Aber ein Traum …

Autorer als andere Autoren

Archiv für die Kategorie “Leben”

Mittwoch, 26.06.19 – Hitzefrei

Nach einem heißen und langen Arbeitstag faul unter dem Kirschbaum liegen – und von seinen zuckersüßen Früchten naschen. Das ist Glück. Und das werde ich noch eine Weile genießen, deshalb nehme ich mir noch eine Woche hitzefrei vom Blog – oder länger. Je nachdem, was das Wetter mit uns vorhat.

Ich bin übrigens kein Hitzejammerer, sondern Sommermensch und im Moment mehr Körper als Geist; mehr Trans- als Inspiration. Folglich ist auch dieser Gedankensplitter ein kurzgefasster und schnell dahingeschriebener, bevor mein verdächtig brummender PC den Wärmetod erleidet. Aber mir ist das recht so. Von mir aus kann es noch zwei Monate so weitergehen, dann fahre ich nach Italien an den Iseosee. Aber ich will niemanden mit meinen Sommergefühlen auf die Nerven gehen.

Bis dann,

Nikolaus

Nutzlose Menschen – Der Jahrmarkt geht weiter …

Das Korrekturexemplar meines neuen Buchs „Nutzlose Menschen“ ist in der letzten Woche, die ich im Urlaub in Holland (1) verbrachte, angekommen und es sieht schon mal sehr gut aus.

Dieser Roman ist der Dreh- und Mittelpunkt meiner „Jahrmarkt in der Stadt“-Reihe, mit dem ich über Jahre hinweg kaum verschlüsselt die Kultur meiner Heimatstadt Augsburg begleitet habe. Er spielt in der Mitte der 1990er Jahre und gibt am deutlichsten preis, welches unerreichbare Vorbild ich hatte, als ich den Zyklus entwarf:

Selbstverständlich war es die Comédie humaine von Honoré de Balzac. Die Literatur ist ein Monotheismus. Sie kennt Genies, Könige und Kaiser, aber nur einen Gott. Das ist Balzac. Vor ihm habe ich mich in den „Nutzlosen Menschen“ verneigt, darauf weisen nicht nur die den Titeln von Balzac-Romanen übernommenen Kapitelüberschriften hin. Der französische Romancier wird von der Hauptfigur Nikolaus Klammer häufig zitiert und in zwei Kapiteln darf der Leser auch eine Erzählung im Stil von Balzac lesen.

Obwohl die „Nutzlosen Menschen“ mit etwa fünfhundert Buchseiten der längste Text des Zyklus ist, spielt er nur an einem einzigen Sommerabend und schildert die Erlebnisse einer Gruppe von Leuten, die in die Fänge eines überlegenen Mannes geraten, der sich wie ein Regisseur in ihr Leben mischt und sie als die Akteure eines von ihm geschriebenen Drehbuchs handeln lässt. Denn er weiß:

Sie tun nichts, was wert ist, getan zu werden, und sagen nichts, was wert ist, gesagt zu werden, aber sie tun und sagen es immer und immer wieder. Diese Menschen mögen zwar nutzlos erscheinen. Aber mit Geschick und Einfühlungsvermögen kann ich sie zu allem bringen: Zur Größe, aber auch zum verabscheuungswürdigsten Verbrechen.

Dieser Mann ist der spöttische, unendlich belesene Beamte Nikolaus Klammer. Er war mir Namenspate für mein Autoren- und mein Internetpseudonym, obwohl unsere einzigen Gemeinsamkeiten die Vorliebe für Balzac und ein gesunder Zynismus sind. Wenn man das eine oder andere Werk des Zyklus bereits gelesen hat, dann ist man Klammer schon ein paar Mal begegnet, z. B. in „Die Wahrheit über Jürgen“ oder in „Ein kleines Licht“. „Nutzlose Menschen“ zeigt ihn jedoch als Hauptperson. Jede meiner Figuren hat das Recht, einmal im Mittelpunkt zu stehen, so wie jeder in seinem eigenen Leben die Hauptrolle spielt.

