Aber ein Traum …

Autorer als andere Autoren

…gesucht und nichts gefunden!

„Orgien, Orgien, wir wollen Orgien!“

R. Goscinny, Asterix und der Kupferkessel

Was der eine oder andere, den es über die Googlesuche zufällig auf meinen Blog verschlägt, vielleicht nicht weiß: Ich kann in meinem Kontrollzentrum eine Liste der Suchbegriffe einsehen, die die Leute, die auf meiner Seite landeten, in die Suchmaske eingetippt haben. Die Suchmaschinen haben nicht nur die von mir gewählten Kategorien und ‚Tags‘, sondern auch meine Artikel mit all ihren Wörtern in ihrem Index.

Da „Aber ein Traum…“ ein literarischer Blog ist, in dem ich neben Glossen und Kritiken auch einige Geschichten und große Teile von meinen Romanen mit der Welt teile – also hier sehr viele Wörter stehen – müssen freilich zwangsläufig auch einige Fehlgeleitete bei mir landen. Es kommen allerdings mehr, als ich erwartete (… dafür nur wenige, die hier richtig sind).

Einen Auszug aus der Liste füge ich hier als Foto ein, damit ich nicht noch häufiger mit diesen Suchbegriffen verknüpft werde:

Suchbegriffe

 

Wie deutlich zu erkennen ist, landen zu meinem Leidwesen nie Literatursuchende auf dem Blog – offenbar geht niemand zum Lesen ins Internet. Eine Interessengruppe stellen Menschen, die sich für ungewöhnliche Speisen interessieren. Auffallend ist die Hartnäckigkeit, mit der immer wieder nach „Siasskass“ gefahndet wird, den ich in einem Artikel als nahezSauu ungenießbare, elsässische Kalorienbombe beschrieb. Die andere, bei weitem größere Gruppe … naja. Dabei habe ich noch aus der obigen Liste viele von den Suchanfragen, die nicht halbwegs jugendfrei waren, entfernt. Erstaunlich, womit sich die Leute – ich nehme mal an, es sind in der Hauptsache ältere Männer – beschäftigen. Irgendwann landen sie dann in ihrer Einsamkeit und ihrer Verzweiflung auf meinem Blog, den die Suchmaschinen nie auf der ersten, sondern vielleicht auf der zehnten Ergebnisseite anzeigen: Schmuddelkram und Essen, das sind die Themen, nach denen es die Leute gelüstet. Wenn ich also mehr Aufrufe will, sollte ich einen Rotlicht-Kochblog eröffnen und ab und an ein Katzenfoto posten. Nacktkochen mit süßen Miezen! Gibt es so etwas eigentlich schon, oder kann ich es mir patentieren lassen?

Mein Kollege B. B. hatte schon recht: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Und irgendwann, nachdem noch einmal das Fressen kam, folgt abgeschlagen die Kunst und die Literatur liegt nochmal weit dahinter. Hätte ich die Möglichkeit, an dieser Stelle ein Geräusch einzufügen, würde nun ein langer Seufzer ertönen.

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