Aber ein Traum …

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In den Bücherkellern des Vatikans (2)

<– zum 1. Teil …

Der Verleger fragte sich, ob er wirklich schon ganz wach war. Die Wohlklänge eines barocken Musikstücks füllten den nicht gerade kleinen und fensterlosen Raum. Sie wurden von den knisternden und knackenden Nebengeräuschen begleitet, wie sie die Wiedergabe einer Vinyl-Schallplatte mit sich bringt. Welkenbaum lag in der Mitte des Raums auf einer schäbigen, mit ehemals rotem Stoff bezogenen Couch und starrte an die Decke. Er nahm kaum wahr, was er dort sah. Er hatte noch einen weiten Weg von seinem Falltraum hinein in die Wirklichkeit zu gehen. Es dauerte eine gefühlte halbe Ewigkeit, bis sein Verstand endlich die Sonate wahrnahm, die sein Ohr schon lange hörte und deren Melodie seine Lippen bereits eine ganze Weile mitsummten. Es kostete ihn ein gewaltiges Maß an Konzentration, sich auf die Kaskaden der perlenden Gänge des Cembalos und das elegische Seufzen der Streicher zu konzentrieren und das Auf und Ab der Töne als eine Strickleiter zu benutzen, an der er zurück in den Wachzustand klettern konnte. Doch die überaus reine und feinstrukturierte Klarheit des Adagios, die ihm jede nahende Tonfolge im Voraus verriet und genießen ließ, bevor sie dann tatsächlich erklang, half ihm schließlich, langsam aus seiner tiefen Betäubung zu erwachen. Es war beglückend und befriedigend, sich von dieser Musik an die Hand nehmen und von ihr zurück in die Welt führen zu lassen. Aber es benötigte viel Zeit, denn sein Geist war endlos tief und fast komatös in ihm selbst begraben gelegen.

Welkenbaum kaute abgelenkt auf etwas Trockenem, Säuerlichem und Abgestandenem herum – seiner eigenen Zunge! – und gab sich ganz den himmlischen Harmonien der Musik hin. Endlich begriff er auch, was seine an die Decke gerichteten und schon lange geöffneten Augen betrachteten: Es war ein aus roten Ziegeln errichtetes Tonnengewölbe, von dessen Zentrum eine kahle Glühlampe herabhing. Ihr Licht war warm, aber nicht allzu hell. Es gelang ihr nicht, den weiten Raum vollkommen auszuleuchten. Die unverputzten und zum Großteil mit leeren Regalen verstellten Backsteinwände lagen in den Schatten. Mit Welkenbaums beginnender Wahrnehmung seiner Umgebung geschahen zwei Dinge gleichzeitig: Die Nadel des Plattenspielers gelangte zu einem Kratzer auf dem Vinyl. Dort blieb sie hängen, sprang zurück und ein halber Cembaloakkord erklang von Neuem. Und dann noch einmal und noch einmal …

Doch in Welkenbaums umnebeltem Gehirn passierte dadurch genau das Gegenteil: Er kam endlich wieder in die richtige Spur und er erwachte endgültig. Er erinnerte sich mit einem Mal deutlich an die Momente vor seinem Traumsturz in diesen Keller hinab.

Er hatte auf dem Dach des Hotels Raphael in Klammers außergewöhnlichem Buch gelesen und dabei viel zu viel Bier getrunken – im Nachhinein betrachtet, war das in der römischen Hitze keine gute Idee gewesen.

Dem Roman von Nikolaus Klammer, der vorgab, die aberwitzige Autobiografie eines sowjetischen Gulagsträflings zu sein, war eine sepiabraune Fotografie beigelegt gewesen, die Welkenbaum beim Lesen in den Schoß gerutscht war. Die Ablichtung hatte eine junge Frau mit Tropenhelm auf dem Kopf und Kleidung aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt. Die Aufnahme wirkte wie ein Publicity still aus einem uralten Tarzan-Film, das die abgebildete Schauspielerin als Autogrammkarte vervielfältigt hatte. Was den Verleger jedoch fast um den Verstand gebracht hatte: Die gut aussehende Forscherin sah haargenau wie seine Verlobte aus. Auch wenn sie auf dem Foto eine andere Frisur trug, hatte Welkenbaum sie doch sofort an ihrer unverwechselbaren Körperhaltung und an ihrem kecken Profil erkannt.

Anschließend … ja, was war dann eigentlich im Anschluss geschehen? Jemand muss ihm etwas ins Bier getan haben, ganz sicher … irgendeine KO-Droge. Diese hatte ihn dann in seinen wahnwitzigen Falltraum geschwemmt. Das war offenbar guter Stoff gewesen. Und er wusste mit einem Mal ganz genau, wer ihm das angetan hatte. Das hatten die beiden Alten getan, die ihn schon den ganzen Nachmittag über von ihrem Tisch auf der Dachterrasse des Hotels aus beobachtet hatten.

