Am Wegesrand: Ein Spaziergang in den Februar

Alltägliches, Der Autor, Fotografie, Heimat, Leben, Literatur, Mein Dorf, Wandern

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Die Altwasser-Gehölze an den vom Tauwetter schlammigen und überschwemmten Schmutterwiesen sind noch kahl und kraftlos. Die Farben der Natur sind von dem eisigen Januar ausgewaschen, erschöpft, fahl. An schattigen Orten klammert sich hartnäckig vereister Firnis am Boden fest.

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Das Eis des versteckten Weiher inmitten der sich seit Jahrzehnten selbst überlassenen Schonung hat die Farbe von geronnener Milch. Darüber kämpft eine bleiche Sonne halbherzig mit den Wolkenschleiern. Ab und an färbt sich der Himmel hellblau und eine Ahnung von Frühjahr senkt sich wie ein feiner Geruch durch die Luft herab und liegt wie Tau auf der würzigen Erde.

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Glaube mir, dieser Winter, vielleicht gewinnt er noch die eine oder andere Schlacht, aber den Krieg gegen den Frühling, den hat er längst verloren.

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