»Nutzlose Menschen« für 0,99 €

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jahrmarkt399

Nutzlose Menschen
Ein Künstlerroman
Jahrmarkt in der Stadt
Band 3
(Die Buchausgabe hat 220 Seiten)

„Sie tun nichts, was wert ist, getan zu werden, und sagen nichts, was wert ist, gesagt zu werden, aber sie tun und sagen es immer und immer wieder …“

Augsburg Ende der 90er Jahre.

Es regiert ein heißer Sommer. Der gescheiterte Schriftsteller Nikolaus Klammer, der sich in seinem Brotberuf als Beamter langweilt, beginnt mit den Menschen in seinem Umfeld wie mit Schachfiguren zu spielen.

Ohne deren Wissen stellt er zu seinem Zeitvertreib mit ihnen Szenen aus der „Comédie humaine“ von Honoré de Balzac nach. Sein auserwähltes Opfer in dieser Nacht ist Benjamin Sapher, der sich hilflos in dem Spinnennetz seines Vorgesetzten verfängt. Als seine Frau Gitta ahnt, was Klammer mit ihrem Mann vorhat, ist es beinahe schon zu spät, um eine Katastrophe zu verhindern. Aber ist das alles wirklich nur das makabere Spiel eines Zynikers oder hat Klammer noch einen anderen Plan?

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ALS EBOOK FÜR KURZE ZEIT ÜBERALL IM HANDEL FÜR NUR 99 CENT ERHÄLTLICH!

Wie angekündigt, sind im August alle E-Bookausgaben meiner Bücher im Preis reduziert.

»Die Wahrheit über Jürgen« für 0,99 €

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jahrmarkt299

Die Wahrheit über Jürgen
Ein Künstlerroman
Jahrmarkt in der Stadt
Band 2
(Die Buchausgabe hat 270 Seiten)

Elegant, originell, sarkastisch, spannend wie ein Krimi und absolut lesenswert. Willkommen beim Augsburger Plärrer! Die Eingänge sind geöffnet und die Attraktionen warten schon auf Sie:

Der Mensch dürstet nach dem Bösen, aber er vermag es nicht, ihm seine Seele zu verschreiben. Deshalb schlägt er krumme Wege ein: Die Neurose, das Gelächter oder die Kunst. Eine Stadt Mitte der 90er Jahre in der bayerischen Provinz: Die Bilder des Malers Jonas Nix sind eine künstlerische Sensation und Tagesgespräch bei den Kulturschaffenden. Doch liegt der Erfolg wirklich in der Qualität seiner düsteren, blutigen Werke begründet oder eher an seinen verwandtschaftlichen Beziehungen zu einem Stadtrat und den oberen Zehntausend? Der junge Journalist und Maler Georg Hauser, der mit dem schwierigen Künstler in die Schule gegangen ist, beginnt nachzuforschen und Nix und die Personen in seinem Umfeld zu befragen. Hauser wird dadurch in ein Familiendrama verwickelt, das bald auch sein Leben bedroht und ihn vor die existenzielle Frage stellt: Wie weit würdest du für deine Kunst gehen?

„Selbstverständlich sind alle Ereignisse und Personen frei erfunden und nur meiner Phantasie entsprungen. Oder glauben Sie, dass es solche Menschen in dem schönen Augsburg wirklich geben kann?«

Andernaj

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30.03.21 – The rites of spring