»Herrgott! Zefix!«, rief der Verleger aus und wollte von dem muffigen Sofa aufspringen, das wohl schon seit dem Biedermeier hier unten in dem dunklen Kellerraum vor sich hin moderte und entsprechend scharf nach feuchtem Schimmel und anderem Unaussprechlichem roch. Wie er dabei auf recht schmerzhafte Weise feststellen musste, konnte sein linker Arm diese Bewegung nicht mitmachen. Das Handgelenk war durch massive Handschellen mit einem der Löwenfüße des alten Liegemöbels verbunden. Welkenbaum landete deshalb äußerst unsanft neben dem Sofa. ›Chaiselongue wäre wohl die exaktere Bezeichnung‹, fiel ihm ein. Er knallte ungebremst auf die kalten Fliesen Seine Schulter tat höllisch weh. Er nieste in den zentimeterdicken Staub, der den Boden bedeckte und jammerte kurz auf, hielt sich mit der freien Hand die schmerzende Stelle.

Anschließend steigerte er sich in einen bemerkenswerten Wutanfall hinein, der jeden, der ihn kannte, verblüfft hätte; galt er doch als ruhiger, besonnener, geradezu phlegmatischer Mann. Er spuckte, wütete und tobte – und diese gotteslästerliche Schimpfkanonade wurde heiter von der ewig wiederholten Tonfolge der kaputten Schallplatte untermalt. Zum Glück war der bayerische Dialekt so reich wie kaum eine andere Sprache auf der Welt mit zum Anlass passenden Kraftausdrücken gesegnet. Ohne eine Pause bei seinem schier unerschöpflichen Fluss an Verbalinjurien zu machen, kniete sich Welkenbaum hin. Er versuchte, das Sofa ein wenig hochzuheben, um seine Handfessel unter dem Fuß hindurch zu fädeln. Aber das scheußliche Möbelstück gehörte anscheinend zum Inventar und war zumindest für ihn mit bloßen Händen unlösbar mit dem Boden verschraubt. Dadurch wurde seine Wut noch größer.

»Sakrisches Drecksding, verrecktes! Hurasakrament!«, brüllte er, bis die Wände wackelten. Verzweifelt rüttelte er an dem Sofa. Es war nicht auszumachen, ob er den Plattenspieler, das Sofa, seine Handschelle oder alles zusammen meinte, aber endlich bewirkte sein Fluchen eine Reaktion. Die nervtötende Tonfolge endete mit dem dissonanten Knirschen, das entsteht, wenn man mit der Nadel des Plattenspielers über das Vinyl kratzt. Danach öffnete sich die Tür zu diesem Loch, in dem er gefangen gehalten wurde. Seine beiden Entführer traten zu ihm herein. Wie er schon vermutet hatte, waren es tatsächlich die beiden Alten vom Raphael. Ein zweites und viel helleres Deckenlicht wurde eingeschaltet. Nun konnte Weltenbaum, der seine Brillen vermisste, mehr von dem großen, fensterlosen Ort erkennen, in dem man ihn festhielt. Es schien sich um das Kellergewölbe eines alten Archivs zu handeln. Große, bis an an die Decke reichende Holzregale, die offenbar alle leer waren, bedeckten drei Seiten des Raums. In dessen Mitte hockte Welkenbaum an das Sofa gefesselt auf dem lange nicht mehr gereinigten Boden. Er suchte nach etwas, mit dem er um sich schmeißen konnte.

Nur die Frontseite des Raums, an der die Tür war, sah anders aus. Hier standen ein alter und wertvoll aussehender Sekretär und ein barocker, vergoldeter Stuhl an der Ziegelwand. Über diesem Arbeitsplatz hing ein großes, dunkles Ölgemälde, das einen Geistlichen zeigte. Anhand der Kleidung vermutete Welkenbaum, dass es sich um einen Kardinal aus dem 19. Jahrhundert handelte, der mit finsterem Blick unter zusammengezogenen Augenbrauen missbilligend und voller Abscheu auf den Verleger herabsah, als wäre er über dessen Schimpfwörterflut ebenso empört wie die Entführer.

„Reißen Sie sich zusammen und hören Sie endlich auf, so entsetzlich zu fluchen!“, sagte der alte Mann und seine verwitterte Begleiterin vollendete: „Das ist ungehörig! Sie sind an einem heiligen Ort.“

[Zum 3. Teil …]

Die drei bisher erschienen Bände der Geltsamer-Trilogie. In jeder gutsortierten Buchhandlung und selbstverständlich überall als E-Book erhältlich.

