Österliches

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osterschützen

In meiner heimatlichen Marktgemeinde Diedorf nähert sich wieder einmal der Höhepunkt des Kulturlebens: Das alljährliche Ostereierschießen. Trotz des verheißungsvollen Titels wird dort leider auf Scheiben und nicht – wie ich lange Jahre gedacht habe – auf gekochte oder rohe Eier geschossen. Zeit für mich, das Weite zu suchen und mich für ein paar Tage für einen  Kurzurlaub in den ostösterlichen Rand des Bayerischen Waldes zurückzuziehen. Mein Blog ruht bis dahin.

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Da die Schmutter, die sich auf ihrem Weg zur Donau an Diedorf vorbeischlängelt, auf ihren Überschwemmungswiesen nach starken Regenfällen einen See bildet und auch der eine oder andere Reiher resp. Storch(*) dort nach Fröschen Ausschau hält, kannich getrost ein nautisches Ostergedicht von Hans-Dieter Heun folgen lassen und allen meinen Freunden und Followern ein warmes, sonniges und geruhsames Osterfest wünschen. Bis bald, Euer Nikolaus.

Ostereier an der Küste
(Als ob ich wirklich davon wüsste)

In einem kleinen Küstennest
Will feiern man das Osterfest
Nur gibt es keine Haseneier
Dafür genug vom Silberreiher

Folglich wahrhaft kein Geschrei
Himmelarsch oder Ohwei
Man nimmt solch Eier von den Reihern
Die eifrig brüten an den Weihern

Am Kareitag sieht man ziehn
Die Sammler zu den Weihern hin
Sie rauben Reihernester aus
Tragen die Eier schnell nach Haus

Färben diese himbeerrot
Doch keineswegs fürs Abenbrot
Vielmehr verstecken sie die roten
Eier in alten Gummibooten [Knirsch! Anmerkung vom Blogger.]

Die Eierlast ist viel zu schwer
Ein altes Boot schwankt wild umher
Und muss letztendlich gar versinken
Die Reihereier tun ertrinken

Um auf dem tiefen Weihergrund
Wie sonst ein Säufer aus dem Mund
Eimäßig faulend schlimm zu stinken
Die Reiher darob traurig winken

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störche

(*) Auch das zweite Diedorfer Störchepaar ist inzwischen aus seinem Winterurlaub zurückgekehrt. Jetzt wird es wohl wirklich endlich Frühling.

3 Gedanken zu “Österliches

  1. Ich weiß nicht, ob die vielen „Gefällt mir“ für dein Gedicht sind oder dafür, dass ich den Blog für ein paar Tage schließe. Nehmen wir doch mal an, es liegt an deinem Gedicht.

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  2. Was auch sonst? – Allerdings dürften die unzähligen Leser Deines Blogs verständlicherweise auch aufseufzen: Endlich ein paar freie Eiertage!

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