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Dienstag, 30.03.21

Liebe Leserin,

kaum sind Ende März die Uhren vorgestellt und ein paar erste warme Sonnenstrahlen haben die Spinnweben und Depressionen dieses Winters aus den unaufgeräumten Rumpelkammern in meinem Kopf vertrieben (1), dann geht mit Frau Klammerle etwas Seltsames vor. Frühjahrsmüdigkeit ist ihr ein Fremdwort. Im Gegenteil, sie explodiert dann förmlich vor Tatendrang und Energie. Das Haus muss gesäubert und vom Dachspitz ganz oben bis hinab in die staubigen Kellergewölbe grundgereinigt werden, Altes entsorgt und Neues angeschafft, hier geputzt, dort drübergewischt, da umgestellt, dieses neu eingetopft, jenes gewienert, eines weggeschmissen, mehreres umorganisiert, umgestellt oder ausgeräumt und vieles hinterfragt werden – und erst der Garten: Ojeh! Er ist noch wintermüde und nur wenige Frühjahrsblüher strecken ihre nadelfeinen Blätter und zarten Blütenkelche aus dem schweren, noch halb gefrorenen Erdreich. Aber für Frau Klammerle hat mit einem Paukenschlag das Gartenjahr begonnen und es ist bald Ostern: Jetzt muss neu gepflanzt, angesät, gekrautet, umgegraben, geplant, gedüngt und organisiert werden. Gut, dass sich die Politiker für „Brot und Spiele“ entschieden haben und die Bau- und Gartenmärkte wieder geöffnet halten. Man könnte frech behaupten, sie übe schon einmal für ihr späteres Rentnerdasein, aber so war meine liebe Frau schon immer, wenn im Frühjahr das Thermometer die 15°C-Marke überschreitet. Sie ist da wie der Roboter in Alfred Besters empfehlenswerter Kurzgeschichte „Geliebtes Fahrenheit“, der ab einer gewissen Außentemperatur durchdreht und sich wie Oedipus selbst jagt (Die dicken, schweren Hummeln, die gerade mit dumpfen Dröhnen unser Gärtlein auf der Suche nach einer geeigneten Erdhöhle durchstöbern, scheinen gerade in Frau Klammerles Hintern zuhause zu sein).

Selbstverständlich ist es in diesen Tagen auch um meine Ruhe geschehen – allerdings nicht aus freiem Antrieb, sondern aus schlechtem Gewissen und Selbsterhaltungstrieb. Mir gelingt es einfach nicht, auf der Gartenterrasse in der Sonne zu liegen und in einem Buch zu lesen (2), während um mich herum in gefährlicher Nähe ninjamäßig mit Besen, Wischmopp, Putztüchern, Staubsauger, Kärcher, Spaten und anderen Werkzeugen hantiert und herumgewuselt wird. Zumal Frau Klammerle nicht nur stumme Impulse setzt, um mich zur Mithilfe zu bewegen, sondern auch mit ihren punktgenauen „Nikolaus, möchtest du …?“-Befehlen genaue Anweisungen erteilt. So bin ich in letzter Zeit wenig zum Lesen und kaum zum Schreiben gekommen, denn es gibt ja in diesen Frühlingstagen so viel zu tun.

urlaub2021v

Osterurlaub 2021 – Traum und Wirklichkeit

Und wir haben beide Urlaub … den wir selbstverständlich brav in Diedorf und im Weichbild von unserem Reihenmittelhaus verbringen. Wir planen nicht einmal Wanderausflüge ins verseuchte Allgäu und unsere geliebten Berge. Obwohl keiner von uns „positiv“ ist und Frau Klammerle längst durchgeimpft wurde, leben wir die vorösterlichen „Ruhetage“ gerade in selbstauferlegter, staatstragender Quarantäne. Leider sind Urlaube in Garten und auf dem Balkon nie ganz vergleichbar mit tatsächlichen in einem südlichen Ferienhaus am Meer. Auch wenn gerade das Wetter stimmt und in den nächsten Tagen sogar sommerlich werden soll: Der Alltag klebt wie Pech am Haus und – siehe oben – will gerade jetzt, wo man so viel Zeit hat, erledigt werden. Aber wir haben das klassische Brettspielen(3) neu entdeckt und können wieder unsere geniale, selbstgekochte Mittelmeerkost genießen, nachdem nun endlich die neue Küche eingebaut ist. Und gestern Abend, da saßen wir noch lange nach Sonnenuntergang vor unserem alten, kleinen Atztekenofen im Freien, testeten unseren diesjährigen Spargelwein und planten einen Radausflug, während im noch kahlen Kirschbaum unser Amselmännchen seinen Gesang anstimmte und sich Amy, die Katze, schnurrend in meinen Schoß schmiegte. Da kam für einen zeitlosen, aber allzu kurzen Moment doch so etwas wie Urlaubsstimmung auf.