In den Bücherkellern des Vatikans (1)

 Nikolaus Klammer

Dr. Geltsamers
erinnerte Memoiren
„Eine phantastische Trilogie“
in 5 Büchern

4. Buch:
In den Bücherkellern des Vatikans

Zwischen den Zeilen

Welkenbaum fiel. Er stürzte nun schon seit einer Ewigkeit in gleichmäßiger, ruhiger Geschwindigkeit einen rotgeziegelten Brunnenschacht senkrecht hinab in eine schier grundlose Tiefe. Sein Zeitgefühl hatte er dabei längst verloren. Aber inzwischen musste er sicherlich schon Stunden in dieser aberwitzigen Situation verbracht haben, von der er nicht wusste, wie er in sie hinein geraten war. Er hatte sich längst an seinen Sturz gewöhnt und er erschien ihm nicht mehr absonderlich. Obwohl er sich vor dem Ende seines endlosen Falls fürchtete, den er doch unmöglich überleben konnte, und die Angst vor dem Zerschmettern auf dem Boden des Schachts wie ein Stachel im Hintergrund seiner Gedanken steckte, genoss er den Augenblick. Es war ein beglückendes Gefühl, frei wie ein Vogel zu sein und nur den Luftwiderstand um sich zu spüren. Er umschloss ihn sanft und begleitete ihn wie eine warme Decke den Abgrund hinunter.

Bereits seit vielen Jahren fühlte sich der Verleger in seinem aufgeschwemmten, unsportlichen und mit dem Altern schwächer und für Beschwerden anfälliger werdenden Körper immer unwohler. Er hatte sich von ihm entfremdet. Seine weltliche Hülle führte ein eigenes, amöbenhaftes Leben, das seinem Geist, der sich in dem fetten Leib wie ein Gefangener in einem viel zu kleinen Verlies vorkam, nicht gefiel und den er eigentlich verabscheute. Unaufhörlich bereitete ihm sein Körper Probleme: Da zwickte, dort drückte etwas, quälte, beengte und schränkte ihn ein. Häufig litt er unter Atemnot, stechendem Schmerz in den Hüften und an Krämpfen in den Schenkeln. Dazu kam eine stumpfe Taubheit in den Fingern und den Zehen. Sein täglicher und unverantwortlich hoher Alkoholkonsum, von dem er als einziger in seiner näheren Umgebung der Auffassung war, er hätte keine Probleme mit ihm, half ihm besser durch diese Beschwerden als jede Medizin. Trotzdem ließ er sie sich großzügig von seinen Hausärzten verschreiben und schluckte brav die Wässerchen, Pillen und Tabletten, obwohl er ihre Wirkungen nicht zu spüren glaubte. Er war sich freilich bewusst, dass die abendliche Flasche Rotwein und der „Betthupferl“-Whisky wahrscheinlich einen Großteil seiner Unbilden erst verursachten. Schließlich waren die morgendlichen Konsequenzen seiner regelmäßigen Besäufnisse – Übelkeit, Herzrasen und stumpfes Kopfweh -, oft grausamer als die Schmerzen des Vorabends, die seine Sauferei betäuben sollte. Doch daran etwas zu ändern, hatte er längst nicht mehr in der Hand. Das war ein Teufelskreis, dem er nicht mehr entrinnen konnte.

›Ab 50 beginnt jeder Morgen mit einer neuen Wunde‹, erinnerte sich Welkenbaum an eine Bemerkung seines Vaters Oswald an dessen 90. Geburtstag, ›und jede Stunde beschert dir ein weiteres Leid. 90‹, dachte er, ›so alt werde ich bestimmt nicht.‹

Doch all dies war nun wie weggeblasener Staub von den Regalen seiner Erinnerung und seine Seele und der verflixte Körper fühlten sich zum ersten Mal seit langer, langer Zeit im gemeinsamen Sturz miteinander versöhnt. Wenn Welkenbaum an seine Krankheiten dachte, dann hatte er das Gefühl, als wären sie jemand anderem in einem anderen Leben geschehen. Sie waren für ihn wie etwas, das er vor längerer Zeit in einem weinerlichen Buch von Nikolaus Klammer oder von Daniel Kehlmann gelesen hatte – insgesamt doch eher unerfreuliche, selbstmitleidige und unerfreulich larmoyante Lektüren, bei denen er Erleichterung empfand, wenn er sie beenden konnte.

