Kategorien
Alltägliches Aufreger Autor Der Autor Diedorf Familie Fotografie Fragen Gedankensplitter Gesellschaft Glosse Horror Humor Katzen Kolumne Leben Philosophie Schriftsteller Sprache Urlaub

26.o8.22 – Endlichkeiten und der Lech

Es war Dürrenmatt, der gesagt hat, eine Geschichte sei erst dann zuende gedacht, wenn sie ihre schlimmste Wendung genommen hat. Das ist in den meisten Fällen der Tod. Er ist zumindest für ein Leben das Ende der Geschichte. Und sie lebten glücklich bis an ihr Ende … Gibt es etwas verlogeneres? Nun, für die kleine hübsche Feldmaus, von der ich gestern und vorgestern berichtete, ist ihre persönliche Geschichte zuende gedacht, denn sie hat ihre schlimmstmögliche Wendung genommen. Zumindest nehme ich das an.

Kategorien
Alltägliches Augsburg Autor Caféhausgespräche Der Autor Diedorf Familie Fragen Gedankensplitter Geschichte Gesellschaft Glosse Heimat Humor Katzen Kolumne Leben Philosophie Schriftsteller Sprache

24.o8.22 – Sind Autoren intelligenter als Mäuse?

Ich würde nicht fragen, wenn ich nicht ernsthafte Zweifel hätte. Die Maus jedenfalls, die Amy, die Katze, gestern Nacht in meinem Schlafzimmer „vergaß“, ist ziemlich schlau und noch immer nicht eingefangen, sondern hat sich als Pensionsgast bei uns eingenistet. Tagsüber hat sie (die Maus, nicht Amy) sich hinter dem gewaltigen, vierflügligen Kleiderschrank verborgen, den ich unmöglich verrutschen kann, ohne mir das Rückgrat auszurenken.

Kategorien
Blog-Rewind Der Autor Erinnerungen Erzählung Erzählung Fragen Geschichte Gesellschaft Heimat Künstlerroman Leben Leseprobe Literatur Literatur meine weiteren Werke Philosophie Roman Sprache

Das Spiel – Drei

Ich schüttelte den Kopf. Wieviel Zeit war vergangen? Minuten? Eine Viertelstunde? Sie hatte gesagt. Sie würde warten. Ich säuberte notdürftig meine Hosenbeine. Besudelt. Dann wagte ich einen Blick. Abschätzend. In den Spiegel. Ich erschien mir zu dünn. Zu bleich. Zum ersten Mal fiel mir auch auf. Meine Nase war wie die des Kranken. Scharf. Kantig. War das nur eine Sinnestäuschung. Die das Neonlicht. Hart. In diesem Raum schuf. Ich riss mich von mir selbst los. Energisch. Trat zurück in die Diskothek. Lou Reed sang. Niemand tanzte.

I‘ m just your average guy. trying to do. what’s right. I’m average looking. and I’m average inside.

Der Bass. Überlaut. Wuchtig. Bearbeitete meinen Magen. Fast hätte ich kehrt gemacht. Wäre zurück in die Toilette gestolpert. Gewöhnlich. Ich. Dachte ich. Schob die Hose. Zu weit. In die Höhe. Machte den Schritt. Entscheidend. Auf sie zu. Den ich nicht mehr zurücknehmen konnte. Ja. Sie saß noch da. Sie hatte ausgeharrt.

Kategorien
Blog-Rewind Der Autor Erinnerungen Erzählung Erzählung Fragen Geschichte Gesellschaft Heimat Künstlerroman Leben Leseprobe Literatur Literatur meine weiteren Werke Philosophie Roman Sprache

Das Spiel – Zwei

kurzfristig von seinem Trupp getrennt. rennt er durch ein Wäldchen. dort. am Tiergarten. in der Nähe wird geschossen. es riecht nach Rauch. die Russen sind schon Unter den Linden. aus den wenigen übrig gebliebenen. zerschossenen Häuserruinen wehen weiße und auch rote Fahnen. die einen verräterischen runden. helleren Fleck in ihrer Mitte aufweisen.

auf einer kleinen Lichtung. einer Kreuzung von zwei Kieswegen. stößt Vater fast mit einem russischen Soldaten zusammen. der aus einer anderen Richtung gerannt kommt. kaum zwei Meter trennen sie. sie verharren. nur ein Reflex. eine kurze Feuergarbe der Maschinenpistole genügt. sie zerfetzt die Brust des Gegners. schleudert ihn in zwei ruckartigen Bewegungen zurück. zu Boden. er ist tot.