Der erste Abend auf der Terrasse

Wenn ich Urlaub mache, dann versuche ich mich auch immer ein wenig mit Internet-Fasten. So auch in diesem Jahr. Ich werde bis Ende April nur sehr selten in die virtuelle Welt eintauchen und meine dortigen „Beziehungen“ pflegen. Wenn nach Ostern Frau Klammerles Frühjahrs-Quartalsfieber rapide nachlässt und wieder etwas Ruhe einkehren wird, will ich fleißig an meinen literarischen Werken basteln und feilen. Bis zum Sommer soll mit den „Bücherkellern des Vatikans“ der 4. Band von „Dr. Geltsamers erinnerte Memoiren“ fertig werden. (4)

Ich wünsche dir bis dahin eine schöne und glückliche Zeit!Und frohe Ostern.Dein Nikolaus


(1) Gut, um ein wenig Wermut in den Frühlingscocktail zu mischen: In diesem Jahr II. der Corona-Pandemie hat des der Frühling schwer, den winterliche Trübsinn meiner Gedanken zu vertreiben. Während ich mich exakt an die Seuchenregelungen halte, meine privaten Freuden und meine sozialen Kontakte auf Null reduziert habe, mich an Ausgangs-, Kontakt- und Abstandsregeln halte, sehe ich zu, wie die große Politik eigentlich seit November den Wagen mit Schwung und Anlauf an die Wand fährt, weil die 3. Welle zufällig mit ein paar Wahlsonntagen zusammenfällt. Das macht zornig und hilflos zugleich. Nein, dieser Frühling ist in vielerlei Hinsicht ein spring of discontent.

(2) Gerade ist meine Lektüre „Herzfaden“ von Thomas Hettche. In dem Buch erzählt der Autor, der in meinem Alter ist, in manchmal allzu plakativer und manieristischer Weise, aber oft auch überraschend poetisch und tiefsinnig und damit durchaus gelungen von der Entstehungsgeschichte und den ersten Jahren der „Augsburger Puppenkiste“, die die Kindheit meiner Generation kaum überschätzbar stark beeinflusst hat. Selbstverständlich ist viel „Wahrlügen“ in dem Text, aber das ist ja nicht verkehrt. Da ich Augsburger bin und in meinem weiteren verwandtschaftlichen Umfeld auch Marionettenspieler und frühere Mitarbeiter der „Puppenkiste“ sind und mitreden kann, weiß ich die manchmal vielleicht ein wenig zu aufdringliche Recherchearbeit von Hettche durchaus zu schätzen, der sich nur selten im Ton vergreift (niemand geht in Augsburg „einholen“, man „kauft ein“) und noch seltener irrt (es gibt keinen „Anna-Brunnen“).

(3) Frau Klammerle ist seit drei Monaten „Carcassone“-süchtig, seit sie dieses Spiel zu Weihnachten geschenkt bekam.

(4) Und dann spiele ich gerade wie die viele mit Animationssoftware herum und habe gerade ein Foto meiner Wenigkeit im unschuldigen Alter von 6 Jahren kurz zum Leben erweckt. Das ist ein wenig gruslig und erinnert an den „Daily Prophet“ bei Harry Potter, macht aber Spaß.

23.03.21 – Ich werde berühmt – oder?

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Dienstag, 23.03.21

Liebe Leserin,

ich habe in der letzten Woche ein Interview für den Podcast „Windmanns Eck“ der norddeutschen Autorin Laura Windmann gemacht. Sie wird bei Bastei-Lübbe verlegt und hat einige heitere Bücher über ihr Leben mit Mann, Hund, Garten und „Muddi“ geschrieben. Ich habe sie über Instagram kennengelernt und sie hat mich mit ihrer Einladung, an ihrem Podcast mitzuwirken, ziemlich überrascht und mir auch geschmeichelt.

Unser Gespräch, das wir in Coronazeiten selbstverständlich nicht vis-à-vis, sondern über das Smartphone und die Podcast-Software „Anchor“ führten, dauerte aufgrund einiger Tonprobleme (mein Sch*-Internetanschluss von Vodaphone) ziemlich lang, bis wir eine knappe halbe Stunde einigermaßen sendbares Material zusammengebracht hatten. Wir haben insgesamt viermal von Neuem begonnen. Doch Laura ließ sich nicht aus der Ruhe und ihrer guten Laune bringen und so ist – glaube ich – ein ganz ordentliches Autoreninterview zustande gekommen, in dem ihre humorvolle und sympathische Hamburger Containance auf meine Bayerische Geschwätzigkeit trifft. Ergänzt haben wir das Ganze durch eine kurze Lesung aus meinem Buch „Noch einmal davon gekommen“. Trotz der akustischen Mängel, meinem „Augschburgerisch“ und der Tatsache, dass wir die Hälfte der Fragen vergessen haben, kann sich das Ergebnis hören lassen und dies selbstverständlich auch auf spotify, google, amazon etc. Hier die direkten Links zum Interview und zur Lesung (einfach auf das Bild klicken):