Wie gesagt: Er wusste weder, wie lange dieser Zustand des unablässigen Fallens schon andauerte, noch, wieviel Zeit ihm das Schicksal noch gewährte. Doch augenblicklich stürzte er in gleichmäßigem Tempo in eine bodenlose Tiefe und er war glücklich. Dabei konnte er sich auch beim besten Willen nicht erinnern, wie er in diese Situation gekommen war. War er über den Rand eines römischen Brunnenschachts, der hinab in die Katakomben unter der Via delle Sette Chiese führte, gestolpert oder von jemandem von hinten gestoßen worden? Er wusste es nicht. Und wie tief mochte dieser kreisrunde Ziegelschlauch noch sein, dessen Ränder er berühren könnte, wenn er seine Arme nur noch ein wenig weiter ausstreckte? Er glaubte, jetzt schon einen halben Tag hinabzufallen. Wie schnell wurde noch einmal der Körper eines Fallschirmspringers? 200 Kilometer in der Stunde oder mehr? Ging das nun so weiter bis zum Erdmittelpunkt – so ein Sturz würde etwa dreißig Stunden dauern –, oder gar darüber hinaus? Und was geschah dann? Welkenbaum entschloss sich, nicht weiter in seinem Gedächtnis nach den Physikkenntnissen seiner Jugend zu suchen, sondern diesen besonderen Moment ohne Schmerzen und Kummer zu genießen, so lange er eben dauerte.

›Sorgen und Schmerzen sind kein Frosch, die hüpfen nicht über Nacht davon.‹ Das war auch ein Spruch seines Vaters; der war ein wandelnder Büchmann gewesen.

Dies war doch schon immer Welkenbaums Problem gewesen: Er war niemals vollkommen entspannt. In den unruhigen, nächtlichen Schlaf quälte er sich nur mit Bromazepam-Tabletten und altem Glenlivet und versuchte er ruhig zu sitzen, begannen seine Beine in rastloser Bewegung zu zittern und seine Füße schliefen ein. Nun jedoch war alles gut und das Leben schön. Warum konnte er diesen Moment einfach nicht mehr genießen? Aber die Frage, was mit ihm geschehen war, nagte plötzlich an Welkenbaum. Sie stach als akuter, nadelfeiner Schmerz knapp über der Nasenwurzel in seinen Verstand und störte das vollkommene Glück, das er eben noch empfunden hatte. Gleichzeitig hatte sich auch in seiner Umgebung, in jenem monotonen, endlosen Brunnenschacht, in den er fiel, etwas verändert. Auch wenn der Verleger noch nicht begriff, was anders war.

Oder war dies überhaupt kein Sturz, den er da erlebte? Vielleicht saß er ja einer optischen Täuschung auf und glitt stattdessen empor, nach oben, dem Himmel entgegen, wie ein mit Helium gefüllter Luftballon. Das würde sich, fiel ihm auf, genauso anfühlen. Vielleicht war der gemauerte Schlund ja kein Schacht, sondern ein gewaltiger Kamin! Vielleicht lag er gerade im Sterben und dieser Fall oder Aufstieg oder was auch immer war seine persönliche Nahtod-Erfahrung. Aber wurde nicht immer etwas von einem hellen Licht gefaselt, dem man entgegenflog? Wenn er sich nur erinnern könnte!

Welkenbaum konzentrierte sich auf seine rechte Hand, durch deren gespreizte Finger er den Fallwind fühlte und wollte sie drehen, um dadurch die Richtung festzustellen, in der er unterwegs war. Es misslang ihm vollkommen; er hatte keine Kontrolle über seine Muskeln.

›Wahrscheinlich ist das alles nur ein luszider Traum und ich schlafe morgens unruhig kurz vor dem Erwachen in meinem Bett‹, kam ihm beruhigend in den Sinn und seine Kopfschmerzen wurden dabei stärker. ›Ach, wie langweilig. Träume will ich weder erleben, noch sie von jemandem erzählt bekommen. Das ist doch öde. Es gehört zu den sieben Todsünden eines Autors, von einem Traum zu berichten oder mit ihnen gar einen neuen Roman zu beginnen. Das geht schon dreimal nicht. Niemand will das lesen. Und ich will jetzt aufwachen! Auf der Stelle!‹ Er öffnete die Augen.