Es ist seltsam mit diesem Buch. Es tut mir weh, es ist ein Schmerzenskind. „Nutzlose Menschen“ gehört zu den besten belletristischen Texten, die ich bisher geschrieben habe und ich weiß, dass der Roman mit den meisten zeitgenössischen Erzählwerken und Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt zumindest mithalten kann – meiner bescheidenen Meinung nach manchmal sogar besser ist – aber  er hat nie Leser oder Öffentlichkeit gefunden, weil ich als Schriftsteller gescheitert bin und in der Masse derer schwimme, die es nie geschafft haben.

„Nutzlose Menschen“ ist ein Symbol für das, was hätte sein können und das, was ist. Auch von diesem Scheitern erzählt der Roman.

Wenn jemand nicht die Katze im Sack kaufen möchte und hier auf dem Blog ein wenig reinlesen möchte:

Nikolaus Klammer – Nutzlose Menschen
Roman aus dem Zyklus
„Jahrmarkt in der Stadt“

Obwohl ich seit Monaten keine Bücher (auch keine E-Books) mehr verkauft habe, werden ich und meine Lektoren die „Nutzlosen Menschen“ bis Mitte Juli nach Fehlern durchforstet haben und ich werde – trotzig und hartnäckig wie ich bin! – den Roman dennoch in meinem kleinen Selbstverlag veröffentlichen. Auch wenn es wirklich niemanden interessiert, so wächst doch die Nikolaus-Klammer-Abteilung in meinem Bücherregal.

Grüße in den hier im Süden wolkigen, aber bei euch hoffentlich sonnigen Sonntag.

Nikolaus

________________

(1) Was ich gemacht habe? Nun, in der Hauptsache bin ich mit Frau Klammerle Rad gefahren und habe die Natur bewundert. Die Maasduinen in der Provinz Limburg haben ein übersichtliches, vorbildliches und engmaschiges Radwegenetz, von dem wir hier nur träumen können. Zudem ist es dort so flach, dass ich mir, der ich nur ein normales und noch lange kein E-Bike (so alt fühle ich mich einfach noch nicht) besitze, nicht wie ein Paria vorkam und mit den Rentner-Radl-Kolonnen mithalten konnte.

 

Donnerstag, 13.06.19 – Auf gepackten Koffern

Donnerstag, 13.06.19
?. Fastentag, ich zähle nicht mehr mit

 

Nachdem wir gestern wieder aus dem Lechtal zurückgekehrt sind, ziehe ich mal eine kleine Zwischenbilanz. Bis jetzt ist dieser Urlaub so entspannend wie schon lange keiner mehr. Das Wetter war größtenteils schön und die Wanderungen inspirierend. Ich fühle mich wie schon lange nicht mehr im Einklang mit mir selbst und das Leben ist schön. Heute ist ein Zwischentag, um zuhause Blumen zu gießen, den Rasen zu mähen, die Räder herzurichten, ein paar Einkäufe zu erledigen und die benutzte Wäsche zu waschen und die Koffer neu zu packen, um dann morgen in aller Frühe mit einem kleinen Zwischenstopp in Rüdesheim am Rhein in die niederländische Provinz Limburg zu fahren, wo wir die nächste Woche mit Radfahren, Wandern und Städtetouren verbringen wollen. Wir haben es uns inzwischen angewöhnt, größere Strecken nie in einem Rutsch durchzufahren, sondern etwa bei der Hälfte eine Pause von ein-, zwei Tagen einzulegen, damit die Seele hinterherkommen kann und wir nicht als bleiche Zombies an unserem Ziel ankommen. Am Rheinsteig waren wir noch nie. Diese „Rhythmisierung“ hat sich inzwischen bewährt. Am nächsten Sonntag geht es dann auf ähnliche Weise wieder zurück ins heimatliche Augsburg, wobei noch nicht genau feststeht, wo wir pausieren werden.