Durch das Interview bin ich jetzt auch im Besitz der Podcast-Software und ich spiele nun mit dem Gedanken, mir ebenfalls eine wöchentliche „Radio-Sendung“ zu erstellen, in der ich z. B. meine Blogartikel einlese, Lesungen aus meinen Büchern halte oder einfach ein wenig mit Freunden oder mit mir selbst (1) plaudere. Ich könnte das auch hier auf meinem Blog machen. Vielleicht nenne ich meinen Podcast „Nikolaus plaudert …“ und ich werde ein berühmter Influencer wie !Bibi und so oft gehört wie „Gemischtes Hack“. Aber das ist eine Welt, in der ich mich noch nie bewegt habe und wahrscheinlich bin ich dort vollkommen fehl am Platz. Zudem hat mir Sohn Nr. 2, der immer das Ohr am Puls der Zeit hat, glaubhaft versichert, dass heutzutage jede*r_s, wirklich jeder, einen Podcast führt; sogar Kühlschränke und Haustiere. Das ist dann doch wohl eher nichts für mich. Oder was meinst du?

Nur ein Entwurf …

*

Wie die anderen eitlen Autoren neige auch ich dazu, mich selbst im Internet zu suchen. Dabei stieß ich nicht nur auf weihnachtliche Basteleien mit Nikoläusen und Wäscheklammern, sondern in mehreren Gebrauchtbuch- und Antiquariatsseiten auf folgendes Angebot:

Das war wie ein Stich direkt ins Herz und es blutet noch immer. Da habe ich jemandem ein gewidmetes (!) Exemplar meines Kurzgeschichtenbands „Das Rote Haus“ zukommen lassen (wahrscheinlich sogar als Geschenk) und dann ist der- oder diejenige so dreist, es nicht einfach weiterzuverschenken, auf einer Parkbank liegenzulassen oder in einen öffentlichen Bücherschrank zu stellen, sondern es verkaufen zu wollen, obwohl es „handschriftliche Anmerkungen“(?) enthält. Auch der Angebotspreis des gebrauchten Buchs von 8 € (plus Versand) ist frech, denn ein nagelneues Exemplar des „Roten Hauses“ aus der Buchhandlung um die Ecke wäre erheblich billiger (und würde mir wenigstens ein paar Cent Autorenhonorar einbringen). Allein die E-Book-Variante würde weniger als das Porto kosten. So wird das wohl nichts mit dem Verkauf. Trotzdem:

Ich weiß, ich müsste loslassen können. Aber diese Bücher sind meine Kinder und es schmerzt, wenn sie jemand nicht mit Respekt behandelt. Es ist, als würde man mich selbst nicht wertschätzen. Ich fühle mich benutzt und irgendwie besudelt – ein nur schwer erklärbares Gefühl.

*

Und dann sind da noch dieser mistige, eisige Frühling, die ganze äußere Situation, die mich einengen und einsperren und der sich über Monate aufgestaute Ärger über eine Corona-Politik, die zu spät, zu wenig und zu inkonsequent handelt. Ja, mir ging es schon einmal besser. Und die Arbeitsplatte für unsere neue Küche ist auch noch nicht da!

Vielleicht sieht ja in der nächsten Woche alles wieder ein wenig besser aus und wir hören uns demnächst bei Windmanns Eck oder bei meinem eigenen Podcast.

Bis dahin, dein Nikolaus


(1) Das kann ich besonders gut. Laura, die ich zwischendurch in Grund und Boden schwatzte, kann davon ein Lied singen. Ich bin mir mein liebster, interessantester und belesenster Gespächspartner, der mich immer wieder durch seine Schlagfertigkeit, seinen Esprit und seine Selbstironie begeistert.