Welkenbaum konnte die Ziegelwand und aus den Augenwinkeln seinen fetten, fallenden Körper sehen. Er trug übrigens einen leichten, sommerlichen Leinenanzug und unter dem Sakko, dessen kurze Schöße fröhlich im Wind flatterten, ein hellblaues, von Bierflecken besudeltes Hemd. Dies erschien ihm aus irgendeinem vergessenen Grund ein wichtiges Indiz zu sein. Trotzdem fragte er sich, ob er seine Augen tatsächlich geöffnet hatte oder es sich nur einbildete. Wenn er träumte, dann konnten diese Sinneseindrücke auch von seinem Geist an die Innenseite seiner geschlossenen Lider projiziert worden sein. Aber wenn er diese auseinander zwang, würde er unzweifelhaft erwachen. Er fokussierte seinen ganzen Willen und versuchte krampfhaft, seine Augen nicht erneut in den Traum, sondern jetzt in die Wirklichkeit hinein zu öffnen. Der Schmerz, den diese Anstrengung verursachte, jagte wie eine alles überwältigende Hafenwelle vom Kopf ausgehend durch seinen gesamten Körper und erschütterte ihn. Er schnappte entsetzt nach Luft und konnte seinen unruhigen, eiligen Herzschlag an der Halsschlagader pulsieren fühlen. In diesem Moment sah er wie in einer Vision ein Gesicht vor sich auftauchen, dessen kleine, von unzähligen Krähenfüßen eingefasste Knopfaugen ihn gleichzeitig spöttisch und auch besorgt und abschätzend anblickten. Nein, er irrte sich, nicht ein verwittertes Antlitz war es, sondern es waren zwei, die – weil Welkenbaum vielleicht schielte – halb ineinander übergingen und ein Monstrum aus drei Augen, zwei Nasen und einem endlos breiten, verkniffenen Mund bildeten. Die Lippen bewegten sich, gelbe, braunfleckige Zähne wurden sichtbar, aber der Verleger konnte die Worte nicht verstehen, die der Zwitter flüsterte. Die beiden verschmolzenen Uralten waren sich sehr ähnlich. Es waren ein Mann und eine Frau. Sie hatten überaus faltige, ledrige, beinahe haarlose Köpfe, mumienhaft und starr. Was war das? Wer war das? Hatten etwa diese beiden Monstren ihn in den Brunnen gestoßen?

Welkenbaum konzentrierte sich von Neuem. Er zählte langsam bis drei. Anschließend versuchte er ein weiteres Mal, das Gespinst, das sich inzwischen in einen Albtraum verwandelt hatte, zu verlassen, indem er seine Augen aufschlug. Verzweifelt zog er seine Stirn in Falten. Und dann gelang es ihm – überraschend schnell und einfach. Er starrte an die graue Betondecke eines schlecht ausgeleuchteten Kellerraums.

[Zum 2. Teil …]

Die drei bisher erschienen Bände der Geltsamer-Trilogie. In jeder gutsortierten Buchhandlung und selbstverständlich überall als E-Book erhältlich.

Samstag, 17.10.20 – Nikolaus Klammer, der Gefährder der Jugend …

Samstag, 17.10.2020

Liebe unbekannte Leserin,

dies ist schon der „Herbst meines Missvergnügens“. Mich im Internet zu bewegen, macht mir gerade in den letzten Wochen immer weniger Freude. Von den ganzen Verschwörungsirren, Nazis, russischen Bots und Covidioten habe ich schon geschrieben, sie gehen mir täglich auf’s Neue auf den Geist. Aber da ist seit kurzem auch noch der ständige Zwang, auf jeder Site, auf die man surft, irgendwelche „Cookies“ zu akzeptieren; was vor allem am Smartphone zur nervenverzehrenden Folter ausartet. Und das muss ich jedes Mal wieder machen, wenn ich auf die Site gehe, da ich meinen Browser jetzt so eingestellt habe, dass er die doofen Spionagedateien automatisch wieder löscht, wenn ich ihn schließe. Schließlich geht mein Surfverhalten Amazon, Google und Facebook einen ***-Dreck an. Zudem ja auch Frau Klammerle meinen Internetzugang eifrig mitbenutzt. Wenn sie z. B. – wie letztens geschehen – im Netz nach einem passenden BH für sich gesucht hat, den sie dann doch im Einzelhandel in Augsburg erwarb, dann ist seither jede zweite Werbeeinblendung in meinen sozialen Medien eine Reklame für Damenwäsche – was mich nur in äußerst begrenztem Rahmen interessiert.

Neu ist auch, dass ich nun für den Verlag epubli, über den ich als Selfpublisher meine Werke veröffentliche, als Jugendgefährder und Pornograf gelte. Dort hat ihr neuer Algorithmus meine literarische Kurzgeschichtensammlung „Das Rote Haus“ aus Gründen, die nicht in Erfahrung zu bringen sind, bereits zweimal zensiert und auf dem Shop das so unanständige Cover und den Beschreibungstext aus „Jugendschutzgründen“ ausgeblendet. Inzwischen ist die Zensur mal wieder aufgehoben, aber ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich der cancel culture erneut zum Opfer falle.

Der Beschreibungstext lautet übrigens:

DAS ROTE HAUS – Kurze Geschichten

Der durch seine Romane bekannte Autor Nikolaus Klammer erweist sich in diesem Auswahlband mit 25 kurzen Geschichten auch als ein Meister der kleinen Form. Die hier versammelten Kurzgeschichten sind voller Experimentier- und übersprudelnder Erzählfreude. Sie berühren, machen nachdenklich und überraschen durch ihre Themenbreite, ihren Einfallsreichtum, ihre Eleganz und ihren Sprachwitz. Sie beweisen aufs Neue, wie bunt die Palette des Autors der Romanreihen »Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren«, »Brautschau« und »Jahrmarkt in der Stadt« und der beiden Essaybände „Noch einmal davon gekommen“ und „Noch einmal daran gedacht“ ist.


