Eines geht – eines kommt …

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Ich wollte, ich wäre irgendeine Beethovensche Sinfonie
oder irgendetwas, das fertig geschrieben ist. Das Geschrieben-Werden tut weh.
Balzac

Ich gehöre nicht zu den Leuten, denen der Jahreswechsel etwas bedeutet. Im Gegensatz zu vielen fühle ich nicht, dass ich in der Silvesternacht ein Kapitel meines Lebens zu Ende gelesen habe und ein frisches, neues auf blütenweißen Blättern beginnt. Mein Buch hat keine Kapitel; ich werde ohne Absätze geschrieben. Ich kann nicht nach hinten blättern, um das Ende zu erfahren. Nachdem nun gut 2/3 des Buchs fertig sind, kann ich ein allgemeines Resümee ziehen: Die Lektüre ist wohl für jeden außer mir ziemlich langweilig und nichtssagend, oft langatmig, dialog- und handlungsarm und der Inhalt enttäuschend flach. Die wenigen Höhepunkte waren schlecht herausgearbeitet, die spannenden Abschnitte eher nervig als interessant.

Deshalb habe ich auch keine guten Vorsätze fürs nächste Jahr und will diesen letzten Tag nicht mit Bleigießen und Rückblicken verbringen. Da Frau Klammerle zufällig zum Jahreswechsel mal keine Nachtwache hat (zum ersten Mal seit Jahren), werden wir einen ausgedehnten Silvesterspaziergang in den Westlichen Wäldern unternehmen, ihr Lieblingsbrettspiel spielen, gut essen, lesen, Musik hören und um Mitternacht, wenn wir da noch wach sein sollten, einen Piccolo öffnen. Das idiotische Silvesterfeuerwerk wird ja heuer wieder ausfallen (meine Katze dankt!) Wie gesagt, das Buch meines Lebens ist langweilig. Aber genau so will ich es. Denn das wird ein Tag nach meinem Geschmack!

Eines trotzdem: Für mich als Autor war 2021 deprimierend, das schlechteste Jahr seit zwei Jahrzehnten –  auch dieser Blog und mein Jammern werden praktisch nicht mehr gelesen. Das Gefühl des Scheiterns, die absolute Erfolglosigkeit meiner Bemühungen, Leserinnen und Leser zu finden oder zu halten und das Desinteresse an meiner Literatur, drückten mich 2021 so nieder, dass ich nur wenig schrieb und veröffentlichte. Nun, ja … noch schlechter kann es kaum werden – aber das habe ich Ende 2020 auch gedacht.

Ich wünsche euch allen ein 2022 voller Glück, Gesundheit, Harmonie und Frieden. Ich hoffe, dass die nächsten Seiten eurer Lebensbücher so gelungen sind, dass ihr sie am liebsten gleich noch einmal lesen würdet.

Happy New Year!

 

Podcasting – Ein Testballon

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Anfang dieses Jahres habe ich der Autorin und Podcasterin  Laura Windmann ein Interview für ihren Spotify-Podcast WINDMANNS ECK (1) gegeben und auch für sie einen Artikel aus meinem Buch „Noch einmal davon gekommen“ gelesen. Inzwischen ist das Ganze auch auf Youtube erhältlich.

Da ich zu dieser Zeit erhebliche Schwierigkeiten mit meinem Internetanschluss hatte, mussten wir das ganze Unternehmen dreimal wiederholen, bis uns endlich eine einigermaßen ordentliche gemeinsame Aufnahme gelang. Bei dieser Gelegenheit wurde ich von Laura gefragt, ob ich nicht ebenfalls einen Podcast beginnen möchte. Nun, ich glaubte damals  – und im Grunde bin ich auch heute noch der Auffassung – dass die Leute einen Autoren-Podcast von mir ungefähr so nötig brauchen wie ein Loch im Kopf. Dennoch – und das ist jetzt typisch für mich, weil es meine Art ist, mich in allerlei Nebenprojekten zu verzetteln und auf diese Weise meine Hauptarbeit, das Schreiben, zu schwänzen, (2) – machte ich mir meine Gedanken darüber, besorgte mir passende Soft- und Hardware, probierte und grübelte, welche Inhalte ich senden wollte. Dabei entwickelte sich die Idee, einen Hörbuch-Podcast zu gründen, in dem ich meinen Roman „Karukora“ vollständig einlesen will. Ich begann Illustrationen zu entwerfen – die man auf meinem Zweitblog „Brautschau“ bewunden kann –  und Texte aufzunehmen. Die Freude an dem Projekt wuchs. Schließlich sicherte ich mir die Hilfe von Heinz Christian, eines begabten Klarinettisten und Musikers, der nicht zuletzt ein guter Freund von mir ist und bereit war, kostenlos am „Soundtrack“ meines Podcasts zu arbeiten. Inzwischen hat er so viele wirklich gute Samples erstellt, dass wir eine ganze „Karukora“-Sinfonie aufführen könnten.

„Die Ebenen des ewigen Krieges“ und „Ómer Sud, der Vezir“ – Heinz Christian (Alle Rechte beim Künstler)

Was für herrliche Musik, die perfekt zu der Stimmung meines Buches passt!

