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16.o8.22 – Die Hochzeiter – Video

Zurück ins Jahr 1987. Wir heiraten!

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13.o8.22 – Parallelhochzeiten

„Das war ja alles ganz schön, aber jetzt müssen wir noch ein drittes Mal heiraten.“

„Aber wir haben schon zweimal geheiratet.“ Mir brach der Schweiß aus. „Das muss doch reichen.“

„Schnickschnack. Jeder heiratet dreimal. Das ist so üblich. Und diesmal machen wir es noch größer.“ Wenn Frau Klammerle „Schnickschnack“ sagt, habe ich verloren. Dann gibt es keine Widerrede. Ich wusste, ich hatte nur eine Chance, diesem Grauen zu entkommen: Ich wachte schreiend auf. Man merkt es mir an: Der Horror wirkt auch nach 35 Jahren noch nach.

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1o.o8.22 – Zwei Durchbrüche

Ich arbeite in meinem Brotberuf seit 25 Jahren mit Jugendlichen im Alter zwischen 1o und 16 und denke, ich weiß, wovon ich rede. Während meine Eltern meinen Geschwistern und mir erst einmalmal überhaupt nichts glaubten, was wir ihnen so auftischten, lassen sich die überbesorgten Erziehungsberechtigten dieser Generation von ihren Sprösslingen jeden Unfug aufreden. Es hat sich bei manchem Kind so verfestigt, dass ihre „Lügen“ anstandslos geschluckt werden und ein Erfolgskonzept sind, um ungeschoren durch den Tag zu kommen, dass sie inzwischen aus Prinzip die Unwahrheit sagen. Auch wenn es nicht notwendig ist oder sie auf frischer Tat ertappt wurden: Grundsätzlich wird erst einmal alles hartnäckig geleugnet. Ich finde das nicht weiter verwerflich, denn ich weiß eine gute Geschichte zu schätzen, die den Ärger in die Zukunft vertagt. Soll sich mein Zukunfts-Ich damit beschäftigen! Leider werden die Lügen und Ausreden immer phantasie- und einfallsloser, weil die Jugendlichen geistig verarmen, nichts mehr lesen, das selbstständige Denken zugunsten von täglich mehrstündigem TikTok-Konsum eingestellt haben und nur noch im fehlerhaften Whatsapp-Stil kommunizieren können, aber alle Gangsterrapper oder Influencer werden wollen. Diese angelernte Verhaltensweise lässt Schlimmes für ihr Erwachsenenleben und die Gesellschaft befürchten, in der wir bald leben werden. Mir graut davor.

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Nein, ich will das nicht!

Nein! Ich will nicht darüber schreiben. Das haben in den letzten zehn Tagen schon so viele vor mir getan und tun es gerade in diesem Augenblick. Mein J’accuse interessiert niemanden und gerade in den „sozialen“ Medien würde es sich auch seltsam unpassend, zwiespältig und merkwürdig verlogen anhören. Die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit, nach dem Ende von Putins verbrecherischem Angriffskrieg ist common sense und einhellig. Das muss nicht extra von mir noch einmal mit einem hellblau-gelb gefärbten Bild garniert dargereicht werden.