Über den Autor
Nikolaus Klammer erblickte am 10. Februar 1963 das Licht dieser besten aller Welten. Er übt den Beruf des Geschichtenerzählers aus, seit er sprechen kann – also schon eine lange, lange Zeit. Er lebt und schreibt im verträumten Diedorf bei Augsburg und ist seit über dreißig Jahren glücklich verheiratet. Sein bisher veröffentlichtes und umfangreiches Werk umfasst Romane, Erzählungen und zwei Bände mit Essays und Glossen.

Das ist schon heftig! Aber nun gut. Ich gestehe, dass eine der Geschichten, nämlich der „Engel im Spiegel“, den man hier im Blog nachlesen kann, die kurze Beschreibung eines einvernehmlichen, heterosexuellen und für die Handlung wichtigen Geschlechtsverkehrs zwischen zwei Erwachsenen beschreibt. Dabei bewerbe ich mich aber eher für den Bad sex in ficition-Award der britischen Zeitschrift Literary Review, den diese an zeitgenössische Romanautoren für die schlechteste Beschreibung einer Sex-Szene vergibt. Der Rest der Kurzgeschichtensammlung, der sich selbstverständlich an ein literarisch gebildetes und erwachsenes Publikum wendet, ist freilich „schmuddelfrei“. Welche stinkenden Sumpfblüten wird die gerade grassierende, voreilige und vorauseilende political correctness noch austreiben? Und was stellt sie mit unserem kulturellen Leben an? Ich finde, sie zerstört es noch nachhaltiger, als es der Virus gerade tut. Und was ist das für eine amorphe Clique von Personen, die offenbar gerade die öffentliche Diskussion übernommen hat und munter alles und jedes unter Generalverdacht stellt und zensieren will, das sich nicht ihren Regeln unterwirft? Warum kuschen die Denker und Philosophen vor ihnen? Jenen, die erfolgreich einfordern, dass Bücher zensiert, Gedichte gelöscht oder mit Triggerwarnungen für sensible Gemüter ausgestattet werden und Künstler- und Hochschulkarrieren vernichten? Jene, die wollen, dass alte Kinderbücher entweder sprachlich gereinigt oder doch zumindest den Kindern vorenthalten werden? Die auch von mir verlangen, dass ich als zufällig männliche/r/s Literat*In (grundsätzlich in Rassismusverdacht und frauen- und transgenderfeindlich) die deutsche Sprache vergewaltigen soll, weil sie selbst den Unterschied zwischen einem grammatikalischen und einem tatsächlichen Geschlecht nicht begreifen? Was geht da vor?

Aber um Herrn Rether zu zitieren: „Was rege ich mich auf?“

*

Zumindest ist es mir endlich gelungen, vorerst die Arbeit an meiner nächsten literarischen Veröffentlichung – dem Roman „Aber ein Traum“ – abzuschließen. Es sind doch über 300 Seiten und wie ich meine, ein großes Leseerlebnis geworden.

„Ende“ unter ein Buch zu schreiben, erfüllt mich immer mit Stolz und setzt Glückshormone frei, die dann jedoch bald wieder verfliegen. Denn das Wort „Ende“ ist eigentlich eine Lüge. Nun kommt der – zumindest für mich – lästigste Teil der Arbeit, nämlich die Zeit, in der meine Testleserinnen das Werk kritisch begutachten, alles ein letztes Mal korrigiert und verbessert wird (ärgerlicherweise werden trotzdem viele Fehler übersehen), Vorder- und Rückcover entstehen, Werbetexte geschrieben werden. Ich muss trotz meiner Ungeduld viel, viel warten, obwohl ich mein „weltbewegendes“ Werk endlich meinen Leserinnen übermitteln möchte und auf ihre Reaktionen erhoffe. Zumindest kann ich garantieren, dass „Aber ein Traum“ keinerlei jugendgefährdende Inhalte hat, sondern einfach und schlicht gute Literatur ist. Im Moment rechne ich damit, dass der durchaus phantastische Roman um die Brüder Waldescher und ihre große Liebe, der sehr aufmerksame Leserinnen benötigt, im nächsten Monat erscheinen kann.

