieses System für eine selten blöde Einrichtung, die jedes Ergebnis nur verfälschen kann.

»„Aber du wirst einsehen, wie ich aus dem Zustand des einen auf die Gesamtheit schließen kann. Ich will einen herausgreifen und ihn zeigen wie er scheitert oder sich arrangiert. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht!“ Hier hattest du es eilig, mich zu unterbrechen: „Auch Arrangement ist ein Scheitern. Es ist die alltägliche Form des Scheiterns, die undramatische, die du in deinen Geschichten und Bildern gerne unterschlägst. Auf einem falschen Weg kann man nur wenige Schritte in die richtige Richtung gehen.“

Das ist meine Lieblingsstelle aus Niklas Klammers Kurzgeschichtensammlung „Das rote Haus“. Sie ist aus dem Text „Wanderer“ und sie ist es deswegen, weil er an dieser Stelle, in diesem Abschnitt, exemplarisch sein Programm vorstellt. Das Buch folgt diesem Einen auf einer Zeitreise durch drei Jahrzehnte literarischen Schaffens. Es zeigt zu Beginn einen zornigen, jungen Autoren, der sich mit der braunen Vergangenheit seiner Vätergeneration auseinandersetzt, mit Konzentrationslagern und Gulags. In „Rache“ erzählt er von einem, von paranoiden Fantasien getriebenen, ehemaligen KZ-Aufseher, der einer Jüdin begegnet, die er meinte, ermordet zu haben. Nicht genug damit, versucht sein vermeintliches Opfer auch noch, ihrem Peiniger nach einem Unfall das Leben zu retten. Man folgt in „Palimpsest“ dem Physiker Dr. Renning, dem Erfinder einer Zeitmaschine, mit deren Hilfe er sich ins Jahr 1923 zurückbeamt, um mit einem gezielten Kopfschuss Adolf Hitler zur Strecke zu bringen. Ich darf verraten: es misslingt und zwar auf so groteske Weise, dass, wer den wirklichen Fortgang der Geschichte kennt, sich ein mandelbitteres, verzweifelt verzerrtes Grinsen nicht verkneifen mag. Die zweite von vier Abteilungen des Buches befasst sich mit Futuristischem, einer Welt beispielsweise, in der die Literatur von Computerprogrammen erstellt wird, mit allen katastrophalen Folgen für die Lesbarkeit der Texte. Sie holt Kindheitserinnerungen zurück über die Irritationen, die das Auftauchen des weiblichen Geschlechts in einer Bande halbwüchsiger Jungs schafft und sie entführt uns mehrfach ins toskanische Italien, wie man unschwer erkennen wird, einem der bevorzugten Aufenthaltsorte des Autors Klammer. Die dritte Abteilung befasst sich mit Beziehungsgeschichten im weitesten Sinne des Wortes, die vierte mit, mehr oder weniger, programmatischen Texten, wobei die Sinnhaftigkeit des Auftauchens diesen oder jenen Textes in den jeweiligen Gruppen sich mir nicht immer erschließt. Es gibt Überschneidungen. Das ist aber nur eine Randnotiz und stört nicht, da jede der Geschichten des Buches eine, in sich abgeschlossene erzählerische Einheit darstellt. Mein persönliches Highlight ist die Geschichte „Der Schriftsteller, die Putzfrau und der Tod“. Hier kann man, obwohl, oder vielleicht gerade weil es ums Sterben geht, von Herzen über einen Schriftsteller lachen, der sich, soeben unter überaus merkwürdigen Umständen verstorben, zusammen mit seiner ebenfalls just verschiedenen Putzfrau vor einer Kinoleinwand wiederfindet, auf der in diesem Moment ein Film läuft, der die letzten Minuten im Leben der beiden zeigt. Die Geschichte ist, obwohl vom Plot her tragisch, so komisch erzählt, dass der Tod, der am Ende als lässiger Literaturliebhaber erscheint, seinen Schrecken gänzlich verliert.

Niklas Klammer macht den Zugang zu seinen Texten nicht immer einfach und das ist gewollt. Gerade die älteren sind herausfordernd und teilweise, aufgrund der politischen Thematik, schwer verdaulich. Das macht sie jedoch nicht weniger interessant und lesenswert – im Gegenteil. Sie sind schwierig, weil sie den Leser zwingen, sich zu positionieren. Klammer lesen und danach Tagesschau sehen oder ruhig ins Bett legen, das funktioniert nicht. Die späteren Texte sind leichter, humorvoll und mit viel Raffinesse geschrieben. Beeindruckend ist die Genauigkeit der Beobachtung menschlichen Verhaltens. Niklas Klammers Kurzgeschichten sind nie nett, keine Love Stories, keine pittoresken Bildchen aus dem braven, bürgerlichen Leben. Es sind Traumbilder, manchmal alptraumhaft. Sie wollen eklig sein, komisch, grotesk, gelegentlich absurd, verstörend. Es sind Bilder aus dem Leben eines Einzelnen, der sich exemplarisch nimmt für das Ganze. Wer sein Leben ruhig und beschaulich mag, der ist hier falsch! Für alle anderen, vor allem die, die den Autoren Niklas Klammer kennenlernen wollen, ist „Das rote Haus“ ein must read!«

Andreas Milanwoski

Mein neues Buch ist fertig!