Außer einigen Büchern(1) werde ich mir auch ein wenig Arbeit in den so fernen Norden mitnehmen. Da ist zum einen der 2. Teil von „Der Weg, der in den Tag führt“, an dessen letztem Kapitel ich arbeite (Ich veröffentliche hier trotz Pause an jedem Sonntag ein Stück von dem Roman – inzwischen kann man etwa 300 Seiten dieses Romans hier lesen) und werde mein Korrekturexemplar von „Nutzlose Menschen“ nach Fehlern durchgehen. Dieses Buch aus meinem „Jahrmarkt-in-der-Stadt“-Zyklus will ich Ende Juli in meinem kleinen, exklusiven Eigenverlag veröffentlichen (Hier kann man ein wenig reinlesen). Ich habe zwar inzwischen keinerlei Hoffnungen mehr, aber vielleicht interessiert sich ja doch jemand für meine Texte.

Der Weg ist das Ziel

Grüße, Nikolaus

__________

(1) Da ich mich mit meinen Urlaubslektüren immer dem Land anpasse, das ich besuche, habe ich diesmal den „Psalmenstreit“ von Maarten ‚t Hart und „Kriegslicht“ von Michael Ondaatje dabei – wobei letzterer etwas gemogelt ist, da er eigentlich ein kanadischer Schriftsteller niederländisch-tamilisch-singhalesischer Herkunft ist.

Konfrontation – Eine Kurzgeschichte

So komme, mein Kind, verlasse die traute Umarmung
der elenden Mutter, steige hinan
den Turm deiner Väter zur höchsten Zinne:
Dort sollst du – so wurde das Urteil gesprochen –
dein Leben verlieren.
Euripides: Die Troerinnen

„Einen Euro kostet das?“

Karl hob erstaunt den Blick von seinem Geldbeutel. Vielleicht hatte er sich ja verhört. Das kam häufig vor, seit er im vorigen Jahr in der Badewanne gestürzt und mit der Wange und dem linken Ohr hart auf das Porzellan des Wannenrands gefallen war. Trotz des aufgeplatzten Blutergusses, der pochenden, zermürbenden Schmerzen und der noch zermürbenderen Ermahnungen seiner Frau war er anschließend nicht zum Doktor gegangen. Er fand, solange er nicht zum Arzt ging, war er gesund. Wer wusste schon, was der alles entdecken würde. Und hatte Karl nicht rechtbehalten? Die Schmerzen verschwanden nach einer Weile, ließen sich nur mehr an warmen Sommertagen erahnen, und von der Wunde blieb nur eine kleine Narbe, sein Schmiss, wie er sie liebevoll bezeichnete. Und, ja, er hörte etwas schlechter. Aber mit Siebzig durfte man das. Es war sogar manchmal von Vorteil in dieser lauten, lärmenden Welt.

„Finden Sie das nicht etwas teuer?“, fragte er. „Das sind ja fast zwei Mark!“

Zweifelnd blickte Karl durch die fettige Glasscheibe in das Gesicht seines Gegenübers und hoffte auf eine zustimmende Reaktion. Für einen Moment wurde ihm schwindlig, denn er hatte das verwirrende Gefühl, in einen Spiegel zu sehen. Der Rentner in dem Kassenhäuschen hätte sein Zwillingsbruder sein können. Es war wie er selbst ein fetter, aufgeschwemmter und alter Mann mit schütteren, weißblonden Haaren. Er passte kaum hinter den niedrigen Tresen, auf dem Ansichtskarten des Turms, eine Billettrolle, eine Zigarrenkiste mit Wechselgeld und ein aufgeklapptes Buch mit dem Einband nach oben lagen. Und tatsächlich hob der Rentner hinter der Kasse seine Hand zum Ohr.

„Bitte?“, fragte er schwerhörig. Karl bemerkte, dass dem Mann zwei Finger an der Hand fehlten. Sie wirkte wie eine Klaue, die er an dem abstehenden Ohr einhakte. Der irritierende Eindruck, mit sich selbst zu reden, verschwand so schnell, wie er gekommen war. Er kehrte aber sofort zurück, als der Mann ungeduldig sein Kinn nach vorn rückte und auf der Unterlippe zu kauen begann. Karl reagierte auf die nämliche Weise, wenn er sich konzentrierte; seine Tochter hatte ihn erst letzten Samstag auf diese Marotte aufmerksam gemacht. Eilig winkte Karl ab und kramte in seinem Geldbeutel die verlangte Münze hervor. Gleichzeitig schielte er auf das Buch vor ihm, denn ihn interessierte, mit welcher Lektüre sich sein Doppelgänger die Zeit vertrieb, während er auf die seltenen Besucher und Touristen wartete, die diesen Stadtturm ersteigen wollten. Leider spiegelte das Glas der Trennwand so, dass er die kleinen, zudem auf dem Kopf stehenden Buchstaben des Titels nicht entziffern konnte. Auch mit dem Sehen war es bei ihm nicht mehr so weit her.