Auf den dringenden Wunsch von Frau Klammerle und anderen Leserinnen (Hallo, Luna!) habe ich meine Schreibblockade heruntergeschluckt und arbeite jetzt am 4. Teil meiner Geltsamer-Romane, die offenbar – und das schmeichelt mir sehr -, jeder liebt, der sie gelesen hat. (Der 1. Band „Die Frau, die der Dschungel verschluckte“, hat es bei Amazon immerhin auf 10 begeisterte Rezensionen gebracht). Es ist bereits etwa ein Viertel des neuen Buchs geschrieben, das den Titel „In den Bücherkellern des Vatikans“ erhalten wird. In bewährter Weise werde ich in der nächsten Woche damit beginnen, die Beta-, oder eher Gammaversion des Romans hier in homöopathischen Häppchen als Fortsetzungsgeschichte zu bloggen. Das wird hier zwar kaum gelesen, aber es ist für mich eine gute Methode, mich selbst zur Arbeit zu zwingen und für regelmäßigen Nachschub zu sorgen. Vielleicht willst du ja doch mitlesen.

*

Ist es dir aufgefallen, meine liebe und einzige Leserin? Ich habe diesmal auf Fußnoten verzichtet. Irgendwie habe ich jetzt aber das Gefühl, es fehlt etwas. Aber es geht wohl auch ohne …(1)

Liebe Grüße, Nikolaus


(1)  … manchmal zumindest.

Rezension: Nikolaus Klammer – Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren Teil 3

Heute teile ich stolz diese schöne und ausführliche Rezension von lunaewunias Blog „Schreibmaschinchen“. Dankeschön!
 

3. Buch : Der Gulag des Dmitri Alexandrowitsch Krakow

Hier kommt nun meine dritte Rezension zur Geltsamer-Reihe des Autors Nikolaus Klammer. Teil 1 und Teil 2 habe ich bereits rezensiert. Story der Reihe Der Autor Nikolaus Klammer findet durch Zufall in einer sehr Mysteriösen Buchhandlung ein Buch, das unter seinem Namen veröffentlicht wurde, jedoch nicht […]

Rezension: Nikolaus Klammer – Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren Teil 3

Samstag, 03.10.20 – Ach, dieses schreckliche Jahr …

Samstag, 03.10.2020

Liebe unbekannte Leserin,

du hast bestimmt schon auf meinen allwöchentlichen Samstagsbrief gewartet, der seit Wochen der einzige, irgendwie an Literatur erinnernde Text ist, der mir noch gelingen will. Und selbst diese regelmäßige kleine Botschaft kostet mich Überwindung. Ja, du wirst es dir schon beim Lesen meiner letzten Briefe gedacht haben: Ich befinde mich gerade in einer veritablen und hartnäckigen Schreibkrise, die mich wie ein unsichtbarer Virus hinterrücks überfallen hat und gefangen hält. In den letzten, sehr fleißigen Schreibjahren voller kreativen Outputs und 12 veröffentlichten Büchern hätte ich nicht gedacht, dass mir so etwas noch einmal passieren könnte. Das war mir unvorstellbar. Ich hielt mich überheblich vor dem berühmt-berüchtigten schriftstellerischen Burnout gefeit, über den so viele Autoren jammern. Denn ich hatte ein Ziel, eine Botschaft und wusste, dass ich ein „guter“ Autor bin. Dieses ungeheuerliche, nicht enden wollende 2020 hat mich eines Besseren belehrt. Spätestens mit dem Beginn der Corona-Pandemie im März und ihren unangenehmen Begleiterscheinungen(1), dem Tod meines Vaters und der Übernahme der Betreuung meiner dementen Mutter, meinem mir immer bewusster werdenden Versagen als Autor, dem es einfach nicht gelingen will, sich eine Leserschaft aufzubauen, befinde ich mich in einer Dauerkrise. Tatsächlich befand ich mich wohl auf einem Irrweg und jetzt sehe ich mich verwirrt an einer Kreuzung um und weiß nicht mehr weiter.

Nun trage ich aber seit Vorgestern eine nagelneue und sauteure Brille, meine erste mit Gleitsicht(2). Ich habe mich noch längst nicht an sie und meinen neuen, schärferen Blick auf die Dinge gewöhnt. Aber vielleicht schenkt mir ja der Ausblick durch den schwarzen Metallrahmen neue Perspektiven und Einsichten und mir gelingt es, gelassener zu sein, den richtigen Weg wiederzufinden und endlich an meinen Texten weiterzuarbeiten. Es kann nicht länger damit weitergehen, dass ich meine eigentlich viel zu kostbare freie Lebenszeit mit Netflix, Computerspielen, Essen und dem Smartphone verplempere.