So, meine Lektorin und ich waren sehr fleißig und das Warten hat ein Ende:

Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – Teil 3
Der Gulag des Dmitri Alexandrowitsch Krakow

ist fertig und bereits jetzt im Buchhandel als Taschenbuch erhältlich!

Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – Teil 3
Softcover, illustriert, 232 Seiten
8,99 €
ISBN 978-3746739762

(Auch die günstige E-Book-Ausgabe für 1,99 € ist inzwischen erschienen)

Ich freue mich wahnsinnig und ich hoffe, meinen Leserinnen und Lesern geht es ebenso. Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

Liebe Grüße, Nikolaus

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Und hier noch ein Schnappschuss von meiner Lektorin bei der Arbeit:

Lobende Worte

Manche Worte schmecken süß wie italienische Dolci.

Gerade tauchte unter der Überschrift „Erzählkunst vom Feinsten“ (!) die folgende Kritik zum ersten Teil von „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – Teil 1: Die Frau, die der Dschungel verschluckte“ bei Amazon auf. Sie wurde von einem mir unbekannten Michael geschrieben und ist so schmeichelhaft und süß schmeckend, dass ich sie hier unbedingt teilen möchte:

„Mit sorgfältiger Sprache wird hier eine spannende Geschichte erzählt. Falsch: Es wird nicht eine Geschichte erzählt, es werden mehrere Geschichten erzählt, indem der Autor mehrere Ebenen wählt, die geschickt ineinandergreifen und so immer wieder den Spannungsbogen erhöhen, um auf der anderen Ebene die Handlung voranzutreiben. Dennoch verliert man nie den Überblick, sondern ist von den Figuren und deren Erlebnissen fasziniert. Vor allem die Frauen gewinnen eine hohe Plastizität in der Intensität ihrer Gefühls- und Erlebniswelten. Man darf sich sogar Fragen, ob der Autorenname nicht ein Pseudonym für eine Frau ist … Also mit einem Satz: Ich kann diesen Roman nur empfehlen, man wird eine kurzweilige Zeit erleben und etwas über weit verborgene Welten erfahren. Viel Spaß beim Lesen und: Ich freue mich auf die Fortsetzung!“ – Michael

Nun, die Fortsetzung Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren – Teil 2: Die Hyänen von Berlin“ erscheint bereits in zwei Wochen und das wäre doch die ideale Gelegenheit, sich endlich den ersten Teil meiner Trilogie in fünf Teilen als günstiges E-Book oder als Taschenbuch anzuschaffen und zu lesen.

Dass mich Michael für eine Frau hält, ist übrigens eine hübsche Verschwörungstheorie und hat mich köstlich amüsiert.

„Kafka meets Indiana Jones“ – Dr. Geltsamer als Taschenbuch

Manchmal geht es eben schnell:

Nun ist auch der erste Band der fünfteiligen Geltsamer-„Trilogie“ bei epubli.de und bei amazon.de als günstiges Taschenbuch erschienen. (Der zweite Teil kann übrigens gerade auf meinem Blog gelesen werden. → siehe hier)

Der Schriftsteller Nikolaus Klammer (!) entdeckt zufällig in einer geheimnisvollen Buchhandlung den Roman „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“, dessen Autor zu seiner Überraschung er selbst sein soll. Er kauft das Buch und beginnt neugierig darin zu lesen. In dem Buch ist das spannende Expeditions-Tagebuch der brasilianischen Ärztin Elena Kuiper abgedruckt, einer in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts im Amazonas-Dschungel verschollenen Forscherin. Die mutige Ärztin ist fern aller Zivilisation einem gefährlichen und wohl gehüteten Geheimnis auf die Spur gekommen. Das Werk, das diese ungeheuerliche Geschichte erzählt, hat angeblich ein Geistlicher des Vatikanischen Geheimarchivs der Inquisition herausgegeben.

Aber das Tagebuch der Ärztin ist erst der Anfang des Leseabenteuers, denn das seltsame Buch verwandelt sich jedes Mal, wenn es Klammer öffnet, in ein vollkommen anderes. Der Text darin verändert sich auf mysteriöse Weise und erzählt eine neue Geschichte.

Klammer wird in eine finstere Verschwörung von uralten und grausamen Mächten verwickelt, die sein eigenes und auch das Leben seiner Tochter Isa bedroht. Kann ihm das seltsame Buch helfen, das dunkle Geheimnis seiner Familie zu lüften?

Der Roman ist ein wirklich spannendes, manchmal auch surreales und oft humorvolles Abenteuer (Der Alltag des Autors!) voller unvergesslicher Charaktere und erstaunlicher Ereignisse, das den Leser in die Geschichte hineinzieht und nicht mehr loslässt.

Dsch-Zwischen

Geltsamer-buch

Dr. Geltsamers Memoiren
„EIN PHANTASTISCHER ROMAN“
Teil 1: Die Frau, die der Dschungel verschluckte

8,99 €
192 Seiten
ISBN: 978-3-7450-4476-8

Mein Buch schwimmt nun auf dem großen Fluss …

Liebe Freunde,
jetzt ist es endlich auch bei Amazon erhältlich: Mein „Meister Siebenhardt“ als Taschenbuch.
Ich traue mich eigentlich schon gar nicht mehr zu fragen, denn als Pessimist ahne ich das Kopfschütteln voraus. Aber über eine Rezension – egal, ob kritisch, achselzuckend oder gar lobhudelnd – würde ich mich wirklich, aufrichtig und wahnsinnig freuen.
Danke im Voraus.

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