Karl schob das Geldstück durch die schmale Öffnung zwischen Tresen und Glas und erhielt im Gegenzug eine rote Eintrittskarte, auf der noch immer „Alter Wehrturm – 1 DM“ stand. Er öffnete bereits den Mund, um sich von neuem über die Inflation zu beschweren, die die Euro-Währung gebracht hatte, sah aber rechtzeitig die Sinnlosigkeit dieses Unterfangens an. Wenn, wie er stark vermutete, dieser alte Mann ihm nicht nur äußerlich, sondern auch im Gemüt ähnelte, würde er lediglich ein gleichgültiges Achselzucken ernten. Karl nahm seine Eintrittskarte – sie fühlte sich wie Toilettenpapier an -, schob sie in seine Jackentasche und wandte sich zu der Treppe, die den Turm hinaufführte. Es war ein schmaler Aufstieg, der nach wenigen Stufen in eine Kehre tauchte. Der muffige, kalkige Geruch des alten Gemäuers hieß ihn willkommen. Einen letzten Blick warf Karl zurück. Der Mann im Kassenhaus hatte bereits wieder sein Buch in der Hand, hielt es so nah an sein Gesicht, als wolle er die Buchstaben mit seiner Zungenspitze, die zwischen seinen fettigen Lippen hervorlugte, ablecken.

Karl4

Es war ihm wirklich erstaunlich, wie sehr dieser dicke, alte Mann ihm ähnelte. Sicherlich war der Turmwärter einige Jahre älter als er, aber auch Karl ertappte sich beim Lesen manchmal dabei, dass er konzentriert seine Zunge zwischen die Lippen nahm und sie dort wie ein Scheibenwischer hin- und herbewegte. Karl seufzte, konnte sich aber trotzdem nicht dazu durchringen, mit seinem mühsamen Aufstieg zu beginnen. In diesem Augenblick bemerkte der Kassierer, dass der Besucher noch nicht weiter gegangen war und lugte neugierig hinter seinem Buch hervor. Zwei wässrige Blicke trafen sich. Jetzt betrachtet er mich zum ersten Mal interessiert, dachte Karl, nimmt mich als Person und nicht als Nummer wahr. Ich erinnere ihn an jemanden. Er weiß nur nicht, an wen. Daran wird er sich später erinnern. Er hätte ich sein können.

Das war ein Gedanke, der Karl gefiel.

„Kann ich noch etwas für Sie tun?“, fragte der Mann. Auch sein Dialekt war der von Karl. Beide waren sie in dieser nicht allzu großen Stadt aufgewachsen, nebeneinander her alt geworden und erst jetzt begegneten sie sich zum ersten Mal, sahen sich, erkannten einander.

„Nichts …“, erwiderte Karl gedehnt und zwinkerte dem anderen zu. Mochte der ihn für absonderlich halten, es spielte keine Rolle. Karl hatte sich selbst gefunden. Und morgen würde der noch immer hier sitzen und kurzsichtig in sein Buch starren. Jetzt erkannte Karl auch den Titel des Romans. Es waren die ‚Elixiere des Teufels’ von E. T. A. Hoffmann, sein Lieblingsbuch.

Zufrieden machte sich Karl an seinen Aufstieg in den Tod.