*

Ein kräftiger Föhnwind schenkt dem Augsburger Land zumindest heute Vormittag eine gewisse Wärme und viel Sonnenschein. Er soll wohl mittags zusammenbrechen. Aber er hat mit leichter Hand die trüben Wolken (auch die, die in meinen Gedanken hingen, als ich zu schreiben begann), weggeblasen und eigentlich ist es schade, dass ich in meinem Kämmerlein an der Tastatur sitze und tippe. Dieser Tag schreit nach einer Bergwanderung, aber leider hat Frau Klammerle gerade Nachtwache und schläft den gerechten Schlaf der skandalös mies bezahlten, aber überaus fleißigen »Systemrelevanz«. Dringend wäre ein Aufräumen im kleinen Garten hinter dem Haus notwendig. Er verwandelt sich gerade langsam in den »totgesagten Park« von Stefan George(3). Zumindest die Büsche müssten beschnitten werden. Aber heute ist ja Feiertag und meine Nachbarn würden es nicht goutieren, wenn ich einen lautstarken Auftritt mit der elektrischen Heckenschere hinlege. Also werde ich weiter gelassen an dieser Glosse feilen, leisen »Gypsy-Jazz« laufen lassen, würzigen Chai trinken und ab und an sehnsüchtig aus dem Fenster sehen, während Frau und Katze nach ihren anstrengenden nächtlichen Beschäftigungen noch ein paar Stunden friedlich schlummern. Vielleicht schaffe ich es und schreibe noch ein paar Zeilen vom Schlusskapitel meines Roman-Projekts »Aber ein Traum«, das ich eigentlich in diesen Tagen veröffentlichen wollte, das aber wohl noch einen Monat intensiver Pflege und ein, zwei Korrekturleser benötigt(4). Zu 99,9 % bin ich fertig mit dem 300-Seiten-Werk, aber gerade die letzte Promille macht mir ordentlich zu schaffen. Der erste Satz ist einfach, ich habe gefühlt 1000 erste Sätze im Kopf, aber der letzte ist schwer, vor allem, wenn er auf den geplanten zweiten Teil Appetit machen soll. Im Moment sieht er so aus:

Kann es sein, dass die ausweglose Düsternis des Romanendes es mir gerade so schwer macht, daran weiterzuarbeiten? Was meinst du?

Liebe Grüße, dein Nikolaus.

___________________________________

(1) Als da wären: Eine beständige innere Unruhe, eine unterschwellige Ängstlichkeit, ja, Furcht, schlechter Schlaf, Gewichtszunahme, noch weniger soziale Kontakte als vorher, eine depressive, sehr pessimistische Grundhaltung und viel Arbeit im Brotberuf. Oft fühle ich mich, als wäre das Ende der Welt oder zumindest mein eigenes nah. Ich bin häufig brummig und schlecht gelaunt. Vor allem ist es aber ein heftiger, Übelkeit erregender Ekel vor dem überlauten Geschrei von Nazis, Rassisten und anderen rechtsradikalen Arschlöchern, AfD’lern(1a), Irren, zynischen ausländischen Machtpolitikern mit der Intelligenz einer Fruchtfliege und vollkommen in ihre eigene, schreckliche Welt abgetrifteten Verschwörungsfanatikern, der mir meine Tage vergällt. Überall und von allen Seiten, auch in meinem privaten Leben, wollen sie mir ihre kranken Meinungen und idiotischen Wahnvorstellungen aufdrängen und mich dabei mundtot machen. Dieser Hass, der sich schneller als der Virus verbreitet, liegt mir den ganzen Tag wie ein fauliges Stück Fleisch auf der Zunge und ich kann ihn nicht loswerden. In den 80ern und 90ern, als es noch wenig oder gar kein Internet gab, durfte ich mir noch einreden, es wäre nur eine kleine Minderheit in Deutschland, die so spinnt – tatsächlich habe ich nun den Eindruck, wenn ich die Kommentare zu Tagesnachrichten lese, es wäre jeder vierte ein geistesgestörter Nazi. Es ist grotesk, dass genau jene, die ständig schreien, man könne hier nicht mehr seine Meinung sagen, wie in einer Dauerschleife ununterbrochen zu hören sind und die Stimmen der Vernunft überbrüllen. Ich jedenfalls bin sprachlos und entsetzt und knirsche hilflos mit den Zähnen, weil ich dieser brutalen Gewalttätigkeit nichts entgegensetzen kann.

(1a) Ja, ich weiß, dass nicht alle AfD-Wähler und AfD-Politiker Nazis sind – es gibt auch eine ganze Menge Deppen unter ihnen.

(2) Ja, ja, das Alter … siehe auch hier: »Die Welt durch Glas«

(3) Damit spiegelt das Gärtlein jetzt mit seiner etwas ranzigen Überfülle, seiner überbordenden natürlichen Unordnung und dem doch überall kränkelnden Blattwerk, den klebrigen Spinnweben und bleichen Herbstblüten als Gleichnis ziemlich exakt mein Lebensalter wider. Wenn es nicht einen dramatischen Einschnitt gibt und der Tod frühzeitig die elektrische Heckenschere ansetzt, dann befinde ich mich gerade im Herbst meines Lebens. Nun, das könnte schlimmer aussehen, oder?

(4) Vielleicht weißt du ja jemanden, der/die daran interessiert ist. Okay, wohl eher nicht.

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