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Stromausfall – kurz vorgestellt

Mitte März wird mein neues Buch „Stromausfall“ erscheinen.

In dem neuen Band habe ich vier meiner Erzählungen versammelt, von denen die ersten zwei, nämlich die Titelgeschichte „Stromausfall“ und „Eine anderere Art der Liebe“, zu meinem „Jahrmarkt in der Stadt“-Zyklus gehören. Auch die beiden anderen, „Tradition“ und „crisis“, die wahrscheinlich die schwerste literarische Kost sind, die ich je meinen Lesern zugemutet habe, gehören ebenfalls zu meiner ersten ernsthaften Schaffensperiode, die ungefähr die Zeit zwischen meinem 20. und meinem 35. Lebensjahr umfasste. Damals habe ich auch vergeblich versucht, mit meiner Literatur einen Verlag oder ein Publikum zu finden.

Anfang der 90er Jahre legte ich dann für fünfzehn lange Jahre meinen Stift zur Seite. Ich kümmerte mich um den Broterwerb und um meine Familie. Erst nachdem die Söhne Nr. 1 und Nr. 2 aus dem Haus und unser Lebensunterhalt gesichert waren, habe ich wieder intensiv mit dem Schreiben begonnen. Der Beginn fällt in etwa mit meinem 50. Lebensjahr und der Eröffnung dieses Blogs zusammen. Das erste Werk, an dem ich arbeitete, war der Roman „Aber ein Traum“.

Wie auch bei meiner Kurzgeschichtensammlung „Das Rote Haus“, an dessen Design sich „Stromausfall“ orientiert, habe ich ein paar selbstgestaltete Illustrationen erstellt, die im Buch aus Kostengründen leider nur in schwarzweiß abgebildet sein werden. Es sind eigene Fotos, die ich am PC überarbeitet habe. Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden, auch wenn sie mir farbig besser gefallen.

Und nun hoffe ich natürlich, dass dieses Buch nicht das Schicksal der anderen ereilt und bei euch nur wenig Interesse weckt. Das haben diese Geschichten, die zum Besten gehören, was ich je geschrieben habe, nicht verdient.

6 Antworten auf „Stromausfall – kurz vorgestellt“

Das Design gefällt mir sehr gut, meiner Meinung nach der gelungenste Einband!

Danke fürs Lob. Zuerst bin ich erschrocken und dachte, du meinst mein Fake-Fantasycover. Heute habe ich „Stromausfall“ auch endlich von meiner Hand frei- und auf die Welt losgelassen. Mein neues Buch ist nun im Handel erhältlich. Es ist wie jedes Mal eine merkwürdige Mischung aus Aufregung, Wehmut, Freude und auch Angst, dem Buch bei seinen ersten, unsicheren Schritten ohne mich zuzusehen. Liebe Grüße

Du bist aber auch eine Produktionsmaschine! Wie soll ich da mit dem Lesen hinterher kommen?

Ich komme fleißiger rüber, als ich bin. In einem Schriftstellerleben wie dem meinen, das ich nun ja schon 40 Jahre lang führe, sammelt sich einiges an. Ich habe z. B. noch einen kompletten Kriminalroman, einen SF-Roman und einiges halbfertiges auf Halde, dazu Erzählungen, Kurzgeschichten … Die vier Erzählungen in „Stromausfall“, die ich gerade veröffentlichte, sind alle aus den frühen 90ern und eine sogar aus den 80ern, also gut abgelagerter alter Käse. Diese Bücherreihe im Eigenverlag gebe ich auch zu meinem Privatvergnügen heraus, um meine eigenen Werke in akzeptablen Ausgaben ins Bücherregal stellen zu können. Ich werde dadurch weder als Autor bekannter, noch kann ich mit den Büchern Geld verdienen. Aber ich gebe zu, dass ich manchmal manische Schreibphasen habe, in denen ich gut vorankomme. Bis zum nächsten Buch, dem 4. Geltsamerband, wird aber noch ein halbes Jahr vergehen; da bin ich mittendrin. Ich rechne mit seiner nächsten Veröffentlichung frühstens Ende des Sommers.

Das Streben, auch das alte Zeug verpackt im Regal zu wissen, kann ich sehr gut verstehen. Dabei sind meine ältesten nennenswerten Texte gerade mal 8 oder 7 Jahre alt ^^
Hast du deine Erzählungen bzw Kurzgeschichten in der Vergangenheit auch an Wettbewerbe, Zeitungen oder ähnliches geschickt?

Damals, ja. Da habe ich vieles versucht und natürlich immer vergebens. Ich rannte gegen Wände und schlug mir den Kopf blutig dabei, bis ich aufgegeben habe. Meistens habe ich nicht mal eine vorgefertigte Absage von den Verlagen bekommen. In meiner Heimatstadt Augsburg haben mich die anderen Autoren und Kulturschaffenden ignoriert oder“gemobbt“, wie man heute sagen würde. Später, Anfang der 2000er, habe ich bei einem kleinen Magdeburger Verlag mitgearbeitet und sein literarisches Internet-Forum moderiert. Zu der Zeit sind auch zwei der Geschichten aus „Stromausfall“ und ein paar meine Kurzgeschichten in Sammelbänden dieses Wolkenstein-Verlags erschienen. Der Verlag selbst existiert eigentlich nicht mehr richtig, was auch am mehr als exzentrischen Verleger Robert Knorr liegt. Sein Forum ist leider zu einem stramm rechtskonservativen (und manchmal auch rechtsextremen) Labertaschen-Verein verkommen, in dem schon lange keine Literatur mehr stattfindet. Dort haben aber zwischen 2000 und etwa 2010 viele junge und später auch veröffentlichte Autoren diskutiert und teilweise schonungslos ihre Werke gegenseitig kritisiert. Da habe ich sehr viel gelernt und interessante Bekanntschaften geschlossen. Schade, dass es so etwas nicht mehr gibt.

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