Mittwoch, 29.05.19 – Teepause

Mittwoch, 29.05.19
19 (-1). Fastentag

Warum kühlt Kaffee in einer Tasse eigentlich schneller aus als Tee? Und warum geht mir diese Frage gerade nicht mehr aus dem Kopf? Es ist ein amöbenhaftes, geistig recht begrenztes Leben, das ich gerade führe – eigentlich nur eine Existenz. Die Tage plätschern ohne Höhe- und Tiefpunkte dahin und meine Laune ist wie das Maiwetter – unbeständig, wechselhaft, zu kühl. Der Brotberuf nimmt mich gerade ziemlich ran und besetzt den Großteil des Tages; leiden müssen meine Literatur, mit der ich auf der Stelle trete und nicht vorwärts komme und dieser Blog, auf den ich im Moment wenig Lust habe. Was man, glaube ich, bemerken kann. Es ist jetzt nicht gerade eine Schreibblockade oder eine Krise, aber ich habe einfach wenig Lust (Was natürlich auch daran liegt, dass ich in den letzen Monaten kein einziges Buch verkauft habe und alle meine Versuche, Leser zu finden an einer für mich nicht übersteigbaren Mauer zerschellen). Ich brauche einfach dringend eine Auszeit, Urlaub, Lektüre, Anregungen, Gespräche. Dann hat der Stumpfsinn und damit auch mein Amöbenleben wahrscheinlich wieder ein Ende und die Karawane zieht weiter. Hoffentlich.

Heute ist ja auch schon mein neunzehnter Fastentag; genauer gesagt, der achtzehnte, da ich inzwischen wie angekündigt mit dem Intervallfasten begonnen habe und gestern ein Knäckebrot mit Hüttenkäse zum Frühstück, einen Apfel zum Mittag und einen Spargelsalat zum Abendessen genossen habe, um meinen vom mehrwöchigen Fasten in den Winterschlaf geschickten Magen nicht zu überlasten. Morgens hatte ich zum ersten Mal wieder einen kleinen Kaffee und Abends zum Spargel ein halbes Glas Pinot Blanc. Heute ist nun wieder ein Nulldiät-Tag, also gibt es Tee, Wasser und sonst – nix. Das klingt jetzt irgendwie selbstmitleidig und larmoyant oder auch angeberisch, je nach Sichtweise. Doch ich habe dabei ungefähr zehn Kilo abgenommen und es geht mir so gut, dass ich noch eine ganze Weile so weitermachen könnte. Ich bin inzwischen laut BMI-Tabelle nicht mehr adipös, sondern „nur“ noch übergewichtig.

Der Apfel gestern war übrigens gefühlt der beste, den ich in meinem ganzen Leben gegessen habe; auch wenn ich nur die Hälfte von ihm schaffte, weil ich sofort pappsatt war. Also, die Diät läuft und beeinflusst meine Stimmung wenig. Ich fühle mich fit, obwohl ich schon meine Beinmuskulatur schmerzhaft spürte, wenn ich eine Treppe in den ersten Stock hinauflaufe. Seit zwei Tagen kommt auch mal wieder unser Fitness-Crosstrainer zu Ehren, den ich vor 15 Jahren leichtfertig beim Discounter erworben habe und der seitdem in unterschiedlichen Räumen und immer im Weg still und leise vor sich hin verstaubte. Wer mich kennt und das liest, wird vor Erstaunen erstarren, denn Klammer und Sport sind zwei Wörter, die normalerweise nicht in einem Satz (nicht einmal in einem Roman) vorkommen. Und tatsächlich ist mir noch nicht ganz klar, warum ich diese Qual auf mich nehme und auf dem Folterinstrument täglich ein paar Kilometer bergauf laufe. Aber schließlich will ich ja morgen für ein paar Tage in die Berge und mich nicht vor Frau Klammerle schämen, wenn wir die paar hundert Höhenmeter auf den Falken steigen. Mal sehen, wie es wird …

Über Pfingsten sind Frau Klammerle mit Sohn 1 und 2 im Lechtal und gleich anschließend fahren wir für zehn Tage ins niederländische Arcen, wo wir radfahren, Tourismus betreiben und die Tage genießen wollen. Den Höhepunkt dieser Reise wird am Samstag auf der deutschen Seite der Grenze die große „Nacht der Gaukler“ in Geldern sein, ein internationales Zauberertreffen, das unser Freund Hajo Bier und seine Frau Conny alle zwei Jahre organisieren.

Deshalb werde ich bis Ende Juni diesen Blog ruhen lassen und eine schöpferische Pause machen. Ich hoffe, wir lesen uns danach wieder.

Grüße, Nikolaus

Beitragsnavigation