Und nun kann jedermann/-frau das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit genießen: Nach den üblichen Anlaufschwierigkeiten sind die ersten Fortsetzungen meines Podcasts nun z. B. bei spotify oder bei anchor abruf- und anhörbar – selbstverständlich alles noch ein wenig dilettantisch. Ein Publikum habe ich auch noch nicht gefunden, aber das ist nicht so wichtig. Denn im Moment macht mir die Sache Spaß und darauf allein kommt es an.

Ich habe den Podcast auch auf meine Youtube-Präsenz hochgeladen und mit diesem Blogeintrag verknüpft. Vielleicht finden sich ja Leserinnen oder Leser dieser Zeilen, die sich dafür interessieren. Ich würde mich freuen.

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(1) Laura hat auch gerade ein Charity-Projekt am Start, das die Opfer der Ahr-Flut vom Sommer unterstützt. Das ist eine feine Sache.

(2) Man könnte auch vornehm sagen, ich würde „prokrastinieren“. Über prokrastiniere ich nicht diesen Blog. Dass ich hier nur noch selten blogge, hat mehrere Gründe. Es liegt auch ein wenig an dem neuen Editor, der wirklich beschissen ist, aber vor allem daran, dass es wirklich kein Publikum mehr für Autorenblogs gibt. Diese Art der Internetpräsenz ist inzwischen ziemlich aus der Zeit gefallen und die Zahl der Zugriffe auf meine Blogs tendiert gegen Null. Da ist mir – ich gebe es zu – einfach meine Zeit zu schade.

Der Fremde – Lesung

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Der Fremde
Eine SF-Kurzgeschichte aus Augsburg

Vollständige Lesung

Was den Titel meiner kleinen Satire betrifft: Mir ist durchaus bewusst, dass es bereits eine berühmte Geschichte gibt, mit der sie ihn sich teilt. Dadurch ist mein „Fremder“ der am häufigsten aufgerufene Text auf meinem Blog geworden. Viele suchen einen kostenlosen Camus und finden einen kostenlosen Klammer. Das ist doch auch nicht schlecht. (Vielleicht werde ich mein nächstes Buch „Stolz und Vorurteil“ oder „Der Herr der Ringe“ nennen. 😉

 

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Nutzlose Menschen
Ein Künstlerroman
Jahrmarkt in der Stadt
Band 3
(Die Buchausgabe hat 220 Seiten)

„Sie tun nichts, was wert ist, getan zu werden, und sagen nichts, was wert ist, gesagt zu werden, aber sie tun und sagen es immer und immer wieder …“

Augsburg Ende der 90er Jahre.

Es regiert ein heißer Sommer. Der gescheiterte Schriftsteller Nikolaus Klammer, der sich in seinem Brotberuf als Beamter langweilt, beginnt mit den Menschen in seinem Umfeld wie mit Schachfiguren zu spielen.

Ohne deren Wissen stellt er zu seinem Zeitvertreib mit ihnen Szenen aus der „Comédie humaine“ von Honoré de Balzac nach. Sein auserwähltes Opfer in dieser Nacht ist Benjamin Sapher, der sich hilflos in dem Spinnennetz seines Vorgesetzten verfängt. Als seine Frau Gitta ahnt, was Klammer mit ihrem Mann vorhat, ist es beinahe schon zu spät, um eine Katastrophe zu verhindern. Aber ist das alles wirklich nur das makabere Spiel eines Zynikers oder hat Klammer noch einen anderen Plan?

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Wie angekündigt, sind im August alle E-Bookausgaben meiner Bücher im Preis reduziert.

»Die Wahrheit über Jürgen« für 0,99 €

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Die Wahrheit über Jürgen
Ein Künstlerroman
Jahrmarkt in der Stadt
Band 2
(Die Buchausgabe hat 270 Seiten)

Elegant, originell, sarkastisch, spannend wie ein Krimi und absolut lesenswert. Willkommen beim Augsburger Plärrer! Die Eingänge sind geöffnet und die Attraktionen warten schon auf Sie:

Der Mensch dürstet nach dem Bösen, aber er vermag es nicht, ihm seine Seele zu verschreiben. Deshalb schlägt er krumme Wege ein: Die Neurose, das Gelächter oder die Kunst. Eine Stadt Mitte der 90er Jahre in der bayerischen Provinz: Die Bilder des Malers Jonas Nix sind eine künstlerische Sensation und Tagesgespräch bei den Kulturschaffenden. Doch liegt der Erfolg wirklich in der Qualität seiner düsteren, blutigen Werke begründet oder eher an seinen verwandtschaftlichen Beziehungen zu einem Stadtrat und den oberen Zehntausend? Der junge Journalist und Maler Georg Hauser, der mit dem schwierigen Künstler in die Schule gegangen ist, beginnt nachzuforschen und Nix und die Personen in seinem Umfeld zu befragen. Hauser wird dadurch in ein Familiendrama verwickelt, das bald auch sein Leben bedroht und ihn vor die existenzielle Frage stellt: Wie weit würdest du für deine Kunst gehen?

„Selbstverständlich sind alle Ereignisse und Personen frei erfunden und nur meiner Phantasie entsprungen. Oder glauben Sie, dass es solche Menschen in dem schönen Augsburg wirklich geben kann?«

Andernaj

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